Shell, Aktie

Shell Aktie: Analysten bleiben optimistisch

16.01.2026 - 20:45:30

Zwei große Investmentbanken bekräftigen ihre Kaufempfehlungen für Shell mit Kurszielen bis zu 45 Prozent über dem aktuellen Niveau, trotz eines gescheiterten Vermögensverkaufs in der Nordsee.

Zwei große Investmentbanken haben am Freitag ihre positive Einschätzung zur Shell-Aktie bekräftigt – und das trotz eines gescheiterten Vermögensverkaufs in der Nordsee. Jefferies und Barclays sehen erhebliches Kurspotenzial für den britischen Energiekonzern, auch wenn operativ nicht alles rund läuft.

Doppeltes Vertrauen der Analysten

Jefferies bestätigte sein “Buy”-Rating mit einem Kursziel von 3.400 Pence, Barclays bleibt sogar noch optimistischer und hält an 4.000 Pence fest. Letzteres würde vom aktuellen Kursniveau ein Aufwärtspotenzial von rund 45 Prozent bedeuten – eine bemerkenswerte Perspektive für eine Aktie aus dem traditionellen Energiesektor.

Die Bewertungen kommen zu einem interessanten Zeitpunkt. Anfang der Woche wurde bekannt, dass Shell und Partner ExxonMobil den geplanten Verkauf ihrer südlichen Nordsee-Gasanlagen an Viaro Energy abgebrochen haben. Der Deal sollte Teil der Portfoliooptimierung sein, doch die Transaktion scheiterte. Statt durch Verkäufe setzt Shell nun verstärkt auf Aktienrückkäufe: Am 15. Januar setzte das Unternehmen eine weitere Tranche seines Rückkaufprogramms um, was die Anzahl der ausstehenden Aktien weiter reduziert und den Gewinn je Aktie stützt.

Schwache Chemie, stabile Erneuerbaren

Analysten scheinen die gemischten Signale aus dem Q4-2025-Trading-Update vom 8. Januar bereits eingepreist zu haben. Damals warnte Shell vor Verlusten im Segment “Chemicals and Products”, während der Bereich “Renewables and Energy Solutions” stabil blieb. Die aktuellen Bekräftigungen deuten darauf hin, dass die Investmentbanken dem Management zutrauen, die Herausforderungen zu meistern.

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Unterstützend wirkt das Marktumfeld: Der Ölpreis hat sich zuletzt bei rund 64 Dollar je Barrel Brent stabilisiert, getrieben durch geopolitische Risiken im Iran und mögliche Lieferunterbrechungen über das CPC-Terminal in Kasachstan. Auch wenn das Preisniveau deutlich unter früheren Höchstständen liegt, reicht es aus, um die Cashflows der großen integrierten Konzerne zu sichern.

Am 5. Februar 2026 legt Shell die vollständigen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Dann wird sich zeigen, wie das Management den gescheiterten Nordsee-Deal einordnet und ob es Anpassungen bei den Investitionsplänen für 2026 gibt.

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