Scottish, Mortgage

Scottish Mortgage: Dividende steigt auf 4,57 Pence

29.05.2026 - 01:56:52 | boerse-global.de

Scottish Mortgage Investment erhöht Dividende um 4,3 Prozent und senkt Verschuldungsgrad. Kosten bleiben mit 0,33 Prozent niedrig.

Scottish Mortgage: Dividende steigt auf 4,57 Pence - Foto: über boerse-global.de
Scottish Mortgage: Dividende steigt auf 4,57 Pence - Foto: über boerse-global.de

Scottish Mortgage Investment setzt auf Kontinuität. Der britische Wachstumstrust hat seine Dividende für das am 31. März 2026 beendete Geschäftsjahr um 4,3 Prozent auf 4,57 Pence je Aktie angehoben — das 43. Jahr in Folge mit steigender Ausschüttung. Gleichzeitig reduzierte der Fonds seinen Verschuldungsgrad und refinanzierte Teile seiner Kreditstruktur.

Die Botschaft ist klar: Trotz eines Portfolios, das primär auf Kapitalwachstum ausgerichtet ist, bleibt die Dividendenpolitik verlässlich. Doch die Zahlen zeigen auch, dass Erträge nicht die treibende Kraft sind.

Erträge steigen, bleiben aber Nebensache

Der Ertragsüberschuss je Aktie kletterte auf 2,28 Pence, nach 1,39 Pence im Vorjahr. Der Nettoertrag nach Steuern stieg auf 25,6 Millionen Pfund. Die vorgeschlagene und gezahlte Dividende summiert sich auf 49,6 Millionen Pfund — deutlich mehr als die laufenden Erträge.

Das Management betont: Viele der größten Positionen im Portfolio reinvestieren Cashflows, statt sie auszuschütten. Die Dividende ist ein Nebenprodukt, nicht das Ziel. Der Anstieg der Erträge reflektiert vor allem die Normalisierung nach einem Sondereffekt im Vorjahr, als aufgelaufene Zinsen auf eine Northvolt-Wandelanleihe abgeschrieben wurden.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Scottish Mortgage Investment?

Die finale Dividende von 2,97 Pence je Aktie soll am 10. Juli 2026 gezahlt werden, sofern die Hauptversammlung am 2. Juli zustimmt. Ex-Dividenden-Tag ist der 11. Juni, Stichtag der 12. Juni.

Verschuldung sinkt, Refinanzierung läuft

Der Verschuldungsgrad fiel auf rund elf Prozent, von etwa 13 Prozent im Vorjahr. Das liegt nicht an niedrigeren Krediten, sondern am Wachstum des Portfolios. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten lagen bei 3,6 Prozent.

Während des Geschäftsjahres ersetzte Scottish Mortgage einen festverzinslichen Kredit über 300 Millionen US-Dollar bei Scotiabank durch Ziehungen aus Kreditlinien bei der Industrial and Commercial Bank of China, der Bank of New York Mellon und der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria. Nach dem Bilanzstichtag folgte eine weitere Refinanzierung: Ein ungenutzter revolvierender Kredit über 25 Millionen US-Dollar und ein auslaufendes Darlehen über 180 Millionen US-Dollar bei der Royal Bank of Scotland International wurden durch eine neue einjährige Kreditlinie über 205 Millionen US-Dollar ersetzt, von der 180 Millionen sofort gezogen wurden.

Die Covenants bleiben streng. Die Gesamtverschuldung darf 35 Prozent des angepassten Nettovermögens oder der angepassten Bilanzsumme nicht überschreiten. Die Prüfung erfolgt monatlich.

Kosten bleiben niedrig

Die laufenden Kosten stiegen leicht auf 0,33 Prozent, von 0,31 Prozent im Vorjahr. Die Verwaltungsgebühren beliefen sich auf 40,1 Millionen Pfund, die Gesamtkosten ohne Fremdkapitalzinsen auf 44,9 Millionen Pfund.

Scottish Mortgage erhebt keine Performance-Fee. Die Managementgebühr beträgt 0,30 Prozent auf die ersten vier Milliarden Pfund des Gesamtvermögens abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten und 0,25 Prozent auf den Rest.

Performance bleibt das Kernthema

Die Dividendengeschichte ist nur eine Facette. Für das Jahr bis 31. März 2026 meldete der Trust eine Gesamtrendite des Nettoinventarwerts von 27,4 Prozent, der Aktienkurs legte um 26,8 Prozent zu. Der FTSE All-World Index kam auf 18,0 Prozent.

Anzeige

Scottish Mortgage Investment vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.

Über zehn Jahre summiert sich die NAV-Rendite auf 435,2 Prozent, verglichen mit 233,9 Prozent beim Vergleichsindex. Die Fünfjahresbilanz bleibt schwächer — eine Folge der schwierigen Phase für Wachstumsaktien und Private-Market-Engagements.

Die Aktie notiert aktuell bei 17,84 Euro, knapp fünf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 18,85 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier 28,5 Prozent zugelegt.

Scottish Mortgage bleibt ein Wachstumsvehikel mit Dividendengeschichte. Die Ausschüttung steigt verlässlich, die Kosten bleiben niedrig, die Bilanz ist diszipliniert. Doch das Geschäftsmodell zielt auf Kapitalzuwachs, nicht auf Erträge. Wer auf Dividenden setzt, findet anderswo höhere Renditen. Wer auf langfristige Wertsteigerung setzt, bekommt die Ausschüttung als Bonus.

Anzeige

Scottish Mortgage Investment-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Scottish Mortgage Investment-Analyse vom 29. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Scottish Mortgage Investment-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Scottish Mortgage Investment-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Scottish Mortgage Investment: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

So schätzen die Börsenprofis Scottish Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis  Scottish Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | GB00BLDYK618 | SCOTTISH | boerse | 69437176 |