Schumann, Privatärzte-Honorare

Schumann will Privatärzte-Honorare deckeln

03.03.2026 - 00:00:02 | boerse-global.de

Gesundheitsministerin Schumann erwägt eine Deckelung der Wahlarzt-Gebühren, um Patienten zu entlasten. Die Ärzteschaft warnt vor Versorgungsrisiken.

Schumann will Privatärzte-Honorare deckeln - Foto: über boerse-global.de
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Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) zieht eine Obergrenze für die Honorare von Privat- und Wahlärzten in Erwägung. Ihr Vorstoß entfacht eine Grundsatzdebatte über Kosten und Gerechtigkeit im Gesundheitssystem. Ziel ist es, die finanzielle Belastung für Patienten zu begrenzen und mehr Transparenz zu schaffen.

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Noch kein Gesetz, aber klare Richtung

Konkrete Gesetzesentwürfe liegen noch nicht vor. Die Ministerin macht jedoch deutlich, dass die steigenden Kosten im privaten Sektor eine politische Antwort erfordern. Die Idee ist Teil einer umfassenderen Gesundheitsreform von Bund, Ländern und Sozialversicherungsträgern. Es geht darum, die hohen Gesundheitsausgaben besser zu steuern und einer weiteren Privatisierung entgegenzuwirken.

ÖGK-Chef hatte ähnliche Forderung

Die Idee ist nicht neu, bekommt durch die Ministerin aber politisches Gewicht. Bereits im Oktober 2025 forderte Andreas Huss, Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), eine solche Deckelung. Er verwies auf Patienten-Beschwerden über "unzumutbare" Rechnungen, die oft das Zehn- bis Fünfzehnfache des Kassentarifs betragen. Sein Vorschlag orientierte sich am deutschen Modell mit einer Grenze beim Zweieinhalbfachen.

Ärztekammer warnt vor Versorgungs-Kollaps

Von der Ärzteschaft ist heftiger Widerstand zu erwarten. Die Ärztekammer lehnt eine Deckelung vehement ab. Sie argumentiert, diese gefährde die Versorgungssicherheit. Viele Praxen könnten dann nicht mehr kostendeckend arbeiten, warnt Johannes Steinhart, Präsident der Wiener Ärztekammer. Eine Regulierung sei ein Angriff auf die freie Berufsausübung und verschlechtere die Qualität für alle Patienten.

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Symptom einer gespaltenen Gesundheitslandschaft

Die DDR-Debatte zeigt die strukturellen Probleme im System auf: das Nebeneinander von Kassenmedizin mit langen Wartezeiten und einem privaten Markt mit schnellen Terminen. Kritiker der Deckelung befürchten, dass dies den Wahlarztberuf unattraktiver macht und den Mangel an Kassenärzten noch verschärft. Die Diskussion findet vor dem Hintergrund stockender Honorarverhandlungen zwischen ÖGK und Ärztekammer statt.

Ein politischer Drahtseilakt beginnt

Mit Schumanns Vorstoß ist das Thema prominent auf der Agenda. Die kommenden Monate werden von intensiven Verhandlungen zwischen Politik, Kassen und Ärzten geprägt sein. Ob eine Deckelung kommt, ist offen. Klar ist: Die Politik signalisiert ihren Willen, in den privaten Gesundheitsmarkt einzugreifen. Die Entscheidung wird das Verhältnis von öffentlichem und privatem Sektor nachhaltig verändern.

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