Schlummern: Forscher entdecken überraschende Vorteile
02.03.2026 - 18:18:35 | boerse-global.deDie Schlummertaste ist vielleicht gar nicht so schädlich wie gedacht. Neue Studien stellen die pauschale Verteufelung des morgendlichen Snoozens infrage und zeigen sogar potenzielle Vorteile für bestimmte Personengruppen auf. Damit gerät eine jahrelang als ungesund geltende Gewohnheit in ein neues Licht.
Studie: Sanfteres Aufwachen für "Eulen"
Eine viel beachtete Untersuchung der Universität Stockholm kam zu einem überraschenden Ergebnis. Das wiederholte Klingeln verhinderte bei Probanden ein abruptes Erwachen aus dem Tiefschlaf. Diese Phase ist für die Regeneration besonders wichtig, führt aber bei plötzlichem Unterbrechen oft zu Schlaftrunkenheit.
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Für Spättypen, die sogenannten "Eulen", hatte das schrittweise Aufwachen sogar einen positiven Effekt. Ihre kognitive Leistungsfähigkeit direkt nach dem Aufstehen war besser. Die Gesamtschlafdauer verkürzte sich in der Studie durch 30 Minuten Snoozen im Schnitt nur um sechs Minuten.
Warnung vor exzessivem Gebrauch bleibt
Experten warnen dennoch vor einem Zuviel des Guten. Jedes erneute Klingeln reißt den Körper aus dem Schlaf-Wach-Übergang und zwingt das Gehirn, den Aufwachprozess neu zu starten. Dies kann die Phase der Benommenheit und verlangsamten Reaktion – die "Schlafträgheit" – unnötig verlängern.
Langfristig kann chronisch fragmentierter Schlaf den zirkadianen Rhythmus stören. Diese innere Uhr steuert die Ausschüttung wichtiger Hormone wie Cortisol am Morgen. Eine dauerhafte Störung wird mit erhöhten Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselproblemen in Verbindung gebracht.
Symptom eines größeren Problems
Die weite Verbreitung des Snoozens zeigt vor allem eines: Viele Menschen leiden unter chronischem Schlafmangel. Auswertungen von Schlaf-Apps ergaben, dass die Funktion in über der Hälfte aller Nächte genutzt wird.
Der Griff zur Schlummertaste ist oft weniger die Ursache für Müdigkeit als vielmehr ein Symptom. Stress, unregelmäßige Arbeitszeiten und der moderne Lebensstil führen dazu, dass die notwendige Schlafdauer einfach nicht erreicht wird. Der Körper wird gezwungen, mit zu wenig Ruhe zu funktionieren.
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Strategien für einen besseren Morgen
Die Forschung lädt zu einem bewussteren Umgang mit dem Wecker ein. Wer ohne mehrfaches Schlummern nicht aus dem Bett kommt, sollte dies als Warnsignal für ein Schlafdefizit verstehen.
Experten empfehlen, den Wecker lieber auf die letztmögliche Zeit zu stellen und dann konsequent aufzustehen. Technologische Alternativen wie Lichtwecker, die einen Sonnenaufgang simulieren, können den Aufwachprozess natürlicher gestalten. Letztlich bleibt die wichtigste Maßnahme, dem Schlaf die Priorität einzuräumen, die er für Gesundheit und Wohlbefinden braucht.
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