Securitas AB, SE0000163594

Securitas AB Aktie: Was der stille Sicherheitsriese für DACH-Anleger jetzt spannend macht

27.02.2026 - 08:34:40 | ad-hoc-news.de

Securitas AB restrukturiert, baut Tech-Sparte aus und bleibt im Schatten der großen Blue Chips. Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz könnte genau das zur Chance werden – wenn man die Risiken kennt.

Bottom Line zuerst: Die Securitas AB Aktie ist kein Hype-Wert, sondern ein globaler Sicherheitskonzern im Umbau hin zu mehr Technologie, höheren Margen und wiederkehrenden Service-Erlösen. Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist das spannend, weil Sicherheitsdienste in Europa strukturell wachsen und Securitas im SDAX-ähnlichen Segment der soliden, aber wenig beachteten Titel spielt.

Wenn Sie in Deutschland, Österreich oder der Schweiz investieren, ist Securitas ein typischer Kandidat für das Langfrist-Depot: moderates Wachstum, planbare Cashflows, aber auch Zyklik im Konjunkturabschwung. Was Sie jetzt wissen müssen, bevor Sie die Aktie anfassen: Wie steht das Unternehmen aktuell da, wie bewerten Analysten die Aktie, und wo liegen die Chancen und Fallstricke speziell für DACH-Anleger?

Wichtig: Alle Kursangaben und Kennzahlen im Folgenden stammen aus aktuellen Finanzportalen wie Reuters, Bloomberg, Nasdaq Stockholm, MarketScreener oder Finanzen.net und wurden quergeprüft. Konkrete Realtime-Kurse werden bewusst nicht genannt, da sie sich fortlaufend ändern.

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Analyse: Die Hintergründe

Securitas AB mit Sitz in Stockholm gehört zu den weltweit größten privaten Sicherheitsdienstleistern. Das Geschäftsmodell umfasst klassische Bewachung, Sicherheitslösungen, Alarm- und Überwachungstechnik sowie zunehmend digitale Services wie Fernüberwachung und datengestützte Sicherheitskonzepte.

Für Anleger im DACH-Raum ist wichtig: Securitas ist zwar ein schwedischer Titel, aber klar europäisch geprägt. Ein relevanter Teil der Umsätze wird in der EU erwirtschaftet, unter anderem auch in Deutschland, wo Sicherheitsdienste durch strengere Auflagen, Wachstum im Logistik- und E-Commerce-Bereich sowie erhöhte Sicherheitsbedürfnisse im öffentlichen Raum gefragt sind.

Der Konzern befindet sich seit einigen Jahren in einem strategischen Umbau. Ziel ist es, sich weg von der reinen "Stundenschreiberei" im Personaleinsatz hin zu margenstärkeren, technologiegetriebenen Sicherheitslösungen zu entwickeln. Für Investoren bedeutet das potenziell: höhere Profitabilität, aber zunächst auch höhere Investitionen und Einmalkosten.

Strukturelle Treiber, die speziell DACH-Anleger beachten sollten:

  • Wachsende Sicherheitsanforderungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz etwa bei kritischer Infrastruktur, Flughäfen, Bahn, Energie und Logistik.
  • Regulatorik: In Deutschland sind Sicherheitsdienste im Bewachungsgewerbe streng reguliert (BewachV, Gewerbeordnung). Für große, organisierte Anbieter wie Securitas kann dies ein Wettbewerbsvorteil gegenüber Kleinanbietern sein.
  • Arbeitskosten: Steigende Löhne durch Tarifabschlüsse im Sicherheitsgewerbe in Deutschland drücken kurzfristig auf Margen, zwingen aber auch zu professionellerer Preissetzung und Konsolidierung.
  • Technologieeinsatz: Videoanalyse, Sensorik, Zutrittskontrolle und KI-gestützte Überwachungssysteme gewinnen an Bedeutung. Das passt zu der von Securitas verfolgten Strategie, Personaleinsatz durch Technik zu ergänzen.

Für die Bewertung der Aktie gilt: Securitas wird häufig im Vergleich zu anderen europäischen Sicherheits- und Serviceunternehmen wie G4S (bzw. dessen Nachfolgegesellschaften) oder privaten FM-Dienstleistern gesehen. Die Multiples liegen traditionell im moderaten Bereich, mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen und EV/EBITDA-Bewertungen, die eher auf Value als auf High-Growth hindeuten.

Aktuelle Geschäftslage

Die jüngsten Quartals- und Jahresberichte zeigen: Securitas wächst organisch moderat, profitiert von Preiserhöhungen und dem Ausbau von Technologie- und Lösungsangeboten, kämpft aber zugleich mit Kosteninflation und der Integration früherer Zukäufe, etwa im Bereich elektronische Sicherheit.

Die Margenentwicklung ist für Investoren entscheidend. Das Management hat sich ambitionierte Ziele für eine höhere operative Marge gesetzt, insbesondere durch:

  • mehr Technologie- und Lösungsanteil an den Umsätzen,
  • Portfolio-Bereinigung weniger profitabler Verträge,
  • Digitalisierung von Prozessen (z.B. Einsatzplanung, Reporting, Remote Monitoring).

Genau hier entscheidet sich, ob Securitas an der Börse eher wie ein klassischer Low-Margin-Dienstleister oder wie ein technologisch aufgewerteter Security-Player bewertet wird.

Besonderheiten für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Obwohl die Securitas Aktie primär an der Nasdaq Stockholm notiert, ist sie für Investoren im DACH-Raum relativ einfach zugänglich. In Deutschland kann sie über Xetra oder außerbörsliche Plattformen in der Regel als Auslandsaktie gehandelt werden. Viele Online-Broker in Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten den direkten Zugang zum Heimatmarkt in Stockholm, häufig zu geringen Gebühren.

Zu beachten sind jedoch einige praktische Punkte:

  • Währung: Die Aktie notiert in Schwedischen Kronen (SEK). DACH-Anleger tragen daher ein zusätzliches Währungsrisiko gegenüber dem Euro und dem Schweizer Franken. Eine Aufwertung oder Abwertung der Krone relativ zum Euro beeinflusst die in heimischer Währung gemessene Rendite.
  • Steuern: Schweden erhebt keine klassische Quellensteuer auf Dividenden wie etwa die Schweiz, aber für DACH-Investoren gelten dennoch die jeweiligen nationalen Steuerregeln auf Dividendenerträge und Kursgewinne. In Deutschland etwa greift die Abgeltungsteuer, in Österreich die KESt, in der Schweiz die Vermögenssteuer auf Depotwerte und Einkommenssteuer auf Erträge.
  • Handelszeiten: Nasdaq Stockholm ist nur zu skandinavischen Handelszeiten geöffnet, die sich aber weitgehend mit Xetra überlappen. Für Daytrading-orientierte Anleger ist das relevant, für Langfristinvestoren eher weniger.

Für Privatanleger im DACH-Raum, die ihr Depot geografisch diversifizieren möchten, fügt sich Securitas oft als stabiler, defensiver Baustein in ein europäisches Aktienportfolio ein, vergleichbar mit Versorgern oder Basisdienstleistern, allerdings mit etwas höherer Konjunkturabhängigkeit.

Makro-Kontext: Wie passt Securitas in die DAX- und Euro-Landschaft?

Die Performance von Securitas korreliert zwar nicht 1:1 mit dem DAX, aber die Aktie reagiert auf denselben makroökonomischen Newsflow: Zinsentscheidungen der EZB, Konjunkturaussichten in der Eurozone, Arbeitsmarkttrends und Inflationsdaten.

Besonders relevant:

  • Zinsen: Steigende Zinsen belasten typischerweise Bewertungsmultiples defensiver Dividendenwerte. Securitas ist mit einem soliden, aber nicht spektakulären Wachstum hier keine Ausnahme.
  • Konjunktur: In Rezessionen werden Sicherheitsbudgets von Unternehmen zwar selten zuerst gestrichen, doch Projektvolumen und Neuinstallationen im Tech-Sektor können leiden. Gleichzeitig nimmt aber der Fokus auf Sicherheitsrisiken oft zu, was bestehende Verträge stabilisiert.
  • Lohninflation: In Deutschland und anderen europäischen Märkten führen höhere Mindestlöhne und Tarifabschlüsse zu Kostensteigerungen. Die Fähigkeit von Securitas, diese über Preisanpassungen an Kunden weiterzugeben, ist ein zentraler Hebel für die Margen.

Dividendenpolitik und Attraktivität für Einkommensanleger

Securitas hat eine Tradition regelmäßiger Dividendenzahlungen. Die Dividendenrendite schwankt mit dem Kursverlauf, lag in den vergangenen Jahren jedoch häufig im Bereich, der für einkommensorientierte Anleger attraktiv ist, ohne in die extrem hohen, potenziell riskanten Renditebereiche abzudriften.

Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Dividende insbesondere dann interessant, wenn sie langfristig auf stabile Cashflows setzen. Da sich die Dividende in SEK bewegt, kommt allerdings wieder das Währungsrisiko ins Spiel. Eine schwächere Krone kann die in Euro oder Franken umgerechnete Rendite schmälern, eine stärkere Krone sie dagegen erhöhen.

Risiken, die DACH-Anleger kennen sollten

  • Kostendruck im Personalgeschäft: Ein Großteil der Securitas-Mitarbeiter arbeitet in eher niedrig bezahlten, arbeitsintensiven Bereichen. Schon kleine Lohnanstiege auf breiter Front können die Profitabilität belasten, wenn sie nicht zeitnah an Kunden weitergereicht werden.
  • Fachkräftemangel: Im deutschsprachigen Raum ist es zunehmend schwierig, zuverlässige Sicherheitskräfte zu finden. Dies kann zu Überstundenzuschlägen, höheren Löhnen und im schlimmsten Fall nicht erfüllbaren Verträgen führen.
  • Reputations- und Haftungsrisiken: Sicherheitsdienstleister stehen besonders im Fokus, wenn irgendwo etwas schiefgeht, etwa bei Großveranstaltungen, Flughäfen oder kritischer Infrastruktur. Einzelne Vorfälle können kurzfristig zu Kursreaktionen führen.
  • Technologischer Wandel: Der Trend weg von reiner personeller Bewachung hin zu technischen Lösungen spielt Securitas grundsätzlich in die Karten, erfordert aber hohe Investitionen und birgt die Gefahr, im Wettbewerb mit spezialisierten Tech-Firmen an den profitabelsten Stellen vorbeizuarbeiten.

Chancen aus Sicht langfristiger DACH-Investoren

  • Strukturelles Wachstum im Sicherheitsmarkt, getrieben durch Urbanisierung, Digitalisierung, geopolitische Spannungen und zunehmende Regulierung, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
  • Skaleneffekte eines global tätigen Konzerns, der seine Erfahrungen aus vielen Märkten in integrierte Sicherheitskonzepte einbringt.
  • Mögliche Neubewertung, falls es Securitas gelingt, den Anteil technologiegetriebener Umsätze deutlich zu steigern und die operative Marge nachhaltig zu verbessern.
  • Attraktive Einstiegsphasen, wenn der Markt kurzfristig auf Konjunktursorgen oder einzelne Quartalszahlen überreagiert, was Value-orientierten Anlegern Gelegenheiten bieten kann.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Aktuelle Analystenkommentare zu Securitas AB zeigen ein gemischtes, aber insgesamt leicht positives Bild. Große Häuser und Research-Anbieter bewerten die Aktie häufig mit Einstufungen im Spektrum von "Halten" bis "Kaufen", teils mit moderatem Aufwärtspotenzial gegenüber den zuletzt gehandelten Kursen.

Die Begründungen ähneln sich: Analysten sehen in Securitas einen soliden, defensiven Wert mit positiven Impulsen durch die strategische Ausrichtung auf Technologie und höhermargige Lösungen. Gleichzeitig wird auf die anhaltenden Herausforderungen im Personalgeschäft hingewiesen und darauf, dass die volle Wirkung der Strategie erst in den kommenden Jahren sichtbar wird.

Typische Argumente der Analysten:

  • Pro Kauf bzw. Übergewichten: stabile Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen, Fortschritte bei der Margenverbesserung, attraktive Bewertung im Branchenvergleich, verlässliche Dividende.
  • Pro Halten: begrenztes kurzfristiges Kurspotenzial, bis die Strategie klarer in den Zahlen sichtbar ist, Unsicherheit durch Lohninflation und Konjunkturabkühlung.
  • Risikoargumente: mögliche Verzögerungen bei der Integration von Zukäufen, Investitionsbedarf in Technologie, potenzielle Margenkompression bei stärkeren Lohnschüben.

Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet das: Securitas ist kein typischer "Tenbagger"-Kandidat, sondern eher ein Qualitätswert, den man nach sorgfältiger Analyse der eigenen Risikobereitschaft beimischt. Insbesondere in gemischten Portfolios mit Wachstums- und Dividendenwerten kann die Aktie als defensiver Baustein dienen.

Fazit für DACH-Anleger

Die Securitas AB Aktie ist ein klassischer Fall für nüchterne Analyse statt emotionale Hypes. Wer im deutschsprachigen Raum gezielt nach stabilen, internationalen Titeln mit soliden Cashflows und moderatem Wachstum sucht, findet hier eine interessante Option, muss aber das Währungsrisiko und den Strukturwandel im Geschäftsmodell im Blick behalten.

Ob ein Einstieg sinnvoll ist, hängt von Ihrer persönlichen Strategie ab: Suchen Sie Wachstumsstories, ist Securitas eher zweite Wahl. Suchen Sie dagegen relativ defensive, serviceorientierte Geschäftsmodelle mit Technologie-Fantasie, könnte der Sicherheitskonzern einen genaueren Blick wert sein.

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