SBO Aktie: 117,6 Millionen Auftragseingang im Q1
25.05.2026 - 04:35:07 | boerse-global.deSchoeller-Bleckmann (SBO) meldet einen deutlichen Anstieg der Bestellungen. Während der Gewinn massiv einbrach, füllen sich die Auftragsbücher des Ölfeldausrüsters wieder. Die operative Trendwende zeichnet sich damit klar ab.
Auftragsboom trifft Gewinneinbruch
SBO meldete für das erste Quartal 2026 Aufträge über 117,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 18,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg das Volumen ebenfalls an.
Die Book-to-Bill-Ratio kletterte parallel dazu auf 1,2. Dieser Wert signalisiert eine deutlich anziehende Nachfrage für die kommenden Monate. Er liegt über der wichtigen Schwelle von eins, was auf künftiges Wachstum hindeutet.
Der Umsatz sank im Jahresvergleich um fast ein Viertel auf 98,5 Millionen Euro. Grund dafür waren die schwachen Bestelleingänge aus dem Vorhalbjahr. Verzögerungen durch den Konflikt im Nahen Osten belasteten die Bilanz zusätzlich.
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Das operative Ergebnis (EBITDA) schrumpfte auf 11,4 Millionen Euro zusammen. Die Marge sank auf 11,6 Prozent. Unterm Strich blieb ein schmales Nettoergebnis von 19.000 Euro.
Expansion und neue Legierungen
SBO investiert derweil massiv in die Zukunft. Der Konzern bündelt seine europäischen Aktivitäten im 3D-Druck unter der Marke „SBO Additive Europe“. Parallel dazu treibt das Management die Expansion in Afrika und Asien voran.
Technologisch setzt das Unternehmen auf die neue Hochleistungslegierung H720. Diese Innovation soll die Führungsposition im Bereich der Durchflusssteuerung unter Wasser sichern. Das Ziel ist eine stärkere Diversifizierung außerhalb des klassischen Ölgeschäfts.
Stabile Bilanz als Puffer
Die Bilanz bleibt trotz der Gewinnflaute stabil. Die Eigenkapitalquote liegt bei 47,8 Prozent. Die Nettoverschuldung beträgt moderate 82,8 Millionen Euro. Damit verfügt SBO über ausreichend finanziellen Spielraum für weitere strategische Schritte.
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An der Börse notiert das Papier aktuell bei 34,35 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf 20,74 Prozent. Damit liegt der Wert unter seinem April-Hoch von 37,35 Euro.
Die vollen Auftragsbücher dürften sich bald positiv in der Bilanz niederschlagen. Am Markt wird nun die Stabilisierung der Margen zum zentralen Thema.
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