Samsung: 15.000 FOUPs aus DRAM-Produktion entfernt
14.05.2026 - 20:39:42 | boerse-global.deSamsung Electronics zieht an der Börse auf Rekordniveau weiter an, während das Unternehmen operativ in eine Defensive geht. Der Grund ist ein drohender 18-tägiger Generalstreik ab dem 21. Mai. Parallel dazu läuft der Speicherzyklus weiter stark, und genau diese Mischung hält die Aktie bislang erstaunlich robust.
Produktion wird heruntergefahren
In den Halbleiterwerken laufen bereits Vorsichtsmaßnahmen. Samsung hat in Pyeongtaek rund 15.000 FOUPs, also Wafer-Behälter, aus der DRAM-Produktion entfernt. Das entspricht etwa 360.000 Wafern.
Der Konzern will damit technische Schäden vermeiden, falls die Fertigung abrupt unterbrochen wird. Zugleich verlagert Samsung Kapazitäten stärker in Richtung High Bandwidth Memory, also jener Speicherchips, die wegen der KI-Nachfrage besonders gefragt sind.
Tarifstreit bleibt festgefahren
Im Zentrum des Konflikts steht die Vergütung. Die Gewerkschaft fordert einen festen Bonus von 15 Prozent des operativen Gewinns der Halbleitersparte und die Abschaffung der bisherigen Obergrenze von 50 Prozent beim Gehaltsauszahlungsmodell.
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Nach 17 Stunden Verhandlungen scheiterte am 13. Mai die staatlich unterstützte Vermittlung. Am 14. Mai riefen Unternehmen und Regierung zu direkten Gesprächen auf. Die Gewerkschaft lehnte die jüngsten Angebote allerdings ab. Für den 16. Mai hat die nationale Arbeitskommission ein weiteres Treffen empfohlen.
Der südkoreanische Finanzminister stuft den möglichen Streik inzwischen als erhebliches Risiko für Wachstum und Exportstabilität ein. Das unterstreicht, wie sensibel der Konflikt für die gesamte Volkswirtschaft geworden ist.
Markt bleibt gelassen
Trotz der Unsicherheit bleibt der Markt bemerkenswert ruhig. JPMorgan hält an einer Einstufung von „Overweight“ fest. Die Analysten rechnen zwar bei einem flächendeckenden Streik mit einem möglichen operativen Belastungseffekt von 2,1 bis 3,5 Billionen Won im Jahr 2026. Gleichzeitig stützen weiter steigende DRAM- und NAND-Preise das Bild.
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Hinzu kommt: Mehrere Investmenthäuser haben ihre Kursziele zuletzt angehoben. Begründet wird das mit der Preissetzungsmacht des Konzerns und der anhaltenden Nachfrage nach Speicherchips für KI-Anwendungen.
Am 21. Mai entscheidet sich, ob aus dem Arbeitskonflikt ein echter Produktionsschock wird. Bis dahin bleibt der Blick auf die Gespräche, mögliche staatliche Eingriffe und darauf gerichtet, ob Samsung die Speicherhausse weiter gegen das Streikrisiko ausspielen kann.
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