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Scottish Mortgage: 26,67 Prozent Plus seit Jahresstart

28.05.2026 - 19:49:17 | boerse-global.de

Der Investmenttrust erreicht nach 30 Monaten wieder das Kursniveau von November 2021 und profitiert von der Rückkehr der Nachfrage nach Tech-Werten.

Scottish Mortgage: 26,67 Prozent Plus seit Jahresstart - Foto: über boerse-global.de
Scottish Mortgage: 26,67 Prozent Plus seit Jahresstart - Foto: über boerse-global.de

Scottish Mortgage hat die lange Erholung nach dem Wachstumscrash abgeschlossen. Der Investmenttrust aus dem FTSE 100 erreichte wieder Bewertungsniveaus, die zuletzt im November 2021 zu sehen waren. Das ist mehr als nur ein Kurssprung. Es zeigt, wie stark die Nachfrage nach wachstumsstarken Tech- und Privatmarktwerten zurückgekehrt ist.

Am Donnerstag notiert die Aktie bei 17,59 Euro, ein Minus von 1,54 Prozent am Tag. Seit Jahresanfang steht dennoch ein Plus von 26,67 Prozent auf der Tafel.

Rückkehr auf Vorkrisenniveau

Die am 27. Mai vorgelegten Jahreszahlen liefern den Kern der Erholung. Der Nettoinventarwert legte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 27,4 Prozent zu. Der Gesamtertrag der Aktie lag bei 26,8 Prozent, der FTSE All-World kam auf 18,0 Prozent.

Damit endet eine lange Aufholjagd. Nach dem Ausverkauf bei Wachstumswerten im Jahr 2022 brauchte der Trust rund 30 Monate, um das alte Niveau wieder zu erreichen. Der Markt bewertet die Strategie damit wieder deutlich freundlicher.

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Auch die Ausschüttung steigt. Der Verwaltungsrat empfiehlt eine Schlussdividende von 2,97 Pence je Aktie. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit eine Dividende von 4,57 Pence, ein Plus von 4,3 Prozent.

Die Kosten bleiben niedrig. Die laufenden Gebühren liegen bei rund 0,33 Prozent, Erfolgsgebühren fallen nicht an. Der Verschuldungsgrad sank von etwa 13 auf 11 Prozent, weil das Portfolio stark zulegte.

Die Fremdkapitalkosten liegen weiter bei rund 3,6 Prozent. Das ist wichtig, weil höhere Zinsen Wachstumsportfolios in den vergangenen Jahren besonders hart getroffen hatten.

Mehr Spielraum für private Firmen

Ein strategischer Punkt sticht heraus. Die Aktionäre billigten am 10. April eine Anpassung der Anlagepolitik, die bis zu 250 Millionen Pfund zusätzlichen Spielraum für private Unternehmen schafft. Das soll auch dann gelten, wenn der Anteil privater Beteiligungen über die normale Grenze von 30 Prozent steigt.

Der Hintergrund ist klar. Scottish Mortgage will bei starken privaten Unternehmen an späteren Finanzierungsrunden teilnehmen können. Chair Christopher Samuel nannte den Schritt moderat, aber wichtig für mehr Flexibilität in einem schnell wandelnden Technologiemarkt.

Die Nachfrage am Markt passt zu diesem Bild. Am 27. Mai gab der Trust 2,5 Millionen eigene Aktien aus dem Bestand aus. Der Ausgabepreis lag bei 1.515 Pence und damit über dem aktuellen Nettoinventarwert.

Die Zahl der ausstehenden Aktien ohne eigene Bestände liegt nun bei rund 1,109 Milliarden. Der Wechsel vom Abschlag zur Prämie ist ein starkes Signal. Investoren zahlen wieder Aufschlag für den Zugang zu diesem Portfolio.

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SpaceX bleibt der Hebel

Die größten Positionen zeigen, warum der Trust so stark mit Zukunftstechnologie verknüpft ist:

  • SpaceX: rund 19 Prozent der gesamten Vermögenswerte
  • TSMC: 5,72 Prozent
  • MercadoLibre: 3,99 Prozent
  • Amazon: 3,56 Prozent

SpaceX ist damit der klare Schwerpunkt. In den Jahreszahlen steckt für die Beteiligung eine Bewertung von 1,25 Billionen Dollar. Der erwartete Börsengang im Juni 2026 dürfte deshalb besonders genau verfolgt werden.

Genau hier liegt der Reiz, aber auch die Abhängigkeit. Scottish Mortgage hat die Vorkrisenmarken zurückerobert, weil die großen Wachstumswerte wieder tragen. Jetzt zählt, ob die Prämie auf den Nettoinventarwert Bestand hat und SpaceX den hohen Erwartungen am öffentlichen Markt gerecht wird.

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