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Santacruz Silver Aktie: Was hinter dem Bolivien-Boom steckt

15.04.2026 - 04:10:26 | boerse-global.de

Santacruz Silver erzielt starke Nachfrage für bolivianische Anleihe und meldet operative Erholung. Das Unternehmen tilgt Schulden und treibt mit dem Soracaya-Projekt die nächste Wachstumsphase voran.

Santacruz Silver Aktie: Was hinter dem Bolivien-Boom steckt - Foto: über boerse-global.de
Santacruz Silver Aktie: Was hinter dem Bolivien-Boom steckt - Foto: über boerse-global.de

Bolivianische Investoren haben eine Anleiheemission von Santacruz Silvers Tochtergesellschaft San Lucas in knapp 15 Minuten vollständig gezeichnet — und das mit 40 Prozent Überzeichnung. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer gezielten Finanzierungsstrategie, die das Unternehmen gerade auf mehreren Ebenen gleichzeitig vorantreibt.

Dritte Emission, maximale Kapazität

Die jüngste Ausgabe von Schuldscheinen unter dem Programm „Pagarés Bursátiles San Lucas" brachte Bruttoerlöse von 70 Millionen bolivianischen Boliviano ein. Damit ist das Programm mit einem Gesamtvolumen von 140 Millionen Boliviano wieder vollständig ausgeschöpft — nachdem die erste Tranche im Februar 2026 zurückgezahlt worden war. Die Papiere laufen bis März 2027 und verzinsen sich mit 10,8168 Prozent jährlich.

Die Erlöse fließen in das Erz-Einkaufs- und Handelsgeschäft von San Lucas, das als eigenständige Säule innerhalb der bolivianischen Plattform von Santacruz Silver fungiert. Dass bolivianische Investoren so schnell zugreifen, zeigt: Das Vertrauen in die lokale Geschäftstätigkeit ist real.

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Operativer Aufwind nach schwierigem Jahr

Hinter der Finanzierungsaktivität steckt ein Unternehmen, das sich nach einem turbulenten 2025 neu aufstellt. Im vierten Quartal 2025 produzierte Santacruz Silver 3,74 Millionen Silberäquivalenzunzen — neun Prozent mehr als im Vorquartal. Treiber war vor allem die Bolivar-Mine, deren Produktion um 34 Prozent stieg, nachdem ein Überflutungsereignis im Mai 2025 den Betrieb zeitweise beeinträchtigt hatte. Die vollständige Erholung der Mine ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Parallel dazu tilgte das Unternehmen bis Ende 2025 seine Glencore-Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 40 Millionen US-Dollar vollständig. Das entlastet die Bilanz spürbar und schafft Spielraum für die nächste Wachstumsphase.

Soracaya als nächster Katalysator

Das Soracaya-Projekt könnte die Produktionskurve deutlich nach oben verschieben. Santacruz Silver peilt den Produktionsstart für das vierte Quartal 2026 an — vorausgesetzt, die Genehmigungen liegen bis zum dritten Quartal vor. Das ist ein enger Zeitplan, der wenig Puffer lässt.

Hinzu kommt die NASDAQ-Notierung vom Januar 2026 und der erste Platz auf der TSX Venture 50-Liste für 2026 — beides erhöht die Sichtbarkeit bei internationalen Investoren. Ob Soracaya termingerecht in Produktion geht, wird maßgeblich darüber entscheiden, ob das Unternehmen die operative Dynamik des laufenden Jahres in konkrete Mengensteigerungen übersetzen kann.

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