Santander: 60 Prozent Gewinnsprung durch Polen-Verkauf
29.04.2026 - 19:27:11 | boerse-global.deEin milliardenschwerer Sonderertrag katapultiert das Ergebnis von Santander auf ein neues Rekordniveau. Der Verkauf der polnischen Tochtergesellschaft spülte im ersten Quartal 2026 rund 1,9 Milliarden Euro in die Kassen. Ohne diesen Einmaleffekt zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild der globalen Bankengruppe.
Der Nettogewinn kletterte um 60 Prozent auf 5,46 Milliarden Euro. Bereinigt um Sondereffekte stieg das Ergebnis um gut zwölf Prozent. Damit traf die Bank fast punktgenau die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 3,58 Milliarden Euro gerechnet hatten.
Rückstellungen belasten britisches Geschäft
Während das Geschäft in Spanien und Mexiko florierte, drückten regulatorische Altlasten in Großbritannien auf die Bilanz. Santander bildete eine Rückstellung von 179 Millionen Pfund für Entschädigungen im Bereich der Kfz-Finanzierungen. In der Folge brach der Vorsteuergewinn auf dem britischen Markt um 44 Prozent ein.
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Parallel dazu senkte das Institut seine Wachstumsprognose für die britische Wirtschaft auf 0,5 Prozent für das laufende Jahr. Trotz dieser regionalen Dämpfer hält der Vorstand an seinen Finanzzielen bis 2028 fest. Die harte Kernkapitalquote liegt mit 14,4 Prozent weiterhin auf einem soliden Niveau.
Analysten bleiben zuversichtlich
Die Aktie reagiert am Mittwoch kaum auf die Zahlen und notiert bei 10,39 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von rund 61 Prozent. Die Investmentbank RBC stuft den Titel weiterhin als „Outperform“ ein und sieht das Kursziel bei 12,50 Euro.
Für das Geschäftsjahr 2025 hat die Bank eine Dividende von 12,5 Cent je Aktie bestätigt. Die Auszahlung ist für Anfang Mai geplant. Indes steht der Abschluss der Übernahme des britischen Konkurrenten TSB unmittelbar bevor, nachdem die regulatorischen Genehmigungen vorliegen.
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