Shell, Aktie

Shell Aktie: Offshore-Wind vor dem Abverkauf

13.06.2026 - 00:31:00 | boerse-global.de

Shell bereitet den Verkauf seiner Offshore-Windparks vor und setzt damit den Konzernumbau unter CEO Wael Sawan fort.

Shell plant milliardenschweren Verkauf von Offshore-Windparks
Shell - Offshore-Windpark mit Turbinen vor einem stürmischen Himmel bei Sonnenuntergang, das Meer ist unruhig. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Shell zieht sich weiter aus erneuerbaren Energien zurück — und diesmal geht es um die Offshore-Windparks. Das Unternehmen bereitet einen Verkaufsprozess vor, der über eine Milliarde Dollar einbringen könnte.

Als Berater für den Deal sind Rothschild & Co. sowie PJT Partners an Bord. Der Prozess könnte noch Ende 2026 starten, der eigentliche Verkauf dürfte dann 2027 über die Bühne gehen.

Strategischer Kurswechsel unter Wael Sawan

Der Schritt fügt sich nahtlos in die Agenda von CEO Wael Sawan ein, der seit Anfang 2023 das Ruder hält. Sein Ziel: Kosten senken, renditeschwache Assets abstoßen, Fokus auf das Kerngeschäft mit fossilen Brennstoffen. Shell trennte sich bereits von Teilen seines europäischen Onshore-Renewables-Geschäfts und stößt Sprng Energy ab — das indische Solarunternehmen, das Shell 2022 für 1,55 Milliarden Dollar erworben hatte. Pläne für Offshore-Windparks in Schottland wurden 2025 bereits begraben.

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Dabei war das Kapitel Wind einst mit großen Ambitionen gestartet. Ein Shell-Manager hatte sogar das Ziel formuliert, das Unternehmen zum weltgrößten Stromerzeuger zu machen. Diese Vision ist Geschichte.

Aktienrückkauf pausiert wegen ARC-Transaktion

Parallel dazu sorgt die geplante ARC-Resources-Übernahme für eine technische Unterbrechung beim Aktienrückkauf. Das laufende 3-Milliarden-Dollar-Rückkaufprogramm ist ab heute bis einschließlich 14. Juli 2026 ausgesetzt — dem Datum der ARC-Hauptversammlung. Hintergrund sind wertpapierrechtliche Anforderungen, die mit der Veröffentlichung des ARC-Aktionärszirkulars in Kraft getreten sind.

Shell stellt klar: Nicht durchgeführte Rückkäufe sollen im Rahmen der verbleibenden Programme für 2026 nachgeholt werden — vorbehaltlich der Zustimmung des Boards. Für Aktionäre bedeutet das keine dauerhafte Kürzung, sondern lediglich eine zeitlich begrenzte Verschiebung.

Die nächste Wegmarke ist der 14. Juli: Stimmen die ARC-Aktionäre der Übernahme zu, dürfte Shell das Rückkaufprogramm unmittelbar danach wieder aufnehmen.

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