Salzburger, Umland

Salzburger flüchten aus der Stadt ins Umland

03.01.2026 - 19:09:12

Der Salzburger Wohnungsmarkt erlebt eine Trendwende. Immer mehr Menschen suchen ihr Wohnglück nicht mehr in der Landeshauptstadt, sondern in den ländlichen Regionen. Hohe Preise und der Wunsch nach Grünraum treiben die Stadtflucht an.

Aktuelle Marktanalysen zum Jahresauftakt zeigen ein klares Bild: Rund ein Drittel der Salzburger bevorzugt mittlerweile eine ländliche Wohngegend. Die Eigentumsquote im Bundesland bleibt zwar stabil bei knapp 50 Prozent, doch der Ort der Verwirklichung ändert sich.

In der Stadt Salzburg erreichen Preise für Eigentumswohnungen in Top-Lagen weiterhin bis zu 9.000 Euro pro Quadratmeter. Für viele Kaufinteressenten ist damit die finanzielle Belastbarkeitsgrenze überschritten. Die Folge: Der Suchradius wird massiv erweitert.

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Finanzen zwingen zum Umzug

Die Preisschere zwischen Stadt und Land ist der Hauptmotor für die Nachfrageverschiebung. Eine neue 70-Quadratmeter-Wohnung in der Stadt kostet im Schnitt oft das Doppelte eines vergleichbaren gebrauchten Objekts im Umland.

Hinzu kommen strengere Kreditvergaberichtlinien (KIM-Verordnung), die die Finanzierung in den letzten zwei Jahren erschwert haben. Das Ausweichen auf ländliche Gebiete ist für viele daher keine romantische Entscheidung, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit.

Garten schlägt City-Lage

Die Prioritäten der Wohnungssuchenden haben sich gewandelt. Kriterien wie “eigener Garten”, “Terrasse” und “Nähe zur Natur” stehen heute weit oben auf der Liste. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben das Bewusstsein für Wohnqualität im eigenen Zuhause geschärft.

  • Objekte ohne Freiflächen sind selbst in zentralen Lagen schwerer zu vermarkten.
  • Reihenhäuser und Eigentumswohnungen mit Gartenanteil in Gemeinden wie Seekirchen, Hallein oder Obertrum erleben einen Nachfrageboom.
  • Die ländlichen Regionen bieten, was die Stadt kaum hat: Raum zu leistbaren Preisen.

Umland unter Druck, Stadt muss handeln

Die aktuelle Entwicklung entlastet den städtischen Markt zwar leicht, führt aber zu steigenden Preisen in den Umlandgemeinden. Diese stehen vor neuen Herausforderungen: Mit dem Zuzug wächst der Bedarf an Kinderbetreuung, Schulen und Verkehrsanbindung.

Experten prognostizieren für 2026 eine Fortsetzung des Trends. Die Preise im Umland dürften moderat anziehen. Gleichzeitig wird die Stadt Salzburg neue Konzepte zur Nachverdichtung vorlegen müssen, um nicht dauerhaft junge Familien zu verlieren. Die Frage bleibt: Können die ländlichen Regionen den Zustrom bewältigen, ohne ihren Charme einzubüßen?

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