Schweiz, EU-Schengen-Prüfung

Schweiz glänzt bei EU-Schengen-Prüfung

14.01.2026 - 17:40:12

Die Schweiz hat ihre jüngste EU-Schengen-Evaluation erfolgreich bestanden und erhält Lob für Visumverfahren, Sicherheitssysteme und Datenschutzstandards.

Die Schweiz hat ihre jüngste umfassende Schengen-Evaluation mit Bravour bestanden. Ein neuer EU-Bericht bescheinigt dem Land nicht nur korrekte, sondern teils vorbildliche Anwendung der Regeln für Grenzmanagement, Polizeikooperation und Datenschutz. Das positive Ergebnis unterstreicht die Rolle der Schweiz als verlässlicher Partner im europäischen Sicherheits- und Reiseverbund.

Lob für Visumverfahren und Sicherheitssysteme

Die im Laufe des Jahres 2025 durchgeführte Prüfung ergab durchweg gute bis sehr gute Bewertungen. Besonders positiv schnitten die effizienten und korrekten Visumverfahren ab. Auch das Grenzkontrollmanagement an internationalen Flughäfen, die Zusammenarbeit mit internationalen Polizeibehörden und die effektive Nutzung des Schengener Informationssystems (SIS) wurden als vorbildlich eingestuft. Das SIS ist eine zentrale europäische Datenbank für Fahndungsausschreiben und bildet einen Grundpfeiler der Sicherheitskooperation.

Datenschutz erhält entscheidendes Gütesiegel

Ein zentraler Prüfpunkt war der Schutz personenbezogener Daten. Die Expertengruppe kam zu dem Schluss, dass die Schweiz die strengen Schengen-Vorgaben grundsätzlich einhält. Diese Bestätigung ist ein entscheidendes Gütesiegel für die Schweizer Datengovernance-Standards. Sie baut auf den bereits 2024 bestätigten EU-Angemessenheitsbeschluss auf, der das Schweizer Datenschutzniveau dem der EU-DSGVO als gleichwertig anerkennt. Für Unternehmen, besonders in Technologie, Finanzen und Pharmazie, schafft diese doppelte Validierung Rechtssicherheit für grenzüberschreitende Datenflüsse.

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Warum die Schengen-Zugehörigkeit für die Schweiz unverzichtbar ist

Die Schengen-Assoziierung ist von immenser strategischer Bedeutung. Sie erleichtert nicht nur Reisen und stärkt die Wirtschaft in Grenzregionen, sondern ist auch eine Säule der inneren Sicherheit. Sie bietet Schweizer Behörden unverzichtbare Werkzeuge zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität. Das Bestehen der regelmäßigen Evaluierungen ist Voraussetzung für den Erhalt dieser Vorteile. Ein negatives Ergebnis hätte Korrekturmaßnahmen oder im Extremfall den Ausschluss aus dem System zur Folge.

Von früheren Schwächen zu heutiger Stärke

Die aktuellen Ergebnisse markieren eine deutliche Verbesserung gegenüber früheren Prüfungen. Ein vorheriger Bericht hatte noch Defizite bei Ressourcen und Kompetenzen der kantonalen Datenschutzbehörden moniert. Die neuesten Befunde zeigen, dass die Schweiz diese Kritikpunkte substanziell adressiert und ihre Aufsichtsmechanismen gestärkt hat.

Nächste Schritte: Koordination zwischen Bund und Kantonen

Trotz der überwiegend positiven Bewertung sieht der Bericht noch Verbesserungspotenzial. Die EU-Experten empfahlen, den Informationsfluss und die Koordination zwischen Bundes- und Kantonsbehörden zu optimieren. Die Schweizer Behörden werden nun einen Aktionsplan zur Umsetzung dieser Empfehlungen ausarbeiten. Dieser Prozess der kontinuierlichen Verbesserung ist fester Bestandteil des Schengen-Mechanismus. Fürs jetzt sichert die erfolgreiche Prüfung den reibungslosen Verbleib der Schweiz im Schengen-Raum.

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