SAP, Dremio

SAP: Dremio und Prior Labs im Doppelschlag

08.05.2026 - 08:07:27 | boerse-global.de

SAP kauft Dremio und Prior Labs, um mit einer durchgehenden Datenpipeline gegen Snowflake und Databricks anzutreten.

SAP: Dremio und Prior Labs im Doppelschlag - Foto: über boerse-global.de
SAP: Dremio und Prior Labs im Doppelschlag - Foto: über boerse-global.de

SAP baut seine künstliche Intelligenz massiv aus. Der Walldorfer Softwarekonzern hat Anfang Mai gleich zwei strategische Übernahmen angekündigt. Das Ziel: ein direkter Angriff auf Konkurrenten wie Snowflake und Databricks.

Die neue Datenpipeline

Die Zukäufe des Daten-Spezialisten Dremio und des KI-Startups Prior Labs folgen einem klaren Plan. Zusammen mit dem im März angekündigten Reltio-Deal entsteht eine durchgehende Datenpipeline. Reltio bereinigt die Daten. Dremio vereinheitlicht sie anschließend. Prior Labs liefert schließlich die passenden KI-Modelle.

Besonders das Freiburger Startup Prior Labs sticht heraus. Das erst 2024 gegründete Unternehmen entwickelt sogenannte tabellarische KI-Modelle. Diese sagen geschäftliche Ergebnisse wie Zahlungsverzögerungen oder Kundenabwanderungen präzise voraus. SAP plant hier Großes. Der Konzern will in den nächsten vier Jahren über eine Milliarde Euro investieren. Prior Labs soll zu einem führenden KI-Labor für strukturierte Daten wachsen.

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Einheitlicher Datenzugriff

Parallel dazu integriert SAP die Dremio-Plattform. Sie ermöglicht einen einheitlichen Zugriff auf verschiedene Datenquellen. Unternehmen müssen ihre Daten dafür nicht mehr verschieben oder konvertieren. Investoren bewerteten Dremio im Jahr 2022 mit zwei Milliarden US-Dollar. Den aktuellen Kaufpreis hält SAP geheim.

An der Börse fehlt bisher die Euphorie. Das Papier schloss am Donnerstag bei 149,32 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf rund 26 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bleibt signifikant.

Die rechtlichen Abschlüsse der neuen Übernahmen erwartet das Management bis zum dritten Quartal 2026. Weitere Details zur KI-Strategie folgen voraussichtlich auf der kommenden Sapphire-Konferenz. Dort will CEO Christian Klein grundlegende Änderungen am Unternehmensportfolio vorstellen.

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