Siemens: 325-Millionen-Auftrag für Rumänien
29.04.2026 - 02:03:27 | boerse-global.deSiemens liefert dieser Tage gleich mehrere Schlagzeilen auf einmal. Ein milliardenschwerer Bahnauftrag, zwei Kaufempfehlungen mit Kurszielen von 300 Euro und ein neuer KI-Agent — die Nachrichtenlage ist dicht. Die Aktie notiert aktuell bei rund 251 Euro und hat in den vergangenen 30 Tagen knapp 23 Prozent zugelegt.
Wasserstoffzüge für Rumänien — mit einem Haken
Siemens Mobility liefert zwölf Wasserstoffzüge des Typs Mireo Plus H an die rumänische Eisenbahnreformbehörde ARF. Der Auftragswert beträgt 325 Millionen Euro, inklusive 30-jährigem Wartungsvertrag. Die Züge sollen ab 2029 auf nicht-elektrifizierten Regionalstrecken rund um Bukarest fahren.
Der Auftrag hat eine ungewöhnliche Vorgeschichte. Drei Ausschreibungsrunden scheiterten zuvor — Siemens Mobility blieb am Ende als einziger Bieter übrig. Obendrein fiel die ursprünglich vorgesehene EU-Finanzierung über den Nationalen Aufbau- und Resilienzplan vor Vertragsunterzeichnung weg. Die ARF sucht nun nach alternativen Geldquellen. Ob und wie schnell die Finanzierung steht, bleibt offen.
Analysten sehen Bewertungslücke
HSBC stufte Siemens von „Halten" auf „Kaufen" hoch und hob das Kursziel auf 300 Euro an. Analyst Sean McLoughlin nennt das Automatisierungsgeschäft in der Sparte Digital Industries als Haupttreiber. Hinzu kommt der Wegfall des Konglomeratsabschlags durch die geplante Abspaltung von Siemens Healthineers im Jahr 2027.
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Bernstein Research sieht das ähnlich. Analyst Alasdair Leslie verweist auf eine klare Bewertungslücke: Siemens werde mit dem 13-Fachen des erwarteten operativen Gewinns für 2027 gehandelt. Der Branchendurchschnitt liegt beim 19-Fachen. Als weiteren Kurstreiber nennt Leslie das laufende Aktienrückkaufprogramm — und die Erwartung eines Folgeprogramms im Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro.
KI und Lithium als Wachstumswetten
Neben dem Bahngeschäft treibt Siemens zwei weitere Themen voran. Der neue KI-Agent „Eigen Engineering Agent" soll laut Unternehmen Effizienzgewinne von bis zu 50 Prozent ermöglichen und ist bereits verfügbar.
Ferner beteiligt sich Siemens mit bis zu 67 Millionen Euro am Lithiumprojekt „Lionheart" von Vulcan Energy im Oberrheingraben. Siemens übernimmt dabei bis mindestens 2035 die Automatisierung und Infrastruktur für eine Jahresproduktion von rund 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid.
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Am 13. Mai 2026 legt Siemens die Halbjahreszahlen vor — erstmals unter der neuen Finanzvorständin Veronika Bienert. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn von 10,97 Euro je Aktie und eine Dividende von 5,64 Euro. Das wird der erste echte Stimmungstest für die Rally der vergangenen Wochen.
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