ServiceNow, Aktie

ServiceNow Aktie: Paradoxer Absturz

04.02.2026 - 04:00:38

Der Softwarekonzern übertrifft Quartalserwartungen und hebt Prognosen an, doch die Aktie notiert auf einem Jahrestief. Analysten sehen in der Diskrepanz eine Kaufgelegenheit.

ServiceNow liefert starke Zahlen, doch der Aktienkurs kennt nur eine Richtung: abwärts. Obwohl der Software-Konzern im vierten Quartal die Erwartungen übertraf und die Prognosen anhob, notiert das Papier Anfang Februar auf einem neuen 52-Wochen-Tief. Anleger stellen sich angesichts des massiven Kursverfalls die bange Frage: Übernimmt die künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell oder treibt sie es an?

Ausverkauf trotz Rekordzahlen

Die Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und Börsenkurs könnte kaum größer sein. Trotz solider Fundamentaldaten steht die Aktie unter erheblichem Verkaufsdruck und hat rund 40 Prozent ihres Wertes gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 211,48 US-Dollar eingebüßt. Marktbeobachter sehen die Ursache in der tiefsitzenden Sorge, dass der KI-Boom das traditionelle Software-as-a-Service-Modell (SaaS) disruptieren könnte.

Dabei lieferte das Unternehmen am 28. Januar Quartalsergebnisse, die diese Ängste eigentlich entkräften sollten:
* Umsatz: Anstieg um 20,5 Prozent auf 3,57 Milliarden US-Dollar (über Konsens).
* Gewinn: Das bereinigte Ergebnis pro Aktie lag mit 0,92 US-Dollar klar über den Erwartungen der Analysten (0,88 US-Dollar).
* Cashflow: Die Free-Cashflow-Marge sprang auf beeindruckende 57 Prozent.

KI als Wachstumsmotor

Entgegen der Marktskepsis scheint die KI-Strategie des Managements zu greifen. CEO Bill McDermott positioniert das Unternehmen als „Kontrollturm für künstliche Intelligenz“. Die KI-gestützte Produktreihe „Now Assist“ erreichte bereits ein jährliches Vertragsvolumen von 600 Millionen US-Dollar. Das Management projiziert, dass dieser Wert bis Ende 2026 die Marke von einer Milliarde US-Dollar durchbrechen wird.

Auch der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 deutet auf weiteres Wachstum hin. ServiceNow rechnet mit einem Umsatzplus bei den Abonnements von bis zu 20 Prozent auf rund 15,57 Milliarden US-Dollar. Um das Vertrauen der Anleger zu stärken und die als niedrig empfundene Bewertung zu nutzen, genehmigte der Vorstand zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von fünf Milliarden US-Dollar.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?

Analysten sehen Kaufgelegenheit

Die Experten reagieren gelassen auf den Kursrutsch und werten die aktuelle Bewertung teilweise als Chance. Bernstein behielt das Rating „Outperform“ bei und sieht mit einem Kursziel von 219 US-Dollar erhebliches Aufwärtspotenzial für den „Large Cap Growth“-Titel. Auch Stifel rät weiterhin zum Kauf, senkte jedoch das Kursziel von 200 auf 180 US-Dollar, da das Quartal weitgehend den Erwartungen entsprochen habe.

CFO Gina Mastantuono trat zudem Befürchtungen entgegen, dass die jüngsten Übernahmen von Armis und Veza eine Abkehr vom organischen Wachstum seien. Sie bezeichnete die Zukäufe vielmehr als Beschleuniger der bestehenden Strategie.

Der Markt ignoriert derzeit die soliden Fundamentaldaten zugunsten makroökonomischer Sektorsorgen. Ob die massiven Aktienrückkäufe und die KI-Umsätze den Kurs stabilisieren können, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die nächste konkrete Bestandsaufnahme zur Geschäftsentwicklung folgt mit den Quartalszahlen, die voraussichtlich am 22. April 2026 veröffentlicht werden.

Anzeige

ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 4. Februar liefert die Antwort:

Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




@ boerse-global.de | US81762P1021 SERVICENOW