SAP Aktie: Ausverkauf trotz Milliarden-Rückkauf
25.02.2026 - 14:45:13 | boerse-global.deDie Talfahrt beim Walldorfer Software-Konzern reißt nicht ab, obwohl das Management massiv gegensteuert. Während SAP eigene Aktien in Millionenhöhe zurückkauft und operativ Rekordzahlen liefert, dominieren am Markt weiterhin Sorgen um die KI-Strategie und die künftige Wachstumsdynamik. Investoren stehen nun vor dem Rätsel: Ist die aktuelle Bewertung eine historische Kaufchance oder der Beginn einer schmerzhaften Neubewertung?
Vertrauensverlust seit den Quartalszahlen
Der Ursprung der aktuellen Schwäche liegt Ende Januar. Was als Gewinnmitnahme begann, hat sich zu einer ausgewachsenen Korrektur entwickelt. Auslöser war ein Ausblick für 2026, der die hochgesteckten Erwartungen des Marktes verfehlte, kombiniert mit einem leicht schwächelnden Auftragsbestand im Cloud-Bereich.
Die Skepsis der Anleger spiegelt sich gnadenlos im Chart wider: Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 18 Prozent an Wert verloren. Mit einem aktuellen Kurs von rund 166 Euro notiert die Aktie mittlerweile fast 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 273,60 Euro. Dass der Kurs deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 223 Euro handelt, bestätigt den intakten Abwärtstrend.
Management steuert massiv dagegen
SAP sieht die Lage offensichtlich anders als der Markt und nutzt die niedrigen Kurse für aggressive Rückkäufe. Das laufende Programm, das ein Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro umfasst, läuft auf Hochtouren. Allein zwischen dem 16. und 20. Februar kaufte das Unternehmen über 1,8 Millionen Aktien zurück. Insgesamt flossen im Rahmen der aktuellen Tranche bereits über eine Milliarde Euro in die Kurspflege.
Ein weiteres, wenn auch vorsichtiges Signal der Stabilität kommt von der institutionellen Seite: Der Vermögensverwalter BlackRock hat seine Beteiligung leicht auf 6,50 Prozent ausgebaut. Dies deutet darauf hin, dass große Adressen das aktuelle Niveau zumindest nicht für einen fluchtartigen Ausstieg nutzen.
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Fundamentale Diskrepanz
Bemerkenswert ist die Kluft zwischen der Stimmung an der Börse und den operativen Fakten. Die Geschäftszahlen für 2025 zeichnen das Bild eines kerngesunden Unternehmens:
* Der Cloud-Umsatz stieg währungsbereinigt um 26 Prozent.
* Der operative Gewinn legte um 31 Prozent zu.
* Der Free Cashflow verdoppelte sich beinahe auf über 8 Milliarden Euro.
Zudem winkt Anlegern eine Dividendenerhöhung auf 2,50 Euro je Aktie, was einer Anhebung um 6,4 Prozent entspricht. Dennoch wiegt die Angst vor einer Disruption des Geschäftsmodells durch Künstliche Intelligenz momentan schwerer als diese klassischen Kennzahlen.
Blick auf den Berichtstag
Kurzfristig richtet sich der Fokus auf den morgigen Donnerstag, den 26. Februar. Mit der Veröffentlichung des "Integrierten Berichts 2025" erhoffen sich Marktteilnehmer detaillierte Antworten zur technologischen Ausrichtung. Sollte SAP hier überzeugend darlegen können, wie die KI-Transformation monetarisiert wird, könnte dies der notwendige Katalysator für eine Bodenbildung sein. Bis dahin bleibt die Aktie im charttechnisch angeschlagenen Bereich, wobei die Verteidigung der Marke um 166 Euro nun essenziell ist.
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