Salzburg, Silvester-Zeichen

Salzburg setzt Silvester-Zeichen mit Komponistinnen

31.12.2025 - 12:42:12

Salzburg stellt seinen Silvestertag ins Zeichen weiblicher Musikgeschichte. Gleich zwei Konzerte in der Mozartstadt rücken heute das Werk historischer Komponistinnen in den Mittelpunkt und beenden damit den Jubiläumszyklus „Frauenstimmen 2025“.

Um 17 Uhr startet im Kapitelsaal des DomQuartiers das „Silvesterkonzert der Komponistinnen“. Initiiert von der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft, bricht es bewusst mit der männlich dominierten Silvester-Routine. Statt der üblichen Strauß-Klassiker präsentiert das Ensemble F Walzer von „Hidden Figures“ der Unterhaltungsmusik.

Im Fokus stehen Werke von Josefine Weinlich-Amann, Leopoldine Blahetka und Gisela Frankl. Diese Frauen waren im 19. Jahrhundert gefeierte Stars, tourten mit eigenen Orchestern durch Europa und standen im Austausch mit der Familie Strauß. Ihr Werk, darunter der „Frauen-Emanzipations-Marsch“, beweist: Der Wiener Walzer trägt auch eine weibliche Handschrift.

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Mozarteumorchester zieht im Festspielhaus mit

Das ist heute kein Solitär. Parallel ehrt das Mozarteumorchester Salzburg im Großen Festspielhaus ebenfalls Komponistinnen. Unter der Leitung von Leslie Suganandarajah erklingen neben Strauß-Meisterwerken Stücke von Pionierinnen wie Augusta Holmès, Amy Beach und Florence Price.

Diese programmatische Doppelung sendet ein klares Signal: Salzburgs Kulturlandschaft setzt zum Jahresende ein Statement für Diversität und historische Gerechtigkeit. Die Zusammenarbeit zwischen etablierten Häusern und Initiativen wie der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft zeigt eine neue Durchlässigkeit in der Szene.

Stilles Comeback im Dreivierteltakt

Die Atmosphäre im historischen DomQuartier beschreiben Kenner als intim und authentisch. Die Dramaturgin Irene Suchy verbindet die musikalische Exzellenz mit aufschlussreichen Moderationen, die in die Welt der Salons und Bälle entführen.

Warum findet dieses Comeback gerade jetzt statt? Branchenbeobachter sehen einen Paradigmenwechsel. Die Wiederentdeckung vergessener Meisterwerke von Frauen weckt das Interesse eines jüngeren Publikums, das nach neuen Narrativen in der Klassik sucht. Für Veranstalter ist es auch eine kluge Differenzierung vom Einheitsbrei der Neujahrskonzerte.

Ein Auftakt für das Jahr 2026

Mit dem heutigen Tag endet zwar „Frauenstimmen 2025“, doch die Impulse wirken weiter. Ankündigungen lassen darauf schließen, dass das Mozarteumorchester und die Camerata Salzburg Komponistinnen auch künftig fest in ihre Spielpläne integrieren werden.

Für das kommende Jahr sind weitere Forschungsprojekte und Erstaufführungen geplant. Das Silvesterkonzert ist somit mehr als ein festlicher Ausklang – es ist der Auftakt für eine inklusivere Konzertkultur, die auch im anstehenden Mozart-Jahr 2026 neue Akzente setzen will.

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