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Samsung SDI Aktie: 14,3 Milliarden Won Gewinn Q2

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 21:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Samsung SDI steht vor erstem operativem Gewinn seit sieben Quartalen. Analysten sehen Erholung bei ESS und kleineren Batterien.

Samsung SDI: Operativer Turnaround nach langer Verlustphase erwartet
Eine abstrakte Darstellung von Wachstum und finanziellem Erfolg im Bereich der Batterieherstellung, mit glatten Oberflächen und leuchtenden Linien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nach fast zwei Jahren mit operativen Verlusten steht der südkoreanische Batterieproduzent Samsung SDI unmittelbar vor einem finanziellen Wendepunkt. Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 erstmals seit sieben Quartalen wieder ein positives operatives Ergebnis ausweisen wird. Die erwartete Erholung wird vor allem durch eine Stabilisierung im Bereich der Energiespeichersysteme (ESS) und eine anziehende Nachfrage bei kleineren Batterien getragen.

Überraschender Ergebnissprung im zweiten Quartal

Die Analysten von Shinhan Investment prognostizieren für das zweite Quartal einen operativen Gewinn von 14,3 Milliarden Won. Damit würde Samsung SDI die Markterwartungen deutlich übertreffen, da der Konsens bislang von einem operativen Verlust in Höhe von 44,9 Milliarden Won ausging. Dieser Turnaround markiert das Ende einer langen Durststrecke und signalisiert eine fundamentale Verbesserung der Kostenstruktur.

Als wesentliche Treiber für diese Entwicklung gelten geringere Verluste im Segment der Elektrofahrzeug-Batterien (EV) sowie eine gesteigerte Profitabilität bei Speichersystemen. Laut Shinhan Investment profitierte die ESS-Sparte insbesondere von gestiegenen Verkäufen unterbrechungsfreier Stromversorgungen (UPS) und Rückerstattungen von US-Zöllen. Im Bereich der großformatigen Batterien wird ein Umsatz von 2,2 Billionen Won bei einem operativen Gewinn von 59,4 Milliarden Won erwartet. Während der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal leicht um 4 Prozent sank, konnten die kleineren Batterien zulegen. Hier stieg der Absatz unter anderem durch die Nachfrage nach Power-Tools und Backup-Systemen um 6 Prozent.

Analysten senken Kursziel trotz Turnaround

Trotz der operativen Fortschritte reagieren Marktbeobachter vorsichtig auf das allgemeine Branchenumfeld. Shinhan Investment senkte das Kursziel für die Aktie von 800.000 Won auf 700.000 Won, was einer Reduzierung um 13 Prozent entspricht. Analyst Lee Jin-myung begründet diesen Schritt mit einer gesunkenen Bewertung der gesamten Branche. Das zugrunde gelegte EV/EBITDA-Multiple wurde von 15 auf 11 korrigiert.

Gleichzeitig hoben die Experten ihre Gewinnprognosen für das Jahr 2027 um rund 20 Prozent an. Für eine nachhaltige Neubewertung der Aktie am Markt seien jedoch weitere Faktoren entscheidend. Dazu zählen insbesondere zusätzliche Aufträge für Energiespeicher in Nordamerika und eine höhere Auslastung der Produktionskapazitäten für Elektroautobatterien in Europa. Am heutigen Handelstag reagierte der Titel mit Kursverlusten und notiert bei 59,80 €. Damit beläuft sich das Minus am heutigen Tag auf 4,47%.

Strategische Weichenstellungen bei ESS und Festkörperbatterien

Für das zweite Halbjahr 2026 wird eine Beschleunigung der Erholung erwartet. Ein wichtiger Termin ist dabei die für September geplante Auktion für den zentralen ESS-Vertragsmarkt in Südkorea. Das Volumen dieser Ausschreibung wird auf rund eine Billion Won geschätzt. Samsung SDI konnte sich bereits in einer ersten Phase von Regierungs-Projekten für KI-basierte Verteilernetze als wichtiger Zulieferer positionieren und stellte dort für sechs von neun Betreibern die Batteriezellen bereit.

Parallel dazu treibt das Unternehmen die Entwicklung der nächsten Batteriegeneration voran. In Zusammenarbeit mit EcoPro BM plant Samsung SDI, die Massenproduktion von Festkörperbatterien ab dem kommenden Jahr zu forcieren. Der Markt für diese Hochleistungstechnologie soll laut Branchenanalysen bis zum Jahr 2032 auf über drei Milliarden US-Dollar anwachsen. Inmitten dieser technologischen Transformation liegt der Fokus der Anleger vorerst auf der Bodenbildung, da die Aktie mit einem Abstand von 42,22% noch weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 103,50 € notiert.

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