Scandinavian Tobacco: NGP-Marge steigt auf 35,2 Prozent
02.06.2026 - 04:29:29 | boerse-global.deScandinavian Tobacco setzt den Umbau fort. Der Konzern rückt seine Power Brands in den Mittelpunkt und zieht die Kostenschraube weiter an. Das zeigt Wirkung, vor allem im Geschäft mit neuen Nikotinprodukten.
Im ersten Quartal 2026 stieg die Bruttomarge im Segment Next Generation Products auf 35,2 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es nur 23 Prozent. Der Haken: Der Umsatz in diesem Bereich sank zugleich um 23 Prozent. Der Konzern verdient dort also pro verkauftem Euro deutlich mehr, verkauft aber weniger.
Starke Marge, schwacher Umsatz
Das ist der eigentliche Kern der Entwicklung. Scandinavian Tobacco versucht nicht, das Wachstum um jeden Preis zu jagen. Das Unternehmen will die Profitabilität verbessern und das Portfolio straffen. Genau diese Linie betont Vorstandschef Niels Frederiksen seit geraumer Zeit.
Im traditionellen Segment der handgemachten Zigarren bleibt das Geschäft robuster. Dort meldete der Konzern ein organisches Nettowachstum von 8 Prozent. Das stützt die Cash-Generierung aus dem klassischen Tabakgeschäft, während parallel der Umbau hin zu modernen Nikotinprodukten läuft.
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Branche unter Druck
Der Rückenwind für die Branche bleibt begrenzt. Weltweit verschiebt sich der Markt in Richtung rauchfreier Angebote. E-Zigaretten und erhitzter Tabak gewinnen an Bedeutung, klassische Zigaretten verlieren weiter an Boden. Scandinavian Tobacco muss diesen Übergang mit weniger Reibung und höheren Margen finanzieren.
Hinzu kommt ein komplexes Regulierungsumfeld. In den USA prüft der Konzern mögliche Zollrückerstattungen nach einer gerichtlichen Entscheidung zu bestimmten Abgaben. Ob daraus tatsächlich Geld zurückfließt, bleibt offen. Auch ein mögliches Ende des Kuba-Embargos würde den Markt für Habanos-Produkte verändern.
Aktie bleibt angeschlagen
An der Börse spiegelt sich der Umbau bislang nur teilweise wider. Die Aktie schloss gestern bei 9,41 Euro. Auf Sieben-Tage-Sicht liegt sie 2,08 Prozent im Minus, seit Jahresbeginn sogar 28,17 Prozent.
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Technisch wirkt das Bild widersprüchlich. Der Kurs notiert über dem 50-Tage-Durchschnitt von 9,17 Euro, bleibt aber klar unter der 200-Tage-Linie von 11,44 Euro. Der RSI liegt mit 70,0 bereits am oberen Rand. Für den weiteren Verlauf wird nun wichtig, ob der Konzern die Margen im NGP-Geschäft halten kann, während der Umsatzrückgang gebremst wird.
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