Siemens Energy Aktie: Gamesa-Verlust fällt auf 44 Millionen
12.05.2026 - 21:25:10 | boerse-global.deSiemens Energy liefert dort Fortschritte, wo der Markt lange am meisten zweifelte: bei Gamesa. Die Windkrafttochter bleibt zwar ein Problemfall, belastet den Konzern aber deutlich weniger. Parallel dazu wächst das Netzgeschäft stark und stützt die Jahresziele.
Gamesa wird weniger zur Last
Der operative Verlust von Siemens Gamesa sank im Quartal auf 44 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus noch 249 Millionen Euro betragen. Das zeigt, wie schnell sich die operative Lage verbessert hat.
Auch in der ersten Geschäftshälfte schrumpfte der Verlust der Windsparte kräftig. Siemens Energy erwartet für Gamesa nun ein vergleichbares Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent. Zuvor lag die Spanne niedriger.
Der Break-even bei der Ergebnis-Marge vor Sondereffekten bleibt das Ziel. Das ist wichtig, weil das Management diesen Punkt an die Konzernprognose geknüpft hatte. Die stärkere Erholung soll vor allem im Offshore-Geschäft kommen.
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Netzgeschäft zieht weiter an
Während Gamesa weniger bremst, liefert Grid Technologies weiter Wachstum. Der Auftragseingang des Konzerns stieg im Quartal auf 17,75 Milliarden Euro. Das lag klar über dem Analystenkonsens von 15,6 Milliarden Euro.
Besonders stark lief das Netzgeschäft. Grid Technologies verzeichnete ein Auftragsplus von 41 Prozent. Siemens Energy hob deshalb die Wachstumsprognose für diesen Bereich deutlich an.
Als Treiber nennt der Konzern vor allem die USA. Dort steigt der Strombedarf durch Rechenzentren und den Ausbau der Netze. Auch Gasturbinen spielen dabei eine Rolle.
Der Auftragsbestand erreichte 154 Milliarden Euro. Finanzchefin Maria Ferraro verwies am Dienstag darauf, dass wesentliche Teile des Geschäfts bis 2030 und teils darüber hinaus ausgelastet seien. Der KI-Boom soll die Nachfrage bis in die nächste Dekade stützen.
Mehr Rückkäufe, schwächere Aktie
Der höhere Cashflow schafft Spielraum für Kapitalrückgaben. Siemens Energy will im Geschäftsjahr Rückkäufe von bis zu drei Milliarden Euro durchführen. Ursprünglich lag der geplante Betrag bei zwei Milliarden Euro.
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Zusammen mit der bereits im März gezahlten Dividende summiert sich die Rückgabe an Aktionäre auf bis zu 3,6 Milliarden Euro. Der Rahmen bleibt größer gefasst: Bis 2028 hatte der Konzern Rückkäufe von bis zu sechs Milliarden Euro angekündigt.
An der Börse reichte das nicht für neue Euphorie. Die Aktie notierte am Dienstag bei 169,96 Euro und verlor 4,50 Prozent. Seit Jahresbeginn steht trotzdem noch ein Plus von 38,40 Prozent.
Das erklärt die verhaltene Reaktion. Viele gute Nachrichten steckten nach der starken Rally bereits im Kurs. Für den nächsten Impuls zählt nun, ob Gamesa den Break-even erreicht und das Netzgeschäft seine hohe Dynamik hält.
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