Salzburg öffnet Förderung für Wohneigentum
08.01.2026 - 15:23:12Seit gestern können Salzburger wieder Anträge für die staatliche “Eigentumsförderung Kauf” stellen. Das neue Förderfenster bringt jedoch strikte Kaufpreisobergrenzen mit sich, die für viele angehende Immobilienbesitzer zur Hürde werden. Besonders in der Landeshauptstadt gilt: Nur wer unter 9.000 Euro pro Quadratmeter bleibt, erhält Zugang zu den Fördertöpfen.
Die harte Währung: Regionale Preisdeckel
Im Zentrum der neuen Richtlinien stehen geografisch gestaffelte Obergrenzen. Sie sollen verhindern, dass öffentliche Gelder in Luxusimmobilien fließen.
- Stadt Salzburg: 9.000 €/m²
- Umland & Bezirksstädte (z.B. Hallein, Saalfelden): 7.500 €/m²
- Übrige Gemeinden in Flachgau, Tennengau, Pongau, Pinzgau: 6.800 €/m²
- Lungau: 5.800 €/m²
Kosten für Stellplätze oder Tiefgaragen bleiben bei dieser Berechnung meist außen vor. Doch können Bauträger in Top-Lagen überhaupt noch zu diesen Preisen bauen?
So viel Geld gibt es vom Land
Wer eine förderfähige Wohnung findet, kann mit einer erheblichen finanziellen Entlastung rechnen. Das Modell kombiniert Zuschuss und Darlehenshilfe.
Der nicht rückzahlbare Einmalzuschuss ist nach Haushaltsgröße gestaffelt:
* Alleinstehende/Zweipersonenhaushalte: 52.000 Euro
* Drei-/Vierpersonenhaushalte: bis zu 62.000 Euro
* Großfamilien (ab 5 Personen): bis zu 72.000 Euro
Zusätzlich springt der Annuitätenzuschuss ein. Er übernimmt bis zu 500 Euro der monatlichen Kreditrate, wenn diese 39 Prozent des Nettohaushaltseinkommens übersteigt. Dieser Betrag ist zwar rückzahlbar, bleibt aber unverzinst.
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Wer kommt überhaupt in Frage?
Nicht nur der Quadratmeterpreis entscheidet. Antragsteller müssen ihren Hauptwohnsitz in der neuen Immobilie begründen. Entscheidend sind auch die Jahres-Netto-Einkommensgrenzen:
- 1 Person: 57.000 Euro
- 2 Personen: 87.000 Euro
- 3 Personen: 93.000 Euro
- 4 Personen: 105.000 Euro
Diese Grenzen wurden zwar angehoben, doch bleibt ein Paradox: Wer förderwürdig ist, findet kaum bezahlbaren Wohnraum. Wer ihn sich leisten könnte, fällt oft durch das Einkommensraster.
Ein schwieriger Spagat für die Bauwirtschaft
Die starren Preisobergrenzen stellen Bauträger vor massive Herausforderungen. In der Stadt Salzburg liegen die Marktpreise in begehrten Lagen oft über 12.000 Euro pro Quadratmeter.
Kann man unter 9.000 Euro überhaupt noch qualitativ hochwertig bauen? Branchenvertreter warnen vor einer Verknappung des Angebots. Steigende Baukosten und strenge regulatorische Vorgaben – etwa zur Energieeffizienz – machen Projekte wirtschaftlich immer schwieriger.
Die Folge könnte sein, dass schlicht weniger gebaut wird. Der Fokus verlagert sich bereits jetzt auf verdichtetes Bauen und Projekte im günstigeren Umland.
Was bedeutet das für Käufer 2026?
Mit dem Startschuss beginnt der Wettlauf um die wenigen förderfähigen Objekte. Experten erwarten, dass diese extrem schnell vergriffen sein werden.
Die Landesregierung behält sich eine Anpassung der Obergrenzen vor, sollten die Baukosten weiter steigen. Bis dahin gilt: Wer in Salzburg gefördertes Wohneigentum erwerben will, muss schnell sein und genau rechnen.
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