Sex, Pistols

Sex Pistols: Comeback-Alarm oder letzter Aufstand?

21.02.2026 - 22:12:56 | ad-hoc-news.de

Sex Pistols wieder überall im Gespräch – was läuft da gerade wirklich, und wie stehen die Chancen auf Deutschland-Gigs?

Plötzlich tauchen die Sex Pistols wieder in Feeds, Playlists und Dokus auf – und die Frage knallt wie ein Gitarrenfeedback in die Timeline: Kommt da noch mal was richtig Großes? Neue Shows? Ein letzter großer Aufstand? Oder bleibt es bei Nostalgie und Streaming-Zahlen? Während ältere Punks ihre alten Kutten aus dem Schrank zerren, entdecken Gen Z und Millennials die Band teilweise zum ersten Mal so richtig. Wer tiefer einsteigen will, landet früher oder später auf der offiziellen Seite der Band:

Offizielle Sex-Pistols-Seite: News, Merch & mehr

Auch wenn die ganz großen Schlagzeilen in den letzten Wochen eher um Biopics, Dokus und die ewige Streitfrage "Was ist noch Punk?" kreisen: Die Sex Pistols sind 2026 wieder Thema – und das nicht nur in UK, sondern definitiv auch in Deutschland.

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Fakt ist: Eine offiziell bestätigte, große Sex-Pistols-Welttour 2026 gibt es Stand jetzt nicht. Die Band war immer mehr ein Mythos als ein klassischer Touring-Act – kurze Ursprungslaufbahn, legendäre Shows, explodierte interner Druck. Aber: In den letzten Jahren hat sich das Interesse um die Band deutlich hochgeschraubt, vor allem durch Serien, Bücher und Jubiläen.

Spätestens seit der Serienadaption von Steve Jones’ Autobiografie ("Lonely Boy") ist klar: Die Geschichte der Pistols fasziniert eine neue Generation. Streaming-Zahlen rund um "Anarchy in the U.K." und "God Save the Queen" haben nach bekannten TV-Ausstrahlungen teils steil nach oben gezeigt – Plattformen berichten regelmäßig, dass Punk-Playlists danach spürbar mehr Aufrufe bekommen. Genau solche Wellen lassen Managements hellhörig werden.

Außerdem: Viele Labels setzen aktuell massiv auf Reissues und "Super Deluxe"-Boxen klassischer Alben. Bei den Sex Pistols ist das Album-Output zwar überschaubar, aber umso ikonischer: jede noch so kleine Variation lässt sich als Sammlerstück vermarkten. In Fangruppen auf Facebook und Reddit kursieren seit Monaten Hinweise auf mögliche Neuauflagen mit bisher unveröffentlichten Live-Mitschnitten aus den späten 70ern. Offiziell bestätigt ist nichts, aber die Gerüchte reißen nicht ab.

Spannend für deutsche Fans: Immer wenn ein großes Jubiläum ansteht – etwa 50 Jahre "Never Mind the Bollocks" – steigen die Chancen, dass Sonderkonzerte in Europa stattfinden. Industrie-Insider spekulieren, dass sich dafür vor allem ikonische Hallen wie die Londoner Brixton Academy oder in Deutschland die Berliner Columbiahalle oder das Docks in Hamburg anbieten würden. In Foren werden genau diese Venues in Fan-Wunschlisten genannt.

Dazu kommt, dass andere Punk- und Alternative-Acts aus der Ära gerade Reunion-Touren fahren und teilweise in Arenen wie der Lanxess Arena Köln oder der Barclays Arena Hamburg stehen. Das zeigt: Das Publikum für legendäre 70er-Acts ist da – und es ist bereit, Geld auszugeben. Sollte das Pistols-Camp also entscheiden, noch einmal eine Reihe Shows aufzusetzen, wären einige ausgewählte Europa-Daten mit 1–2 Terminen in Deutschland absolut realistisch.

Ein weiterer Punkt: In Interviews wird regelmäßig betont, wie angespannt das Verhältnis zwischen den einzelnen (Ex-)Mitgliedern ist. Gerade deswegen beobachten Fans genau, wenn jemand weichere Töne anschlägt. Sobald in UK-Medien Sätze fallen wie "Man schließt nichts aus" oder "Für etwas Besonderes könnte man sich zusammenraufen", steigen auf Social Media binnen Minuten die Erwartungen. Die Pistols funktionieren seit jeher über Konflikt, Chaos und Knall-Effekte – selbst ein öffentlich ausgetragener Streit kann ein Indikator sein, dass hinter den Kulissen etwas brodelt.

Für dich in Deutschland heißt das: Auch ohne offizielle Tour-Ankündigung ist gerade der ideale Zeitpunkt, um die Antennen auszufahren. Newsletter der Venues abonnieren, der Band auf allen Kanälen folgen, Ticketanbieter watchen – denn falls etwas kommt, wird es schnell gehen und noch schneller ausverkauft sein.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Eine Sex-Pistols-Show ist kein entspannter Nostalgieabend, sondern eher ein kontrolliertes Chaos mit Klassikern. Da die Band nur ein offizielles Studioalbum hat, sind die Setlists recht fokussiert – aber genau das macht den Appeal aus. In früheren Reunion-Gigs tauchten regelmäßig Songs wie:

  • "Anarchy in the U.K."
  • "God Save the Queen"
  • "Pretty Vacant"
  • "Holidays in the Sun"
  • "EMI"
  • "Bodies"
  • "No Feelings"
  • "Liar"
  • "Problems"
  • "New York"
  • "Submission"
  • "Seventeen"

Dazu kommen oft Cover wie "No Fun" (Stooges) oder "(I’m Not Your) Steppin’ Stone" – als Verneigung vor Proto-Punk und Garage-Rock, aber immer im rotzigen Pistols-Modus.

Typisch für die Band ist eine komprimierte, harte Dramaturgie: kein 2,5-Stunden-Marathon mit zehn Zugaben, sondern eher 70–90 Minuten voller Aggression, Spott und ironischer Posen. "Anarchy in the U.K." und "God Save the Queen" fungieren fast immer als Peak-Momente, bei denen in der Menge alles eskaliert: Circle Pits, Bierduschen, kollektiv hochgerissene Mittelfinger. Selbst Leute, die sonst eher Hip-Hop hören, gehen bei diesen Hooks automatisch mit – so eingängig sind die Riffs und Refrains.

Soundtechnisch kannst du dich auf knackige Gitarren, laute Drums und wenig Schnickschnack einstellen. Kein riesiges LED-Bombardement, kein pyroüberladener Pop-Zirkus, sondern Fokus auf Band, Songs, Energie. In manchen Reviews früherer Shows wird beschrieben, wie stark Steve Jones’ Gitarrensound nach vorne drückt: dick, dreckig, aber erstaunlich tight. Die Basslinien, ursprünglich von Sid Vicious ikonisiert, werden live meist deutlich präziser gespielt als auf alten Mitschnitten – einfach, weil die Band nicht mehr komplett im Drogennebel steht.

Die Stimmung im Publikum hängt auch stark davon ab, wer da steht. Du hast typischerweise drei Gruppen: alte Punk-Veteranen, die seit 1977 erzählen, sie wären "damals dabei gewesen" (ob das stimmt, weiß niemand); Leute in den 30ern und 40ern, die mit Punkrock-Playlists und Skate-Punk groß geworden sind; und jüngere Fans, die die Pistols über TikTok, Dokus oder ihre Eltern entdeckt haben. Diese Mischung erzeugt eine besondere Energie: Generationen prallen aufeinander, aber beim Refrain schreien alle dieselben Zeilen.

Erwarte keinen steril perfekten Auftritt. Kleinere Patzer, Sprüche, Zwischenrufe gehören zum Konzept. Genau das unterscheidet eine mögliche Pistols-Show von vielen klinisch durchgeplanten Arena-Konzerten. Wenn du mit dem Mindset hingehst, eine "heilige Originalaufnahme" zu hören, wirst du enttäuscht. Wenn du aber Lust auf ein lautes, scharfes, freches Spektakel hast, bei dem Klassikern eher das Maul aufgerissen wird, als ehrfürchtig gehuldigt, dann ist das genau deine Show.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Wer sich auf Reddit, TikTok und in deutschen Punk-Foren umschaut, merkt schnell: Die Spekulationen um die Sex Pistols laufen heiß, auch ohne offizielle Tour-News. Ein paar der typischen Theorien und Themen, die immer wieder auftauchen:

1. "Die kommen safe zum großen Festival X"
Jedes Jahr tauchen Threads auf à la "Sex Pistols als Secret Headliner bei Rock am Ring / Hurricane / Southside?". User posten angebliche Insider-Screenshots, verschwommene Booking-Listen oder "ein Kumpel vom Veranstalter hat gesagt". Bisher hat sich nichts davon bewahrheitet, aber: Dass die Leute diese Gerüchte überhaupt so hart feiern, zeigt, wie groß der Wunsch nach einem Big-Festival-Auftritt ist.

2. Ticket-Preis-Diskussionen
In UK sorgten schon frühere Reunion-Shows für Aufregung, weil die Preise nicht gerade DIY-Kellerkultur waren. Auf TikTok findest du Clips, in denen Leute alte Ticketstubs mit Preisen unter 10 Pfund zeigen – daneben heutige Konzertscreens über 80 Euro. In deutschsprachigen Kommentaren liest man dann Dinge wie: "Punk für 120 Euro, ist das noch Punk?". Viele sagen: Punk ist eine Haltung, kein Preis. Andere argumentieren, dass hohe Ticketpreise genau das System widerspiegeln, das die Pistols einst angegriffen haben – und thematisieren damit wieder Politik, Kapitalismus, Streaming-Einnahmen.

3. KI, Hologramme & "digitale Pistols"
Ein jüngerer Trend: Fans spekulieren, ob wir irgendwann eine Hologramm-Tour der Band sehen, ähnlich wie bei anderen Legenden. Auf TikTok kursieren KI-generierte Vocals und Fake-Kollabos (z.B. "Sex Pistols x Billie Eilish"-Mashups), die so getan werden, als wären sie echte Leaks. In den Kommentaren wird heiß diskutiert, ob so etwas respektlos oder genial wäre. Viele fühlen: Die rohe Unberechenbarkeit der Originalband lässt sich nicht digital reproduzieren.

4. Neues Material oder nie gehörte Demos?
Immer wieder behaupten User, es gäbe noch unveröffentlichte Demo-Tapes in irgendwelchen Labelarchiven. Manchmal werden Bootlegs verlinkt, die "bisher ungehört" sein sollen, am Ende aber bekannte Outtakes sind. Trotzdem hält sich die Theorie, dass vor allem zum Jubiläum von "Never Mind the Bollocks" Raritäten-Boxen mit besser restaurierten Liveaufnahmen und Studiofragmenten erscheinen könnten. Deutsche Sammler-Gruppen sind sich einig: Wenn so eine Box streng limitiert wäre, wäre sie binnen Stunden weg.

5. Politischer Kontext 2026
Auf Social Media taucht immer wieder die Frage auf, wie die Pistols heute politisch einzuordnen wären. In Zeiten von Rechtsruck, Krisen und Social-Media-Shitstorms hätte eine Band, die so offen konfrontativ agiert, wahrscheinlich eine komplett andere Medien-Dynamik als 1977. Manche Fans meinen, die Pistols würden heute "gecancelt"; andere sagen, sie wären die perfekte Band, um politischen Frust zu bündeln. Diese Debatten heizen die Mythosbildung weiter an: Selbst ohne neue Songs werden die alten Texte gegen aktuelle Zustände gelesen.

6. Fan-Fantasie: Allstar-Punk-Abend
Besonders in deutschen Threads liest man Wunsch-Kombos: Sex Pistols zusammen mit Bands wie Die Ärzte, Die Toten Hosen, Slime oder Feine Sahne Fischfilet auf einem gemeinsamen Event. Realistisch? Eher schwierig, allein aus organisatorischen und internen Gründen. Aber interessant ist, wieviel Projektionsfläche die Pistols immer noch bieten – sie fungieren als eine Art Ursprungspunkt, zu dem viele deutschsprachige Punk-Fans ihre Lieblingsbands in Beziehung setzen.

Ob sich all das irgendwann in echten Daten, Tourneen oder Releases niederschlägt, weiß niemand. Aber: Die Diskussionen hören nicht auf. Und solange der Name Sex Pistols in Kommentarspalten regelmäßig explodiert, bleibt der Druck auf Labels, Veranstalter und natürlich die Ex-Mitglieder bestehen, doch noch einmal etwas zu wagen.

Alle Daten auf einen Blick

Auch ohne frisch angekündigte Deutschlandtour lohnt sich ein Blick auf harte Fakten: wichtige Jahreszahlen, Meilensteine und typische Rahmenbedingungen für mögliche Shows.

KategorieInfoRelevanz für Fans in Deutschland
Bandgründung1975 in LondonStartpunkt der ersten großen Punk-Welle, Einfluss bis nach Deutschland
Schlüsselalbum"Never Mind the Bollocks, Here's the Sex Pistols" (1977)Wird live fast komplett gespielt, wenn Konzerte stattfinden
Legendäre Singles"Anarchy in the U.K.", "God Save the Queen", "Pretty Vacant", "Holidays in the Sun"Safe-Banker für jede mögliche Setlist
Typische Showlängeca. 70–90 MinutenKonzentrierter Abriss statt epischer Marathon
Historische Europa-GigsVereinzelt Festival- und Hallenshows in UK & Europa bei Reunion-PhasenAnhaltspunkt: Falls wieder was kommt, eher ausgewählte Termine statt langer Tour
Mögliche Deutschland-Venues (spekulativ)Berlin (Columbiahalle), Hamburg (Docks), Köln (Palladium), München (Zenith)Größe passend zum Mythos, aber noch nah genug an Club-Feeling
Geschätzte Ticketpreisspanneca. 70–130 Euro (je nach Venue & Produktion)Heiß diskutiert in der Fanbase: Punk vs. Kommerz
Offizielle Websitesexpistolsofficial.comErste Anlaufstelle für bestätigte Infos und offizielle Merch-Releases
Streaming-StatusKlassiker millionenfach gestreamt, Peaks nach Dokus & SerienZeigt, wie präsent die Band für Gen Z & Millennials geworden ist
Jubiläumsfaktorrund um 50 Jahre "Never Mind the Bollocks"Heißeste Phase für mögliche Sonderaktionen, Reissues, Einmal-Shows

Häufige Fragen zu Sex Pistols

Rund um die Sex Pistols tauchen im Netz immer wieder ähnliche Fragen auf. Hier die ausführlichen Antworten, damit du bei jeder Diskussion safe mitreden kannst.

1. Wer sind die Sex Pistols überhaupt – und warum sind sie so wichtig?
Die Sex Pistols wurden 1975 in London gegründet und gelten als eine der entscheidenden Bands der ersten Punkwelle. Ursprüngliche Kernfiguren: Sänger Johnny Rotten (John Lydon), Gitarrist Steve Jones, Bassist Glen Matlock (später ersetzt durch Sid Vicious) und Drummer Paul Cook. Sie hatten nur ein Studioalbum, aber das schlug ein wie eine Bombe: "Never Mind the Bollocks, Here's the Sex Pistols" definierte für viele, wie Punk zu klingen und zu wirken hat – roh, wütend, anti-establishment.

Wichtig ist nicht nur der Sound, sondern auch die Haltung: Die Band attackierte Monarchie, Medien, Plattenfirmen und gesellschaftliche Heuchelei. Viele Regeln des Musikbusiness – Dresscode, Auftreten, Interviews – wurden bewusst gebrochen. Das beeinflusste nicht nur andere Punkbands, sondern auch späteren Alternative Rock, Grunge und sogar Popstars, die auf Provokation setzen. Kurz gesagt: Ohne Sex Pistols sähe die Popkultur heute ziemlich anders aus.

2. Gibt es die Sex Pistols heute noch als aktive Band?
Im klassischen Sinn: eher nicht. Es gab immer wieder Reunion-Phasen, in denen die Band Shows und Tourneen spielte, aber keine kontinuierliche Aktivität wie bei normalen Bands. Die Mitglieder haben eigene Wege eingeschlagen – teils mit anderen Musikprojekten, teils eher abseits von Bühnen. Wenn man heute von "Sex Pistols" spricht, meint man häufig einen Mythos, eine Marke, ein Kapitel Musikgeschichte. Trotzdem ist der Name so stark, dass schon ein einzelnes Ankündigungsposter für ein Sonderkonzert einen riesigen Hype auslösen würde.

3. Wie stehen die Chancen, dass die Sex Pistols noch einmal in Deutschland auftreten?
Garantien gibt es keine – zumal bei dieser Band nie etwas wirklich planbar war. Trotzdem lässt sich einschätzen: Immer wenn ein großes Jubiläum ansteht oder eine neue Doku bzw. Serie erfolgreich läuft, steigen die Wahrscheinlichkeiten für ausgewählte Live-Aktivitäten. Deutschland ist durch seine starke Festival- und Hallenszene ein logisches Ziel, falls Europa-Gigs auf den Tisch kommen.

Realistisch wäre eher eine kleinere Reihe von Special-Shows als eine monatelange Tour. Denkbar wären 1–2 Termine in Deutschland, eingebettet in eine Handvoll europaweiter Daten. Wer dabei sein will, sollte Newsletter von großen Venues und Ticketportalen im Blick behalten – und sich darauf einstellen, dass Tickets schnell weg sind und kein zweiter Termin garantiert ist.

4. Was unterscheidet ein Sex-Pistols-Konzert von anderen Punkshows?
Zum einen natürlich der historische Faktor: Du stehst vor einer Band, deren Songs vor Jahrzehnten eine komplette Subkultur mitgeprägt haben. Diese Aura bringt kein noch so guter Newcomer mit. Zum anderen ist da die Spannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Die Songs sind alt, aber die Themen – Wut auf Politik, Medienkritik, soziale Spaltung – fühlen sich 2026 immer noch aktuell an.

Musikalisch darfst du keinen hypermodernen High-End-Sound erwarten, aber sehr wohl eine dichte, druckvolle Wand aus Gitarren und Drums. Viel wichtiger ist allerdings das Gefühl im Raum: Die Leute schreien jede Zeile, pogen, lachen über zynische Ansagen, ärgern sich über provokante Sprüche – es ist ein Abend, bei dem Emotionen wichtiger sind als Perfektion. Wenn du reinen Technik-Fetisch suchst, bist du bei anderen Acts besser aufgehoben. Wenn du ein einmaliges Kapitel Musikgeschichte live fühlen willst, bist du hier richtig.

5. Was sollten Gen Z- und Millennial-Fans vorher hören, um vorbereitet zu sein?
Wenn du neu bei den Pistols bist, fang mit den Essentials an:

  • Das komplette Album "Never Mind the Bollocks" einmal am Stück durchhören
  • Besonders die Tracks "Anarchy in the U.K.", "God Save the Queen", "Pretty Vacant", "Holidays in the Sun"
  • Ein paar Live-Mitschnitte auf YouTube checken, um ein Gefühl für die Attitüde zu bekommen

Danach lohnt es sich, in andere Punk- und Post-Punk-Bands reinzuhören, die ohne die Pistols vielleicht nie so groß geworden wären – von The Clash und Buzzcocks bis hin zu deutschen Bands wie Die Ärzte oder Die Toten Hosen, die den Geist übernommen und lokal weitergetragen haben. So verstehst du besser, woher vieles kommt, was dir heute in Playlists begegnet.

6. Wie politisch sind die Sex Pistols wirklich?
Die Band hat sich nie als klassische "Programmband" mit Wahlkampf-Flyer verstanden, sondern eher als Sprengsatz gegen alles, was verlogen wirkt. Lieder wie "God Save the Queen" haben die britische Monarchie nicht im Detail analysiert, sondern frontal angegriffen und damit ein Gefühl von Ohnmacht und Wut kanalisiert, das viele Jugendliche damals kannten. Heute werden die Texte unterschiedlich gelesen – manche sehen darin eine frühe Form von Antisystem-Protest, andere eher eine nihilistische "Alles ist Mist"-Haltung.

Wichtig ist: Die Pistols haben eine Diskussion erzwungen. Radiostationen weigerten sich, die Songs zu spielen, Plattenläden boykottierten Releases, Politiker empörten sich – und genau deswegen fühlen sich die Songs bis heute gefährlich an. Wie man das politisch bewertet, hängt stark von der eigenen Position ab. Klar ist aber: Unpolitisch waren sie nie, auch wenn sie selbst das manchmal ironisch abgetan haben.

7. Lohnt es sich 2026 überhaupt noch, die Sex Pistols live zu sehen?
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, was du suchst. Wenn du hoffen würdest, eine Zeitmaschine in die 70er zu betreten, wirst du zwangsläufig enttäuscht – die Welt hat sich verändert, die Bandmitglieder auch. Wenn du aber eine lebende Legende erleben willst, deren Songs immer noch an heutigen Zuständen kratzen, kann ein Pistols-Konzert 2026 ein Moment sein, den du nie vergisst.

Es ist ein bisschen wie bei ikonischen Hip-Hop- oder Rock-Acts: Du gehst nicht hin, um die "tighteste Performance aller Zeiten" zu bekommen, sondern um Geschichte präsent zu spüren. Für viele Fans – gerade in Deutschland, wo die Originalära damals weit weg war – wäre schon ein einziger Abend mit "Anarchy in the U.K." live ein Haken auf der lebenslangen Konzert-Bucketlist.


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