Sanofi, Aktie

Sanofi Aktie: MOBILIZE-Studie mit riliprubart gestoppt

10.06.2026 - 16:49:29 | boerse-global.de

Sanofi bricht Phase-3-Studie zu CIDP-Wirkstoff ab. Die Aktie verliert, der Konzern hält an der Jahresprognose fest.

Sanofi-Aktie fällt: Phase-3-Studie zu Nervenleiden gestoppt
Sanofi - High-Tech-Handelsraum mit großen digitalen Börsendatenbildschirmen. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der französische Pharmakonzern Sanofi muss einen Rückschlag in der Neurologie-Pipeline verkraften. Eine Phase-3-Studie mit dem Wirkstoffkandidaten riliprubart bei chronisch-entzündlicher Polyneuropathie (CIDP) wird vorzeitig beendet. Ein unabhängiges Datenüberwachungskomitee kam nach einer Zwischenanalyse zu dem Schluss, dass die Studie „voraussichtlich keine ausreichende Wirksamkeit zeigen wird". Die Aktie reagiert mit Abschlägen.

Studie ohne ausreichende Wirkung

Die MOBILIZE-Studie testete riliprubart an rund 140 CIDP-Patienten, die auf Standardtherapien wie Immunglobuline oder Kortikosteroide nicht angesprochen hatten. Der Antikörper blockiert das Protein C1s im Komplementsystem, einer Kaskade des Immunsystems. Das Ziel: die fehlgeleitete Immunreaktion bei CIDP unterbrechen.

Doch die Daten reichten nicht. Sanofi betont, dass keine neuen Sicherheitssignale aufgetreten seien. Der Konzern will die Studienergebnisse nun detailliert auswerten, um daraus Schlüsse für die weitere Forschung zu ziehen.

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Auswirkungen auf die Pipeline

Die Frage ist, was mit den anderen riliprubart-Studien passiert. Sanofi prüft derzeit die Fortsetzung der Phase-3-Studie VITALIZE. Diese vergleicht riliprubart mit Immunglobulinen bei CIDP-Patienten, die bereits eine Erhaltungstherapie erhalten.

Der Rückschlag kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Sanofi versucht, sein Portfolio breiter aufzustellen. Die Neurologie-Sparte sollte dabei ein wichtiger Wachstumstreiber werden.

Prognose bestätigt – Kurs unter Druck

Trotz des Studienstopps hält Sanofi an der Jahresprognose für 2026 fest. Das Unternehmen rechnet nicht mit signifikanten finanziellen Belastungen durch den Abbruch.

Die Aktie notiert bei 75,51 Euro, ein Minus von 2,34 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 89,94 Euro aus dem November 2025 liegt damit 16 Prozent entfernt. Seit Jahresbeginn verliert das Papier 8,45 Prozent – der Pharma-Markt ist derzeit insgesamt angespannt.

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