Schlote, Holding

Schlote Holding: China-Werk verkauft

Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 08:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schlote Holding verkauft sein Werk in Tianjin mit 300 Mitarbeitern. Der Erlös bleibt für Anleihegläubiger ohne nennenswerten Einfluss auf die Insolvenzquote.

Schlote Holding veräußert Produktionsstandort in China
Eine moderne Fabrikanlage mit chinesischem Einfluss, beleuchtet von der untergehenden Sonne. Im Vordergrund eine angedeutete Transaktion. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein weiteres Kapitel im Insolvenzverfahren der Schlote Holding ist geschrieben. Das Unternehmen hat seinen chinesischen Produktionsstandort in Tianjin per Share Deal veräußert — die Transaktion ist bereits vollzogen. Für die Anleihegläubiger ändert sich dadurch allerdings wenig.

Werk mit 300 Beschäftigten wechselt Besitzer

Die SCHLOTE Automotive Parts (Tianjin) Co., Ltd. beschäftigt rund 300 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 45 Millionen Euro. Der Standort ist auf die hochpräzise Zerspanung von Getriebegehäusen spezialisiert und beliefert unter anderem Volkswagen und ZF. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Für die Belegschaft in Tianjin bedeutet der Eigentümerwechsel zunächst Kontinuität. Die bestehenden Kundenbeziehungen sollen fortgeführt werden, der neue Eigentümer soll den Standort langfristig weiterentwickeln.

Insolvenzverwertung ohne Signalwirkung für Anleihegläubiger

Der Verkauf reiht sich in den laufenden Verwertungsprozess der Schlote Holding ein, die sich im Insolvenzverfahren befindet. Wirtschaftlich fällt die Transaktion jedoch zu klein aus, um die erwartete Befriedigungsquote der Anleihegläubiger spürbar zu verändern — das stellt das Unternehmen selbst klar. Die Erlöse fließen entsprechend den insolvenzrechtlichen Vorgaben in den Gesamtverwertungsprozess ein.

Der China-Deal zeigt damit vor allem eines: Schlote arbeitet den Verwertungsprozess Stück für Stück ab, ohne dass einzelne Transaktionen die Gesamtlage für Gläubiger merklich verbessern. Wie viele weitere Standorte oder Beteiligungen noch zur Disposition stehen und wann der Verwertungsprozess insgesamt abgeschlossen sein wird, ist offen.

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