ServiceNow, Aktie

ServiceNow Aktie: KI-Paradox belastet

16.03.2026 - 05:14:55 | boerse-global.de

ServiceNow übertrifft Erwartungen mit Umsatz und Cashflow, doch die Aktie leidet unter Unsicherheit über die langfristige KI-Wettbewerbsposition gegenüber Microsoft.

ServiceNow Aktie: KI-Paradox belastet - Foto: über boerse-global.de
ServiceNow Aktie: KI-Paradox belastet - Foto: über boerse-global.de

ServiceNow-CEO Bill McDermott warnte Mitte März öffentlich davor, dass KI-Agenten die Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen auf über 30 Prozent treiben könnte — und präsentierte im selben Atemzug die eigene Plattform als Treiber dieser Entwicklung. Das Unternehmen ist damit gleichzeitig Profiteur und Mitverursacher eines strukturellen Wandels, der Investoren zunehmend verunsichert.

Starke Zahlen, schwacher Kurs

Trotz solider Geschäftszahlen steht die Aktie unter erheblichem Druck. Seit Jahresbeginn hat sie rund 25 Prozent verloren — ein Rückgang, der weniger mit der operativen Leistung als mit der Unsicherheit über die langfristige Wettbewerbsposition zu tun hat.

Die Q4-Ergebnisse für 2025 übertrafen die Erwartungen: Der Umsatz lag bei 3,57 Milliarden Dollar, der freie Cashflow stieg um 34 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar, und die Subscription-Umsätze wuchsen um 19,5 Prozent im Jahresvergleich. Zusätzlich kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar an. Für 2026 erwartet ServiceNow Subscription-Erlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar bei einer operativen Marge von 32 Prozent.

Der Markt reagierte dennoch skeptisch. Jefferies stufte die Aktie zwar weiterhin positiv ein und bezeichnete die Kursverluste als übertrieben, doch nervöse Anleger nutzen selbst moderate Kurszielkorrekturen als Verkaufssignal.

Partnerschaften sollen Reichweite ausbauen

ServiceNow versucht, seine Position durch strategische Partnerschaften zu festigen. Mit Visa wurde eine KI-gestützte Plattform zur automatisierten Abwicklung von Zahlungsstreitigkeiten gestartet. Im Gesundheitsbereich kooperiert das Unternehmen mit Aiva Health, um sprachgesteuerte KI-Workflows direkt am Patientenbett einzuführen. Die Zusammenarbeit mit Anthropic soll Claude-Modelle tief in die eigene Plattform integrieren.

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Das Partnernetzwerk umfasst inzwischen mehr als 2.700 Unternehmen weltweit. Der erste vollständig KI-gestützte IT-Service-Desk-Spezialist soll im zweiten Quartal 2026 allgemein verfügbar werden — interne Tests zeigen, dass er über 90 Prozent der IT-Anfragen eigenständig bearbeitet und Fälle 99 Prozent schneller löst als bisher.

Der eigentliche Konflikt

Das zentrale Investorenproblem ist ein anderes: Kann ServiceNows KI-Upsell-Zyklus mit dem Preisdruck durch Microsofts gebündeltes M365-KI-Angebot mithalten? Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen stiegen zwar um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden Dollar — ein Zeichen für eine gut gefüllte Pipeline. Mit den Q1-Zahlen 2026 wird sich zeigen, ob dieses Wachstum auch in erneuertes Anlegervertrauen übersetzt werden kann.

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