Sandvik, Aktie

Sandvik Aktie: 650-Millionen-Auftrag aus Botswana

04.06.2026 - 15:22:32 | boerse-global.de

Sandvik erhält Millionenauftrag für Bergbauausrüstung und trennt sich von Additive-Fertigung. Ein Verlust von 230 Mio. Kronen wird verbucht.

Sandvik: Großauftrag aus Botswana und Verkauf der 3D-Sparte
Sandvik - Schwere Bergbaumaschinen in einem Diamanten-Tagebau in Botswana, mit großen Lastwagen und Baggern unter klarem Himmel. 04.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der schwedische Industriekonzern Sandvik meldet zwei gegenläufige Entwicklungen. Einerseits ein millionenschwerer Großauftrag aus Botswana für Bergbauausrüstung. Andererseits der Verkauf einer ganzen Geschäftssparte – verbunden mit einem Wertberichtigungsverlust von 230 Millionen Kronen.

Der Auftrag kommt vom chinesischen Bergbaudienstleister JCHX Mining Management. Volumen: rund 650 Millionen schwedische Kronen. Vorgesehen ist die Ausrüstung für die Khoemacau-Kupfermine in Botswana. Die Lieferung umfasst Ladewagen, Lastwagen und Bohrer. Ein Teil der Maschinen wird mit Sandviks digitaler AutoMine®-Technologie ausgestattet. Die Auslieferung startet im dritten Quartal 2026, der Großteil wird bis 2028 abgeschlossen. Gebucht wurde der Auftrag bereits im zweiten Quartal.

Parallel dazu trennt sich Sandvik von der Additive-Manufacturing-Sparte. Käufer ist die schwedische Beteiligungsgesellschaft Mimir. Die Sparte produziert Metallpulver für die 3D-Bearbeitung, Metallpulverspritzguss und heißisostatisches Pressen. Der Verkauf soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden – vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen.

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Sandvik rechnet mit einem außerordentlichen Verlust von rund 230 Millionen Kronen. Dieser betrifft vor allem Sachanlagen und hat keine Auswirkungen auf die Liquidität. Das Unternehmen begründet den Schritt mit der strategischen Überprüfung des Portfolios. Die Sparte solle sich unter neuer Eigentümerschaft besser entwickeln können.

Die Aktie notiert am Donnerstag bei 35,06 Euro – ein Tagesplus von 1,07 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut 25 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch bei 37,80 Euro ist rund 7 Prozent entfernt. Die vergangenen 30 Tage brachten dagegen ein kleines Minus.

Sandvik konzentriert sich zunehmend auf sein Kerngeschäft mit Bergbau- und Gesteinslösungen. Der Großauftrag aus Botswana unterstreicht die Stärke in diesem Bereich. Der Verkauf der Additive-Sparte zeigt: Der Konzern räumt im Portfolio auf. Beides zusammen ergibt eine klare strategische Linie – auch wenn der Verkauf kurzfristig Kosten verursacht.

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