SAP H4S4: Die HR-Migration 2026 entscheidet über die Zukunft
10.02.2026 - 13:45:12Die Umstellung auf SAP Human Capital Management for SAP S/4HANA (H4S4) ist zur Überlebensfrage für deutsche Personalabteilungen geworden. Angesichts auslaufender Wartungsverträge und neuer Daten treiben Unternehmen den Wechsel nun im Sprint voran.
Fristen-Druck zwingt zum Handeln
Die Uhren ticken: Nach einer letzten Gnadenfrist laufen die SAP S/4HANA Compatibility Packs im Mai 2026 endgültig aus. Diese Brückentechnologie erlaubte es, alte HR-Systeme auf der neuen S/4HANA-Plattform zu betreiben. Ihr Aus bedeutet für viele Firmen einen harten Cut. „Aus ‚ob‘ ist ein ‚wie‘ geworden“, beschreibt ein Branchenkenner die Lage. Die Umstellung sei keine Option mehr, sondern die Grundvoraussetzung für stabile Gehaltsabrechnungen bis in die 2040er Jahre.
Laut der Deutschen SAP-Anwendergruppe (DSAG) hat sich die Priorität verschoben: Statt innovativer neuer Funktionen steht die Absicherung der Kerndaten im Vordergrund. Für die Mehrheit der befragten Unternehmen ist die Migration von SAP ECC HCM zu H4S4 das Top-Projekt – noch vor reinen Cloud-Implementierungen.
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Das Hybrid-Modell setzt sich durch
Die Strategie für 2026 heißt: Stabilität im Kern, Innovation an den Rändern. Es entsteht ein neuer Standard, der die Stärken beider Welten vereint.
H4S4 als sicherer Backend-Motor
Im Zentrum steht H4S4 als leistungsstarker, moderner Kern. Er übernimmt die rechenintensiven Pflichtaufgaben: die komplexe deutsche Lohn- und Gehaltsabrechnung, Zeiterfassung und gesetzliche Meldungen. Da er on-Premise oder in einer privaten Cloud läuft, gewährleistet er die geforderte Datensouveränität und erfüllt strenge Mitbestimmungsregeln.
SuccessFactors für moderne Talentprozesse
Gleichzeitig verlagern Unternehmen Recruiting, Onboarding und Personalentwicklung in die Cloud von SAP SuccessFactors. Dieser „Core Hybrid“-Ansatz ermöglicht zeitgemäße, mobile Employee Experiences, während die sensible Gehaltsabrechnung in die kontrollierte H4S4-Umgebung bleibt.
Das „Dino-Dilemma“: Wer kennt sich noch aus?
Die größte Hürde ist jedoch personeller Natur. Die Migration erfordert tiefes Wissen um alte SAP-HCM-Strukturen und die neuen S/4HANA-Modelle. Doch die Generation der Experten für deutsche Payroll-Logik geht in Rente. Dieser akute Fachkräftemangel – von Verbänden als „Dino-Dilemma“ bezeichnet – heizt den Handlungsdruck weiter an.
Unternehmen hoffen, mit H4S4 eine standardisierte Plattform zu schaffen, die auch von einer jüngeren IT-Generation oder mit KI-Tools gewartet werden kann. Wer jetzt nicht handelt, riskiert den Verlust wertvollen Know-hows.
Die Zeit nach der Migration: KI und bessere Nutzererfahrung
Für Unternehmen, die die Hürde 2026 nehmen, eröffnen sich neue Perspektiven. Ab 2027 dürfte der Fokus von der technischen Migration auf die Optimierung der Prozesse umschwenken. Geplant sind:
- KI-Integration: Die leistungsstarke HANA-Datenbank ermöglicht Echtzeit-Analysen und KI-gestützte Personalplanung.
- Moderne Oberflächen: Alte SAP-GUI-Masken werden durch intuitive SAP Fiori-Apps ersetzt.
- Langfristiger Cloud-Pfad: H4S4 dient als stabile Basis für einen späteren, schrittweisen Umzug weiterer Kernprozesse in die Public Cloud.
Die Botschaft für 2026 ist eindeutig: Die Migration zu H4S4 ist die entscheidende Weichenstellung für die nächste Dekade. Wer sie verpasst, gefährdet die operative Stabilität seines Personalwesens.
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