SAP, Aktie

SAP Aktie: Doppelschock drückt Kurs

25.02.2026 - 03:06:40 | boerse-global.de

Die SAP-Aktie verzeichnet deutliche Kursverluste aufgrund von Trumps Zollplänen und Verunsicherung durch KI-Innovationen. Ein Vergleich mit Teradata bringt Rechtssicherheit, Analysten bleiben optimistisch.

Die SAP-Aktie kommt nicht zur Ruhe. Am Dienstag verlor das Papier im XETRA-Handel zeitweise weitere 1,33 Prozent auf 165,62 Euro – nach einem bereits herben Rücksetzer von 3,32 Prozent am Montag auf 166,60 Euro. Innerhalb von zwei Handelstagen büßte der Walldorfer Softwarekonzern damit rund fünf Prozent an Wert ein.

Die Gründe für den Abverkauf sind vielschichtig: Zum einen belasten erneut Trumps Zollpläne die Stimmung. Der US-Präsident verschärfte seine Gangart, nachdem der Supreme Court ihm eine juristische Niederlage bescherte. Statt der geplanten 10 Prozent will Trump nun einen weltweiten Zollsatz von 15 Prozent durchsetzen. Für exportorientierte Technologiewerte wie SAP ein klarer Belastungsfaktor.

KI-Konkurrenz sorgt für Nervosität

Doch die Zollsorgen sind nur die halbe Wahrheit. Mindestens ebenso stark wiegt die Verunsicherung durch neue Entwicklungen im KI-Bereich. Der OpenAI-Konkurrent Anthropic stellte vergangene Woche ein neuartiges Sicherheitstool für sein KI-Modell Claude vor. Die Reaktion der Märkte war eindeutig: Software- und Cybersecurity-Aktien gerieten beiderseits des Atlantiks unter Druck.

Börsianer fürchten, dass solche Durchbrüche etablierte Geschäftsmodelle in Frage stellen könnten. SAP, das seinen Kunden verstärkt KI-gestützte Lösungen anbietet und auf die Cloud-Transformation setzt, steht damit im Zentrum dieser Debatte. Die Nervosität ist greifbar: Können die traditionellen Softwareriesen mit den agilen KI-Spezialisten mithalten?

Vergleich mit Teradata für 480 Millionen Dollar

Immerhin eine juristische Altlast konnte SAP nun aus der Welt schaffen. Nach jahrelangem Rechtsstreit einigte sich der Konzern mit dem US-Konkurrenten Teradata auf einen Vergleich. SAP zahlt 480 Millionen Dollar, um den Konflikt beizulegen. Teradata hatte dem DAX-Konzern seit 2018 vorgeworfen, sich Geschäftsgeheimnisse widerrechtlich angeeignet zu haben.

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Die Einigung bringt Rechtssicherheit, doch für eine Kurserholung reichte die Nachricht nicht. Zu dominant sind derzeit die makroökonomischen und technologischen Unsicherheiten.

Parallel dazu setzte SAP sein laufendes Aktienrückkaufprogramm fort. Vom 16. bis 20. Februar erwarb das Unternehmen 1.865.850 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 170,98 Euro – ein Gesamtvolumen von knapp 317 Millionen Euro. Seit Programmstart wurden damit 8,09 Millionen Aktien zurückgekauft.

Analysten bleiben trotz der jüngsten Turbulenzen mehrheitlich positiv gestimmt. Von 19 Experten empfehlen 17 die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 262,69 Euro – rund 59 Prozent über dem aktuellen Niveau. Die Frage ist nur: Wann greifen die Bullen wieder zu?

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