Shell Aktie: Beachtlicher Fortschritt!
23.01.2026 - 18:27:33Shell stellt sein Öl- und Gasgeschäft weiter scharf. Ein möglicher Milliardenverkauf in Argentinien trifft auf einen Großangriff im Tiefsee-Geschäft vor Nigeria. Im Kern geht es um eine klare Verschiebung von Randaktivitäten hin zu Projekten mit höherer Rendite.
Zwei große Baustellen im Portfolio
Shell treibt derzeit einen strategischen Umbau seines Upstream-Portfolios voran. Zwei Entwicklungen stechen dabei besonders hervor – und könnten die Kapitalallokation der nächsten Jahre prägen.
Möglicher Ausstieg aus Vaca Muerta
In Argentinien prüft der Konzern laut Berichten den Verkauf seiner Schieferöl- und -gasaktivitäten in der Region Vaca Muerta. Demnach laufen bereits Vorgespräche mit potenziellen Käufern, sowohl für Teilpakete als auch für einen Komplettausstieg.
Der mögliche Transaktionswert liegt im mehrstelligen Milliardenbereich. Eine endgültige Entscheidung ist zwar noch offen, doch ein Verkauf würde gut zur bestehenden Strategie passen: Shell trennt sich seit Jahren von nicht zum Kern gehörenden Förderprojekten, um Kapital freizusetzen und das Portfolio zu straffen.
Großprojekt vor Nigeria rückt nach vorn
Parallel dazu setzt Shell in Westafrika auf Ausbau. Bei einem Treffen zwischen CEO Wael Sawan und Nigerias Präsident Bola Tinubu wurden die Pläne für das Tiefseeprojekt Bonga South West konkretisiert. Die nigerianische Regierung peilt für spätestens Mai 2027 eine endgültige Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) an.
Das Projekt hat eine potenzielle Gesamtinvestitionssumme von rund 20 Milliarden US-Dollar. Neben Shell sind ExxonMobil, TotalEnergies und Eni als Partner an Bord. Erschlossen werden sollen Reserven von geschätzt 820 Millionen Barrel Öl, mit einer möglichen Spitzenproduktion von bis zu 220.000 Barrel pro Tag – ein typisches Beispiel für die Fokussierung auf großvolumige, margenstarke Tiefseeprojekte.
Marktumfeld und Kursreaktion
Die Mischung aus möglichem Assetverkauf und Wachstumsplänen in Nigeria kommt in einem freundlichen Rohstoffumfeld. Steigende Ölpreise sorgen zusätzlich für Rückenwind.
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Die Shell-Aktie notiert heute bei 31,25 Euro und damit leicht über dem Vortagesschluss. Nach einem schwächeren Tag der US-notierten Papiere am Donnerstag wirkt der Titel damit etwas stabiler, bewegt sich aber mit rund 8 % Abstand noch unter dem 52-Wochen-Hoch.
Unterstützt wird die Stimmung von einer Erholung an den Ölmärkten, die die enge Korrelation zwischen Ölpreis und Shell-Kurs erneut unterstreicht. Für das Management ist das ein günstiger Rahmen, um Portfolioentscheidungen wie den möglichen Vaca-Muerta-Verkauf zu verhandeln und zugleich große Zukunftsprojekte voranzutreiben.
Historisch hat Shell immer wieder Kapital aus reiferen oder strategisch weniger wichtigen Assets abgezogen und in ertragsstärkere Tiefseeprojekte umgeschichtet. Die Kombination aus einem möglichen Ausstieg aus dem argentinischen Schiefergeschäft und einer vertieften Bindung an nigerianische Tiefsee-Förderung passt damit klar zu CEO Wael Sawans Fokus auf „value over volume“ und strikte Kapitaldisziplin.
Ausblick: Wichtige Weichen bis 2027
In den kommenden Monaten dürfte zunächst Klarheit über das weitere Vorgehen in Argentinien entscheidend sein. Eine offizielle Bestätigung und konkrete Details zum Verkaufsprozess in Vaca Muerta wären ein wichtiger Hinweis darauf, wie viel Liquidität Shell kurzfristig aus dem Upstream-Geschäft heben kann.
Für Bonga South West beginnt nun die intensive Vorbereitungsphase vor der endgültigen Investitionsentscheidung. Der anvisierte FID-Terminhorizont Mai 2027 setzt dafür einen klaren Zeitrahmen. Mit Blick auf die anstehenden Quartalszahlen und erwartete Produktionssteigerungen im Schlussquartal 2025 werden Analysten genau verfolgen, wie sich diese Portfolioverschiebungen auf die freien Cashflows im weiteren Verlauf des Jahres 2026 auswirken.
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