Sanofi Aktie: Tzield für Typ-1-Diabetes zugelassen
13.06.2026 - 21:54:27 | boerse-global.de
Eine FDA-Zulassung und ein EU-Grünlicht für zwei Medikamente – aber auch ein gescheiterter Phase-3-Test. Die vergangene Woche hatte es für Sanofi in sich.
Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA erteilte dem Mittel Tzield eine beschleunigte Zulassung. Es ist das erste Medikament, das den Verlauf von Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 17 Jahren verändern soll. Grundlage ist die Phase-3-Studie PROTECT mit 328 Teilnehmern. Das Präparat verlangsamte den Abfall des C-Peptid-Spiegels – ein zentraler Marker für die Insulinproduktion – im Vergleich zu Placebo. Häufige Nebenwirkungen waren Lymphopenie, Erbrechen und Hautausschlag. Eine Bestätigungsstudie läuft bereits.
Zeitersparnis für Krebspatienten
In Europa erhielt Sanofi die Zulassung für eine neue Version des Krebsmittels Sarclisa. Die subkutane Formulierung verkürzt die Verabreichungszeit auf etwa 13 Minuten. Die herkömmliche intravenöse Gabe dauerte Stunden. Die IRAKLIA-Studie zeigte zudem einen deutlichen Rückgang infusionsbedingter Reaktionen – von 25 Prozent auf nur noch 1,5 Prozent.
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Rückschlag bei Nervenerkrankung
Ein Dämpfer folgte aus der Pipeline. Sanofi stoppte die Phase-3-Studie MOBILIZE zu Riliprubart gegen eine seltene Nervenerkrankung. Ein unabhängiges Gremium hatte nach einer Zwischenanalyse keine ausreichende klinische Wirksamkeit festgestellt. Sicherheitsbedenken gab es keine. Der Konzern betonte, die Jahresprognose für 2026 bleibe unverändert.
Parallel dazu startete Sanofi sein zwölftes Mitarbeiter-Aktienprogramm. Rund 9,8 Millionen Aktien werden Beschäftigten in 52 Ländern zu einem Rabatt von 20 Prozent angeboten. Der Zeichnungspreis liegt bei 59,87 Euro.
Die Aktie notierte am Freitag bei 76,71 Euro – ein Plus von 0,2 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Gewinn von 5,5 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus allerdings auf sieben Prozent. Der relative Stärke-Index von 52,0 deutet auf eine neutrale Tendenz hin. Am 14. November 2025 markierte das Papier mit 89,94 Euro sein 52-Wochen-Hoch. Dorthin fehlen rund 15 Prozent.
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