Schneider, Electric

Schneider Electric Aktie: Rekordgewinn durch KI-Boom

26.02.2026 - 10:03:11 | boerse-global.de

Der Energie- und Automatisierungskonzern Schneider Electric meldet Rekordumsatz und starkes Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft, während die Finanzchefin überraschend wechselt.

Schneider Electric Aktie: Rekordgewinn durch KI-Boom - Foto: über boerse-global.de
Schneider Electric Aktie: Rekordgewinn durch KI-Boom - Foto: über boerse-global.de

Der französische Energie- und Automatisierungskonzern Schneider Electric durchbricht erstmals die Umsatzmarke von 40 Milliarden Euro – getrieben von einer dreistelligen Nachfragesteigerung im Rechenzentrumsgeschäft. Gleichzeitig kündigt CFO Hilary Maxson überraschend ihren Abgang an.

Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 fallen beeindruckend aus: Der Umsatz kletterte organisch um 8,9 Prozent auf 40,15 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich das vierte Quartal mit einem organischen Wachstum von 10,7 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro – der höchste Quartalsumsatz in der Unternehmensgeschichte.

Hyperscaler treiben Wachstum

Verantwortlich für den Erfolg ist vor allem das boomende Rechenzentrumsgeschäft. Die Nachfrage nach Produkten für Datenzentren wuchs im vierten Quartal im dreistelligen Prozentbereich. Hyperscale-Betreiber und Colocation-Anbieter reißen sich um Schneiders elektrische Schalttafeln, unterbrechungsfreie Stromversorgungen, Rack-Systeme und vorgefertigte Lösungen für Flüssigkeitskühlung.

Nordamerika entwickelte sich zum stärksten Markt, gefolgt von Frankreich, den nordischen Ländern und Teilen der asiatisch-pazifischen Region. Der Auftragsbestand schwoll bis Jahresende auf 25,36 Milliarden Euro an – ein Plus von 18 Prozent. Im Bereich Energy Management, der 82 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, stieg der Backlog sogar um 21 Prozent auf 21,34 Milliarden Euro. Die Auftragsbücher für nordamerikanische Systeme reichen mittlerweile bis ins Jahr 2027 und darüber hinaus.

Das bereinigte EBITA stieg um 6 Prozent auf 7,52 Milliarden Euro, die entsprechende Marge verbesserte sich um 10 Basispunkte auf 18,7 Prozent. Der freie Cashflow erreichte mit 4,64 Milliarden Euro ein neues Rekordhoch. Der Nettogewinn hingegen sank um 2 Prozent auf 4,16 Milliarden Euro – belastet durch eine Wertberichtigung in Höhe von 388 Millionen Euro auf die Beteiligung an Uplight, Restrukturierungskosten von 287 Millionen Euro und gestiegene Finanzierungsaufwendungen.

Ehrgeizige Ziele für 2026

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt Schneider Electric ein organisches EBITA-Wachstum von 10 bis 15 Prozent an. Dies soll durch ein organisches Umsatzwachstum von 7 bis 10 Prozent und eine Margenverbesserung von 50 bis 80 Basispunkten erreicht werden. Die bereinigte EBITA-Marge würde damit auf etwa 19,1 bis 19,4 Prozent steigen.

Allerdings drohen Währungsgegenwind: Bei aktuellen Wechselkursen rechnet das Management mit negativen Effekten von 850 bis 950 Millionen Euro auf den Umsatz sowie einem Margenrückgang von rund 10 Basispunkten. Immerhin erwartet der Konzern für 2026 erstmals wieder einen positiven Netto-Preiseffekt, nachdem die Rohstoffkosten und Zölle im Jahr 2025 die Bruttoproduktpreise überkompensiert hatten.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Schneider Electric?

Für die Periode 2026 bis 2030 strebt Schneider ein organisches Umsatzwachstum von jährlich 7 bis 10 Prozent an – verbunden mit einer organischen Margenexpansion von insgesamt 250 Basispunkten.

Führungswechsel an der Finanzspitze

Parallel zu den Geschäftszahlen verkündete Schneider Electric einen Wechsel an der Finanzspitze. CFO Hilary Maxson verlässt das Unternehmen am 5. April, um eine neue Gelegenheit in den USA wahrzunehmen. Maxson war seit Mai 2017 im Konzern tätig, zunächst als SVP Finance für den Bereich Energy Management.

Ihr Nachfolger wird Nathan Fast, der seit 2007 bei Schneider arbeitet und derzeit die Investor Relations leitet. Der US-amerikanische Manager übernimmt die CFO-Rolle am 6. April.

Die Aktionäre dürfen sich derweil über eine höhere Dividende freuen: Der Vorstand schlägt eine Ausschüttung von 4,20 Euro je Aktie vor – ein Plus von 8 Prozent. Die endgültige Entscheidung fällt auf der Hauptversammlung am 7. Mai.

An der Börse reagierten Anleger heute verhalten positiv: Die Schneider-Aktie legte am Vormittag in Paris um 3 Prozent zu.

Anzeige

Schneider Electric-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Schneider Electric-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Schneider Electric-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Schneider Electric-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Schneider Electric: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 <b>Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.</b>

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für immer kostenlos

FR0000121972 | SCHNEIDER | boerse | 68613901 |