Shin-Etsu, Chemical

Shin-Etsu Chemical Aktie: Seltene-Erden-Raffinerie in Fukui

14.06.2026 - 04:08:08 | boerse-global.de

Shin-Etsu Chemical baut eigene Raffinerie für Seltene Erden, um die Abhängigkeit von China zu verringern und die Lieferkette für Hightech-Rohstoffe zu sichern.

Shin-Etsu Chemical: Neue Raffinerie für Seltene Erden in Japan
Shin-Etsu - Eine hochmoderne Seltene-Erden-Raffinerie mit komplexen Maschinen und industrieller Architektur unter einem dramatischen Himmel. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der japanische Chemiekonzern will die Lieferkette für kritische Rohstoffe stärken. Die neue Anlage in der Präfektur Fukui soll die Abhängigkeit von externen Quellen reduzieren – und kommt nicht zufällig.

Seltene Erden sind unverzichtbar für Elektroauto-Motoren und Halbleiter. Bislang kontrolliert China den Großmarkt. Shin-Etsu Chemical setzt dagegen auf eine eigene Raffinerie. Die japanische Regierung will einen Teil der Investitionen fördern.

Konkrete Details zu Kapazität, Kosten oder Bauzeit blieben offen. Die strategische Richtung ist dennoch klar: Das Unternehmen sichert sich Zugang zu den Rohstoffen, die für KI-Infrastruktur und Hochleistungsrechnen gebraucht werden. Bereiche, in denen Shin-Etsu Chemical mit seinen Elektronikmaterialien bereits stark aufgestellt ist.

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Siliziumwafer als zweites Standbein

Shin-Etsu Chemical ist der weltweit führende Hersteller von Siliziumwafern. Der globale Halbleitermarkt könnte 2026 auf 1,51 Billionen Dollar wachsen – ein Anstieg von fast 90 Prozent zum Vorjahr. Der Treiber: Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und das Internet der Dinge. Für Japan prognostizieren Analysten ein Marktwachstum von 28 Prozent in diesem Jahr.

Die Aktie notierte am Freitag bei 38,51 Euro und legte um 1,21 Prozent zu. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus beeindruckende 44,38 Prozent. Allerdings liegt der Kurs rund zehn Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 42,73 Euro aus Mai 2026.

Stabile Dividende trotz Gewinnrückgang

Die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende März 2026) fielen gemischt aus. Der Umsatz stieg um 0,5 Prozent auf umgerechnet 2.573,9 Milliarden Yen. Das operative Ergebnis sank dagegen um 14 Prozent auf 635,2 Milliarden Yen. Der Nettogewinn fiel um elf Prozent auf 474,4 Milliarden Yen – noch im Rahmen der eigenen Prognosen. Die Dividende bleibt bei 106 Yen pro Aktie, die Ausschüttung erfolgt im Juni.

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