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Savills prognostiziert 18 Prozent Wachstum für Europas Immobilienmarkt

05.01.2026 - 22:04:12

Der europäische Immobilienmarkt erlebt eine Trendwende mit einem prognostizierten Wachstum der Transaktionsvolumina um 18 Prozent für 2026, angetrieben durch die Rückkehr institutioneller Investoren.

Der europäische Immobilienmarkt startet mit Schwung ins neue Jahr. Der internationale Dienstleister Savills erwartet für 2026 ein kräftiges Plus der Transaktionsvolumina um 18 Prozent. Grund ist die Rückkehr institutioneller Investoren.

Trendwende nach der Zinswende

Die Prognose wird durch eine starke Schlussrallye im vierten Quartal 2025 untermauert. Damals lag das Investitionsvolumen bereits etwa 12 Prozent über dem Vorjahreswert. Marktbeobachter sehen darin den Übergang von einer abwartenden Haltung hin zu neuer Dynamik.

Lydia Brissy, Research-Direktorin bei Savills Europa, führt die Belebung auf stabile Preise und makroökonomische Rahmenbedingungen zurück. Vor allem institutionelle Anleger, die zuletzt zurückhaltend agierten, kehren nun zurück. Grenzüberschreitendes Kapital dürfte wieder verstärkt in europäische Kernmärkte fließen.

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Deutschland akzeptiert die neue Realität

Auch für Deutschland sieht Savills-Deutschland-CEO Draženko Grahovac klare Anzeichen für eine Belebung. Das Jahr 2026 werde weniger von einem klassischen Aufschwung, sondern von der Akzeptanz neuer struktureller Realitäten geprägt sein.

Die Marktteilnehmer haben sich an das höhere Zinsumfeld gewöhnt. Die Phase der Schockstarre ist vorüber. Investoren gehen nun vom Reagieren wieder zum aktiven Handeln über. Liquiditätsgetriebene Verkäufe bieten dabei eigenkapitalstarken Investoren Chancen.

Welche Sektoren profitieren?

Die Erholung verläuft nicht überall gleich. Savills identifiziert klare Favoriten:

  • Logistik bleibt der Wachstumsmotor. Treiber sind langfristige Trends wie Nearshoring und der Bedarf an modernen Distributionszentren.
  • Büroimmobilien polarisieren weiter. Während der Leerstand in der Breite steigt, werden erstklassige, nachhaltige Flächen in Top-Lagen knapp. Für diese “Prime”-Objekte werden sogar steigende Mieten erwartet.
  • Wohnimmobilien rücken durch fundamentale Angebotsknappheit wieder stärker in den Fokus internationaler Portfolios.

Globale Erholung im Gange

Der europäische Optimismus ist Teil eines weltweiten Trends. Savills prognostiziert, dass das globale Immobilieninvestitionsvolumen 2026 erstmals seit 2022 wieder die Eine-Billion-Dollar-Marke knacken wird.

Die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) soll mit 22 Prozent Wachstum sogar die stärkste Erholung verzeichnen. Die Zinssenkungen von 2025 entfalten nun ihre Wirkung. Die Renditeabstände zu Staatsanleihen sind wieder attraktiv, und die Preiskorrektur schafft einen soliden Boden für Neueinstiege.

Für das restliche Jahr 2026 erwarten Experten eine Zunahme von Portfolio-Transaktionen. Geopolitische Unsicherheiten bleiben jedoch ein Risiko. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der genauen Selektion – die Devise lautet “Flight to Quality” bei Lage und Nachhaltigkeit.

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