SAP Aktie: Zangenangriff
24.02.2026 - 15:27:58 | boerse-global.deEuropas wertvollster Softwarekonzern gerät immer stärker in die Defensive. Eine toxische Mischung aus geopolitischen Spannungen und neuen technologischen Bedrohungen schickt den Kurs auf eine empfindliche Talfahrt. Während die Bewertung optisch günstiger wird, dominiert an den Märkten die Sorge: Bedrohen neue KI-Tools das Geschäftsmodell nachhaltiger als bisher angenommen?
Trumps Zoll-Politik belastet
Der Start in die Woche verlief für den Walldorfer Konzern turbulent. Auslöser war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, als Reaktion auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs globale Zölle von 15 Prozent einführen zu wollen. Da das Gericht Trumps bisherige Nutzung von Notstandsgesetzen einschränkte, greift die US-Regierung nun zu drastischeren Mitteln.
Für einen global agierenden Konzern wie SAP, der stark vom transatlantischen Datenaustausch und Software-Exporten abhängt, ist dies ein Szenario mit hoher Unsicherheit. Technologie-Titel gehörten am Montag folgerichtig zu den größten Verlierern im DAX, während defensive Sektoren vergleichsweise stabil blieben.
Die KI-Angst wächst
Noch schwerer als die Politik wiegt jedoch die strukturelle Angst vor Disruption. Das KI-Start-up Anthropic stellte am Freitag sein neues Tool „Claude Code Security“ vor. Die Software scannt Codebasen automatisch auf Sicherheitslücken und schlägt Patches vor – eine Aufgabe, die bisher teure Spezialsoftware oder menschliche Experten erforderte.
Marktbeobachter werten dies als Warnsignal für die gesamte Branche. Die Befürchtung: Wenn KI-Agenten komplexe Aufgaben wie Sicherheitsanalysen oder CRM-Pflege zunehmend autonom übernehmen, könnten die Margen traditioneller Softwareanbieter erodieren. Dass auch Konkurrenten wie CrowdStrike oder Zscaler zweistellig verloren, unterstreicht die Nervosität des Marktes. Die SAP-Aktie notiert mit aktuell 165,82 Euro fast 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch – ein deutlicher Beleg für die Skepsis der Investoren.
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Dividende und Rückkäufe verpuffen
Das Management versucht, mit kapitalfreundlichen Maßnahmen gegenzusteuern, dringt damit aber kaum durch. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor, was einer Anhebung um 6,4 Prozent entspricht. Parallel dazu läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro.
Doch selbst diese massiven Stützungsversuche können den Abwärtstrend derzeit nicht brechen. Auch Analysten werden vorsichtiger: Wall Street Zen stufte den Titel am Dienstag von „Buy“ auf „Hold“ herab. Charttechnisch ist das Bild angeschlagen, da der Kurs mittlerweile deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 223,49 Euro notiert.
Der nächste wichtige Impuls steht unmittelbar bevor. Am morgigen Mittwoch, den 26. Februar, veröffentlicht SAP den Integrated Report 2025. Anleger erhoffen sich hierbei nicht nur Bestätigung der soliden Geschäftszahlen, sondern vor allem konkrete Antworten darauf, wie der Konzern die eigene KI-Strategie gegen die neue Konkurrenz durch Anthropic und Co. verteidigen will.
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