Seagate: Insider verkaufen für 88 Millionen
24.05.2026 - 22:57:55 | boerse-global.deKünstliche Intelligenz treibt den Bedarf an Speicherplatz in neue Dimensionen – und die Papiere von Seagate Technology gleich mit. Auf Jahressicht steht ein massives Kursplus von über 620 Prozent auf dem Zettel. Während Großinvestoren weiter zugreifen, nutzen Führungskräfte des Unternehmens das Rekordniveau für einen diskreten Ausstieg.
Analysten uneins über fairen Wert
Am Freitag ging die Aktie bei 698 Euro aus dem Handel und notiert damit nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Die rasante Kletterpartie spaltet die Experten. Das durchschnittliche Kursziel der Wall Street liegt mittlerweile unter dem aktuellen Marktwert.
Die Spanne der Prognosen fällt extrem weit aus. Optimisten wie Loop Capital rufen Kursziele von bis zu 1.140 US-Dollar auf. Skeptiker wie die UBS taxieren den fairen Wert auf lediglich 545 Dollar und warnen vor einer Überbewertung.
Großinvestoren kaufen, Insider verkaufen
Institutionelle Anleger lassen sich von der Skepsis nicht beirren. Sie kontrollieren inzwischen fast 93 Prozent der ausstehenden Aktien. Allein die Swedbank stockte ihre Position im vierten Quartal massiv auf und hält nun Papiere im Wert von über 116 Millionen Dollar.
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Auf der Führungsetage zeigt sich ein anderes Bild. In den vergangenen drei Monaten stießen Insider Aktien im Gegenwert von rund 88 Millionen Dollar ab. CEO Dave Mosley trennte sich im Rahmen eines festgelegten Handelsplans von 30.000 Anteilscheinen. Auch Vizepräsident Ban Seng Teh reduzierte sein Portfolio.
KI-Boom treibt das operative Geschäft
Fundamental stützt der Rollout der neuen HAMR-Festplatten das Wachstum. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 3,11 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 4,10 Dollar die Erwartungen der Analysten deutlich.
Für das anstehende vierte Quartal peilt das Management einen Gewinn zwischen 4,80 und 5,20 Dollar je Aktie an. Treiber bleibt der immense Speicherbedarf für KI-Workflows in Rechenzentren. Das neue Exos-System, das 3,2 Petabyte Speicherplatz in einem einzigen Gehäuse bündelt, zielt genau auf diesen Markt ab.
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