Samsung, Galaxy

Samsung macht Galaxy KI-Grundfunktionen dauerhaft kostenlos

17.01.2026 - 11:22:12

Samsung hat die umstrittene Deadline für kostenpflichtige KI-Funktionen gestrichen. Die aktuellen Galaxy AI-Tools wie Live Translate bleiben dauerhaft gratis, während erweiterte Features künftig kostenpflichtig sein könnten.

Samsung beendet die Unsicherheit um seine KI-Funktionen: Die bisher kostenlosen Grundfunktionen von Galaxy AI bleiben für immer gratis. Das Unternehmen hat die umstrittene Deadline von Ende 2025 aus seinen Nutzungsbedingungen gestrichen.

Ein Ende der Verunsicherung

Seit dem Start der Galaxy S24-Serie im Jahr 2024 schwebte ein Damoklesschwert über den Nutzern. Die Fußnote „Galaxy AI-Funktionen sind bis Ende 2025 kostenlos“ ließ befürchten, dass Kernfunktionen bald hinter eine Paywall rutschen könnten. Diese Angst ist nun vom Tisch.

Kundige Nutzer und Branchenbeobachter entdeckten die Wende bereits Anfang dieser Woche. Zwischen dem 1. und 14. Januar 2026 verschwand die ominöse Frist aus den offiziellen Support-Dokumenten. Stattdessen heißt es nun schlicht: „Die von Samsung bereitgestellten Galaxy AI-Grundfunktionen sind kostenlos.“

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Für Millionen Nutzer bedeutet das: Die KI-Werkzeuge, die in den letzten zwei Jahren zur täglichen Routine geworden sind, werden nicht nachträglich monetarisiert. Branchenportale wie Android Authority und SamMobile bestätigen den stillen, aber folgenschweren Schritt.

Was zählt zu den „Grundfunktionen“?

Die entscheidende Frage lautet nun: Was versteht Samsung unter „grundlegend“? Den aktualisierten Bedingungen zufolge umfasst dies den Großteil des aktuellen Galaxy AI-Toolkits. Diese Funktionen werden dauerhaft kostenfrei bleiben:

  • Live Translate: Echtzeit-Übersetzung für Telefonate
  • Interpreter: Übersetzung von Gesprächen im Split-Screen
  • Note Assist: Automatische Formatierung und Zusammenfassung in Samsung Notes
  • Transcript Assist: Sprach-zu-Text-Umwandlung mit Sprecherkennung
  • Browsing Assist: Zusammenfassungen von Webartikeln
  • Photo Assist: Generatives Editieren von Fotos
  • Call Assist & Writing Assist: Ton-Anpassung und Grammatikprüfung

Indem Samsung diese Tools als „grundlegend“ einstuft, behandelt es sie wie essentielle Smartphone-Utilities – vergleichbar mit der Kamera-App oder dem Taschenrechner. Diese Klassifizierung ist strategisch klug. Analysten sehen darin einen Schlüssel zur Kundenbindung. In einer Zeit, in der KI zur Standarderwartung bei Flaggschiff-Smartphones geworden ist, hätte eine plötzliche Bezahlschranke einen Shitstorm auslösen und Nutzer zu Konkurrenten wie Apple oder Google treiben können.

Die Schlupflöcher: „Erweiterte“ Features und Drittanbieter

Der Sieg für die Verbraucher hat jedoch Grenzen. Die neuen Klauseln halten sich Tür und Tor für künftige Monetarisierung offen. „Zukünftige Veröffentlichungen können erweiterte Funktionen oder neue Dienste umfassen, die kostenpflichtig angeboten werden“, heißt es in den aktualisierten Fußnoten.

Damit etabliert Samsung eine Zwei-Klassen-Struktur für die Zukunft. Während die heutigen Tools sicher sind, könnte die nächste Generation generativer KI – etwa mit höherem Rechenaufwand – als kostenpflichtiges „Galaxy AI+“-Abonnement starten. Denkbar wäre ein Modell, wie es die Tech-Branche kennt: eine kostenlose Basisversion und eine „Pro“-Stufe mit exklusiven Tools.

Ein weiteres Schlupfloch betrifft Drittanbieter. Die Garantie gilt nicht für KI-Funktionen von Partnern. Tools wie „Circle to Search“ oder tiefe Integrationen mit Googles Gemini-Modellen laufen über fremde Infrastruktur. Entscheidet sich ein Partner für eine Bezahlschranke, kann Samsung seine Nutzer nicht davor schützen.

Strategischer Schachzug im Smartphone-Markt

Samsungs Kehrtwende spiegelt eine Stabilisierung des mobilen KI-Marktes wider. Bei Start von Galaxy AI 2024 waren die Betriebskosten für große Sprachmodelle (LLMs) enorm. Heute sind die Chips in den Geräten leistungsfähiger, und die Optimierung hat Fortschritte gemacht. Die Abhängigkeit von teurer Cloud-Rechenleistung für Standardaufgaben ist gesunken.

Mit dem Festhalten an kostenlosen Grundfunktionen positioniert sich Samsung geschickt gegen den Hauptkonkurrenten Apple, dessen Apple Intelligence ebenfalls größtenteils kostenlos ist. Eine Bezahlpflicht für Standardfunktionen hätte die kommenden Geräte wie das Galaxy S26 klar benachteiligt.

Die Marktreaktion fällt positiv aus. Tech-Kommentatoren sehen einen großen Reibungspunkt für potenzielle Käufer beseitigt. Konsumenten können nun High-End-Geräte kaufen, ohne die latente Angst, dass die Kernfunktionen ihres Smartphones nach ein bis zwei Jahren „ablaufen“ oder ein monatliches Abo erfordern.

Blick nach vorn: Das Zeitalter der bezahlten „Pro“-KI?

Die Debatte verschiebt sich nun von „Muss ich zahlen?“ zu „Was ist das Geld wert?“. Mit der gesicherten Basisstufe kann Samsung seine Entwicklungsressourcen auf hochwertige Tools konzentrieren, die einen Premium-Preis rechtfertigen.

Gerüchte im Umfeld des anstehenden Galaxy S26-Launch spekulieren über künftige, kostenpflichtige „erweiterte“ Funktionen. Dazu könnten gehören:
* Fortschrittliche Video-Generierung
* Hochgradig personalisierte KI-Agenten für komplexe Aufgaben
* Cloud-basiertes Gaming-Upscaling

Für den Moment atmen Millionen Galaxy-Nutzer jedoch erleichtert auf. Die Übersetzungs-, Zusammenfassungs- und Foto-Editier-Tools, die Teil ihres Arbeitsalltags geworden sind, bleiben erhalten. Samsung hat das Kapitel „2025-Deadline“ geschlossen und KI als fundamentalen Pfeiler der Galaxy-Erfahrung zementiert – nicht als vorübergehenden Bonus.

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