Santander-Kunden, Visier

Santander-Kunden im Visier: Neue Phishing-Welle zielt auf Sign-App

05.01.2026 - 22:32:12

Eine neue Phishing-Kampagne nutzt gefälschte Nachrichten, um Zugangsdaten von Santander-Kunden zu stehlen. Die Verbraucherzentrale warnt parallel vor ähnlichen Angriffen auf Targobank-Kunden.

Eine neue Phishing-Welle attackiert derzeit Kunden der Santander Bank. Die Betrüger zielen mit täuschend echten Nachrichten gezielt auf die Sicherheits-App SantanderSign ab. Parallel warnt die Verbraucherzentrale heute auch vor Angriffen auf Targobank-Kunden.

Betrüger spielen mit der Angst der Kunden

Die aktuellen Phishing-Mails und SMS sind auf maximale Verunsicherung getrimmt. Sie behaupten, die Registrierung für die SantanderSign-App sei abgelaufen oder müsse “reaktiviert” werden. Hintergrund ist ein perfider Plan: Wer auf den Link klickt, landet auf einer gefälschten Login-Seite und gibt seine Zugangsdaten preis.

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Phishing-Attacken wie hier beschrieben führen häufig zu hohen Verlusten – viele Nutzer merken die Täuschung erst, wenn Konten belastet sind. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket liefert eine praxisnahe 4-Schritte-Anleitung: So erkennen Sie gefälschte Login-Seiten, entlarven psychologische Druckmittel wie Zeitlimits und sichern Ihre Konten gegen unautorisierte Freigaben. Ideal, wenn Sie Banking-Apps nutzen oder sensible Freigabetools wie SantanderSign einsetzen. Enthalten sind konkrete Checklisten und Handlungsempfehlungen, die Sie sofort umsetzen können. Anti-Phishing-Paket jetzt kostenlos herunterladen

Die Nachrichten erzeugen künstlichen Zeitdruck mit Formulierungen wie “Innerhalb von 24 Stunden handeln” oder “Letzte Erinnerung vor Kontosperrung”. Dies soll die Opfer zu unüberlegten Klicks drängen.

So erkennen Sie die Fälschungen

Trotz professionell gestalteter Logos und Anschreiben verraten sich die Betrugsversuche durch klare Merkmale:

  • Forderung nach Klicks: Echte Banken fordern niemals per E-Mail-Link zur “Reaktivierung” sensibler Sicherheits-Apps auf.
  • Falsche Absender: Hinter seriös wirkenden Anzeigenamen wie “Santander Sicherheit” verbergen sich private oder kryptische E-Mail-Adressen.
  • Dringlichkeit: Alle aktuellen Nachrichten arbeiten mit unrealistisch kurzen Fristen.

Sign-App als lohnendes Ziel für Kriminelle

Warum steht gerade die SantanderSign-App im Fokus? Die Antwort ist einfach: Wer die Kontrolle über dieses Freigabewerkzeug erlangt, kann Überweisungen im Namen des Opfers autorisieren. Für die Betroffenen wird es dann schwer, ihr Geld zurückzuholen.

Banken können bei grob fahrlässigem Verhalten – wozu die Eingabe von Zugangsdaten auf Phishing-Seiten zählt – die Haftung verweigern. Die Schadenssummen pro Fall sind entsprechend hoch.

Was Sie jetzt tun sollten

Die Phishing-Welle gegen Santander ist ein sogenannter “Dauerbrenner”, der parallel zu anderen aktuellen Kampagnen läuft. Verbraucherschützer meldeten diese Woche bereits Betrugsversuche im Namen der Targobank, AOK und von Disney+.

So schützen Sie sich:

  • Löschen Sie verdächtige Mails oder SMS sofort.
  • Öffnen Sie Banking-Apps oder Webseiten immer manuell, nie über Links in Nachrichten.
  • Prüfen Sie wichtige Mitteilungen im internen Postfach Ihres Online-Bankings.

Falls Sie bereits Daten preisgegeben haben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und den Sperr-Notruf 116 116. Ändern Sie Ihre Passwörter über einen gesicherten Zugang.

@ boerse-global.de