Sharpa schließt Robotik-Partnerschaften in Singapur
28.04.2026 - 19:33:15 | boerse-global.deDer singapurische Robotikspezialist Sharpa hat heute Partnerschaften mit A*Star, JTC und der Lieferplattform Grab bekannt gegeben. Ziel ist der Einsatz autonomer North-Roboter im Punggol Digital District zur Logistikoptimierung in der Gastronomie. Der Schritt markiert einen Meilenstein für die Integration autonomer Systeme in die Lebensmittel- und Getränkebranche – und fällt in eine Phase rasanter globaler Expansion der Servicerobotik.
Milliardenmarkt für KI-gesteuerte Service-Roboter
Der globale Markt für KI-gestützte Serviceroboter befindet sich im Umbruch. Laut einer heute veröffentlichten Analyse von HTF Market Intelligence soll das Segment von umgerechnet rund 14 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf knapp 45 Milliarden Euro bis 2033 wachsen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 18,39 Prozent. Treiber sind anhaltende Arbeitskräfteknappheit und steigende Betriebskosten – Faktoren, die Unternehmen in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum zur Automatisierung von Service-Jobs drängen.
Pudu Robotics eröffnet US-Zentrale in Dallas
Pudu Robotics, weltweit führender Hersteller von Servicerobotern, hat seine Präsenz in der westlichen Hemisphäre deutlich ausgebaut. Am 23. April eröffnete das Unternehmen seine neue US-Zentrale in Dallas, Texas. Der Standort im Sherman Tech Center dient als Drehkreuz für das regionale Wachstum. Pudu betreibt rund 15.000 Roboter auf dem amerikanischen Kontinent und verzeichnet einen Umsatzanstieg von 285 Prozent im Jahresvergleich.
Während die Servicerobotik laut Marktanalysen vor einem massiven Wachstumsschub steht, fragen sich viele Anleger, welche Technologieführer dieses Feld dominieren werden. Dieser kostenlose Report beleuchtet die Unternehmen, die den Milliardenmarkt für KI und Robotik bereits jetzt anführen. Gewinner der neuen Industrierevolution jetzt entdecken
Mit einem globalen Marktanteil von 23 Prozent und 120.000 ausgelieferten Einheiten setzen bereits Größen wie Walmart, NASA und Norwegian Cruise Line auf die Technologie. Die Eröffnung der Dallas-Zentrale soll langfristiges Wachstum sichern – vor allem in der Hotellerie und im Einzelhandel.
Stuttgarter Startup Sereact sammelt 100 Millionen Euro ein
Auch die Finanzierungslandschaft für autonome Systeme bleibt dynamisch. Gestern gab das Stuttgarter KI-Robotik-Startup Sereact bekannt, in einer Series-B-Runde umgerechnet rund 100 Millionen Euro eingesammelt zu haben. Die Investition unter Führung von Bullhound und Felix Capital fließt in die Skalierung der Cortex-2-Plattform und den Markteintritt in die USA mit einem neuen Büro in Boston.
Sereacts Systeme nutzen Vision-Language-Action-Modelle (VLA) und sind bereits bei BMW, Mercedes-Benz und PepsiCo im Einsatz. Die Flotte von über 200 Systemen hat mehr als eine Milliarde Picks absolviert – bei einer Zuverlässigkeit von nur einem menschlichen Eingriff pro 53.000 Picks.
Humanoide Roboter erobern die Gastronomie
Während rollende Lieferroboter weiterhin den Standard setzen, halten humanoide Roboter zunehmend Einzug in Testszenarien der Gastronomie. Bereits im Dezember 2025 präsentierte Tesla seinen Optimus-Roboter in einem Berliner Einkaufszentrum, wo er Popcorn verteilte. Tesla plant die kommerzielle Veröffentlichung zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 zu einem Preis zwischen 18.000 und 23.000 Euro.
Die technischen Fähigkeiten dieser Plattformen entwickeln sich rasant weiter. Am 26. April demonstrierte Unitree Robotics eine Variante seines G1-Roboters mit hybridem Rad-Bein-Antrieb. Die Konfiguration erlaubt 360-Grad-Drehungen und Vorwärtssaltos – auf glatten Flächen nutzt der Roboter Rollschuhe für höhere Geschwindigkeit. Solche Hybriddesigns sollen die Effizienz rollender Systeme mit der Anpassungsfähigkeit von Beinrobotern kombinieren.
Die Pionierarbeit auf diesem Gebiet wurde heute offiziell gewürdigt: Der Honda P2, 1996 erstmals vorgestellt, erhielt die Auszeichnung als IEEE-Meilenstein. Der P2 war der erste autonome zweibeinige Roboter mit integriertem Computer und eigener Stromversorgung.
Sicherheitsbedenken bei autonomen Transportsystemen
Mit der Ausweitung autonomer Lieferungen auf öffentliche Straßen wächst der regulatorische Druck. Gestern hat die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ihre Untersuchung von Teslas Full-Self-Driving-Software (FSD) zur „Engineering Analysis“ hochgestuft. Die Prüfung umfasst 3,2 Millionen Fahrzeuge und konzentriert sich auf die Erkennung eingeschränkter Sichtverhältnisse wie Nebel oder Blendung.
Auch Waymo, die Alphabet-Tochter für autonomes Fahren, kämpft mit Sicherheitsfragen. Heute lehnten Waymo-Vertreter die Teilnahme an einem Sicherheitstreffen in Austin, Texas, ab. Hintergrund ist ein Vorfall vom 1. März, bei dem ein Waymo-Robotaxi einen Krankenwagen blockierte, der zu einem Massenanschlag unterwegs war. Neue Vorschriften für autonome Fahrzeuge treten in Texas am 28. Mai in Kraft.
Trotz der Rückschläge skaliert Waymo seinen Dienst weiter. Laut Berichten der Harvard Business Review betreibt das Unternehmen 2.500 Robotaxis in mehreren US-Städten und hat über 20 Millionen Fahrten absolviert. Seit dem 9. April nutzt Waymo zudem die Vibrationssensoren seiner Fahrzeuge, um Schlaglöcher in Städten wie San Francisco, Los Angeles und Atlanta zu melden.
„Physical AI“ als Game-Changer
Der Trend zur „Physical AI“ – der Integration großer Sprachmodelle in Roboterhardware – gilt als transformative Entwicklung. Eine heute veröffentlichte Studie von Capgemini zeigt: 67 Prozent der Führungskräfte sehen Physical AI als game-changing Technology. 79 Prozent der Organisationen prüfen derzeit Anwendungen, 65 Prozent erwarten eine großflächige Einführung innerhalb der nächsten fünf Jahre.
Haupttreiber sind laut Capgemini Arbeitskräftemangel (74 Prozent) und steigende Lohnkosten (69 Prozent). In Japan wird dieser Trend am Flughafen Haneda sichtbar: Ab Mai starten JAL Ground Service und GMO AI & Robotics einen dreijährigen Test mit humanoiden Robotern von Unitree und UBTECH. Sie übernehmen das Bewegen von Frachtcontainern – Aufgaben, die traditionell von Bodenpersonal erledigt werden, das zunehmend knapp ist.
Die Transformation durch Physical AI läutet eine neue Ära in der Industrie ein, in der Roboter zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen. Wer von diesem technologischen Fortschritt profitieren möchte, findet in diesem Spezialreport die wichtigsten Fakten zum Tech-Comeback. Exklusiven Tech-Report kostenlos herunterladen
Open Source und der Weg in private Haushalte
Die Robotikbranche bewegt sich hin zu dezentraleren, quelloffenen Entwicklungsmodellen. Gestern veröffentlichte das singapurische Menlo Research den humanoiden Roboter Asimov v1 als Open Source – CAD-Dateien und Simulationsmodelle sind öffentlich zugänglich. DIY-Bausätze des 1,2 Meter großen Roboters sollen bis Ende des Sommers 2026 ausgeliefert werden.
Mit der technologischen Reife ziehen die Systeme von gewerblichen in private Räume. X Square Robot, unterstützt von Alibaba und ByteDance, stellte kürzlich sein Wall-B-Modell vor. Das Unternehmen erwartet die ersten Auslieferungen an Privathaushalte innerhalb von 35 Tagen. Das chinesische Startup Robotera hat über 180 Millionen Euro eingesammelt und beginnt im zweiten Quartal 2026 mit der Massenauslieferung eigener Logistikroboter – ein klares Signal für den Wettlauf um die letzte Meile der autonomen Zustellung.
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