Shell Aktie: Raffinerie kompensiert Gasverluste
10.04.2026 - 01:16:51 | boerse-global.deShell hat seinen Q1-Ausblick veröffentlicht — und das Bild ist gespalten. Starke Raffineriemargen und ein lebhaftes Handelsgeschäft stehen einem spürbaren Rückgang der Gasproduktion gegenüber, der direkt auf die Lage im Nahen Osten zurückzuführen ist.
Downstream glänzt, Upstream schwächelt
Im Downstream-Bereich läuft es rund. Die indikative Raffineriemarge stieg von 14 auf 17 US-Dollar je Barrel, die Auslastung der Raffinerien liegt bei 95 bis 99 Prozent — ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorquartal. Auch das Handels- und Optimierungsgeschäft übertraf das vierte Quartal 2025 deutlich. Die Marketingsparte soll im Jahresvergleich ebenfalls signifikant besser abschneiden.
Anders sieht es beim integrierten Gasgeschäft aus. Die Produktion soll im ersten Quartal zwischen 880.000 und 920.000 Barrel Öläquivalent pro Tag liegen — nach 948.000 im Vorquartal und unterhalb der ursprünglichen Guidance. Als Ursache nennt Shell ausdrücklich Ausfälle bei katarischen LNG-Anlagen infolge des Nahostkonflikts. Auch Wetterbedingungen in Australien bremsten die LNG-Produktion.
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Bilanz unter Druck, Rückkäufe laufen weiter
Auf der Bilanzseite warnt Shell vor einem negativen Working Capital von 10 bis 15 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal. Grund sind extreme Schwankungen bei Rohstoffpreisen, die Lagerbestände und Forderungen belasten. Zusätzlich erwartet das Unternehmen einen nicht-zahlungswirksamen Anstieg der Nettoverschuldung um 3 bis 4 Milliarden Dollar — bedingt durch variable Komponenten bei Schifffahrts-Leasingverträgen.
Ungeachtet dessen setzt Shell sein Aktienrückkaufprogramm fort. Das laufende Programm umfasst 3,5 Milliarden US-Dollar, aufgeteilt auf je 1,75 Milliarden über Verträge in London und den Niederlanden. Alle zurückgekauften Aktien werden eingezogen. Noch heute, am 9. April, erfolgten weitere Käufe im Rahmen dieses Programms.
Die vollständigen Quartalszahlen folgen am 7. Mai 2026. Dann wird sich zeigen, ob die Stärke im Raffinerie- und Handelsgeschäft die anhaltenden Produktionsausfälle aus dem Nahen Osten tatsächlich aufwiegt — oder ob die Bilanzbelastungen schwerer wiegen als bislang erwartet.
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