Samsung, Smartphone-Filmen

Samsung revolutioniert Smartphone-Filmen mit Profi-Software

02.01.2026 - 07:02:12

Ein Software-Update für das kommende Galaxy S26 Ultra führt professionelle Film-Features wie Fokussteuerung und Video-Weichzeichnung ein und integriert das Gerät in professionelle Film-Rigs.

Samsungs neues Kamera-Update verwandelt das kommende Galaxy S26 Ultra in eine ernsthafte Filmkamera. Die Software bringt Hollywood-Features wie sanften Fokuswechsel und integriert sich in professionelle Film-Rigs.

Nicht mit neuer Hardware, sondern mit einer versteckten Software-Aktualisierung hat Samsung diese Woche den Markt für mobile Filmemacher aufgerüttelt. Ein Update für das Good Lock-Modul „Camera Assistant“ legt den Grundstein für das kommende Galaxy S26-Flaggschiff. Version 4.5.00.13 führt präzise Fokus-Kontrollen, verbesserte Videoverarbeitung und Schnittstellen für Profi-Zubehör ein. Damit positioniert sich Samsung direkt gegen die „Pro“-Dominanz des Hauptkonkurrenten Apple – und macht das Smartphone zur bezahlbaren B-Kamera für Filmproduktionen.

Kinoreife Fokus-Steuerung für kreative Kontrolle

Der größte Durchbruch ist die Einführung von professionellen Autofokus-Verhaltenssteuerungen. Nutzer können nun „Fokus-Übergangsgeschwindigkeit“ und „Fokus-Wechsel-Empfindlichkeit“ anpassen – zwei Einstellungen, die seit langem Standard bei professionellen Filmkameras sind.

Für Filmemacher ist der Standard-Autofokus von Smartphones oft zu aggressiv. Er springt abrupt auf neue Motive, was künstlich und unharmonisch wirkt. Die neue „Übergangsgeschwindigkeit“ erlaubt es, diesen Prozess zu verlangsamen. So entstehen weiche, organische Fokus-Schärfeverlagerungen zwischen verschiedenen Motiven. Gleichzeitig legt „Wechsel-Empfindlichkeit“ fest, wie reagibel die Kamera auf Bewegung oder neue Objekte im Bild sein soll. Das verhindert, dass der Fokus während eines Interviews ungewollt auf eine Person im Hintergrund springt.

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Diese Features beheben eine der Hauptkritiken an mobiler Kinematografie: den Mangel an kreativer Kontrolle über den Fokus-Zeitpunkt. Indem Samsung diese Einstellungen im Camera Assistant versteckt, trennt es klar zwischen Gelegenheitsfilmern und Creators, die präzise, wiederholbare Ergebnisse für narrative Projekte brauchen.

Kampf gegen den „Digital-Look“ mit Video-Weichzeichnung

Neben den Fokus-Kontrollen führt das Update einen „Video-Weichzeichner“ ein. Diese Funktion bietet die Stufen „Aus“, „Mittel“ und „Hoch“ und soll der aggressiven Kantenschärfung und Überzeichnung moderner Smartphone-Bildprozessoren entgegenwirken.

Digitale Überzeichnung führt oft zu sprödem, rauschigem Filmmaterial, das in der Nachbearbeitung schwer zu korrigieren ist. Indem Nutzer das Bild bereits bei der Aufnahme weichzeichnen können, liefert Samsung einen neutraleren, „filmischeren“ Ausgangspunkt. Das ist besonders für Hauttöne entscheidend, die in Standard-Modi oft hart und künstlich detailliert wirken. Kombiniert mit den gerüchteweise hohen Bitraten des S26 Ultra, bietet dies Farbkorrekturen in der Postproduktion deutlich mehr Spielraum.

Integration in professionelle Film-Rigs und Workflows

Die überraschendste Neuerung im Code ist die vorläufige Unterstützung für drahtlose Lens-Control-Systeme des Herstellers Tilta. Das Update enthält Frameworks für die Kommunikation mit professionellen Objektivmotoren. Filmemacher könnten damit handelsübliche Steuereinheiten nutzen, um Fokus und Zoom am Galaxy S26 manuell zu bedienen.

Diese Integration überbrückt die Lücke zwischen mobiler Hardware und professionellen Film-Rigs. Das Smartphone ließe sich nahtlos in bestehende Produktionsumgebungen einfügen. Zudem korrigiert das Update kürzliche Software-Auslassungen: Die umstritten entfernten Modi „Single Take“ und „Dual Rec“ wurden wiederhergestellt und in den „Zusätzliche Modi“-Bereich des Camera Assistant verschoben. „Dual Rec“, das gleichzeitige Aufnahmen von Front- und Rückkamera ermöglicht, bleibt ein beliebtes Tool für Vlogger und Dokumentarfilmer.

Das große Ganze: Hardware trifft auf Software

Diese Software-Verbesserungen kommen nur Wochen vor dem erwarteten Debüt der Hardware, für die sie gemacht sind. Undichten zufolge ist für den 25. Februar 2026 ein Galaxy-Unpacked-Event in San Francisco geplant. Das Galaxy S26 Ultra soll mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor kommen, der die nötige Rechenleistung für Echtzeit-Fokusberechnungen bietet.

Die Hardware-Leaks deuten auch darauf hin, dass das S26 Ultra einen 200-MP-Hauptsensor behält, aber mit weiter geöffneten Blenden – Gerüchten zufolge f/1.4 – kombiniert wird. Die Kombination aus verbesserter Optik und softwarebasierter „Video-Weichzeichnung“ könnte mobilen Videos endlich den typischen „Smartphone-Look“ nehmen, der die Kategorie seit einem Jahrzehnt prägt.

Reifeprüfung für die „Ultra“-Marke

Samsungs Strategie ist eine direkte Antwort auf die „Pro“-Dominanz des Wettbewerbs. Während Apple auf Codecs wie ProRes und Log-Encodings setzt, differenziert sich Samsung durch granulare Kontrolle über das Kameraverhalten selbst. Durch das modulare Good-Lock-System kann Samsung experimentelle Features an Enthusiasten ausspielen, ohne die breite Masse zu überfordern.

Marktbeobachter sehen darin eine Reifung der „Ultra“-Marke. Es geht nicht mehr nur um die beste Spezifikationsliste. Das S26 Ultra wird zu einem Präzisionswerkzeug verfeinert. Die Fähigkeit, Fokus-Übergänge anzupassen, ist für den Massenmarkt eine Nischenfunktion – für die kreativen Profis, die Samsung umwirbt, jedoch ein Muss.

Mit einer erwarteten Markteinführung der S26-Serie im März 2026 ist der Zeitplan für diese Features eng gesteckt. Der Preis soll stabil bleiben; das Ultra-Modell könnte bei rund 1.299 Euro liegen. Damit wäre es eine wettbewerbsfähige Option für Creator, die es mit spiegellosen Systemkameras vergleichen.

Die große Frage bleibt: Wird Samsung diese Camera Assistant-APIs für Drittanbieter-Apps wie Filmic Pro öffnen? Wenn Entwickler auf „Fokus-Empfindlichkeit“ und „Übergangsgeschwindigkeit“ zugreifen könnten, würde das Galaxy S26 Ultra zum vielseitigsten mobilen Filmgerät aller Zeiten. Das aktuelle Update ist jedenfalls eine klare Ansage: Samsung will den professionellen mobilen Workflow beherrschen – eine granulare Einstellung nach der anderen.

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