Salesforce stärkt Datacloud-Geschäft, Aktie bleibt nach Rekordlauf robust
Veröffentlicht am: 29.06.2026 um 07:36 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSVon Stefan Krueger, Fachredaktion Langfrist & Geschaeftsmodell. Vor der Veroeffentlichung am 29.06.2026, 07:35 Uhr geprueft.
Salesforce, Inc. (ISIN US79466L3024) setzt konsequent auf den Ausbau seiner Datacloud- und KI-Plattform und vertieft dazu seine Kooperation mit Snowflake, wie eine gemeinsame Mitteilung beider Unternehmen vom 28.06.2026 zeigt. Damit schärft der US-Softwarekonzern sein Profil im Wettbewerb mit Adobe und SAP, deren Aktien ebenfalls im TecDAX- und DAX-Umfeld stark vertreten sind. Salesforce-Investor-Relations: Erweiterte Snowflake-Partnerschaft
Partnerschaft mit Snowflake konkretisiert Datacloud-Strategie
Die erweiterte Partnerschaft zwischen Salesforce und Snowflake zielt laut der IR-Mitteilung vom 28.06.2026 darauf, Kundendaten aus Salesforces Data Cloud nahtlos mit der Snowflake Data Cloud zu verbinden. Unternehmen sollen damit Kundenprofile, Transaktionsdaten und Interaktionshistorien in einer einheitlichen Umgebung analysieren und für KI-gestützte Anwendungen nutzbar machen. Handelsblatt-Bericht zu Salesforce-Snowflake-Kooperation
Snowflake wird im Rahmen der Kooperation als strategischer Speicher- und Analysepartner für Daten aus Salesforce-Anwendungen wie Sales Cloud, Service Cloud und Marketing Cloud positioniert. Kunden können bestehende Datenpipelines zu Snowflake weiterverwenden, während Salesforce seine Einstein-KI direkt auf die integrierten Datensätze anwenden will. Beide Unternehmen adressieren damit laut Einschätzung von UBS einen Markt für Daten- und Analyseplattformen, der bis 2030 deutlich zweistellig wachsen soll.
Kundenbindung und Plattformumsatz rücken in den Mittelpunkt
Mit der Stärkung der Datacloud verfolgt Salesforce das Ziel, den durchschnittlichen Umsatz pro Kunde über Cross-Selling und Upgrades zu erhöhen, wie Analysten von Goldman Sachs in einem Kommentar vom 27.06.2026 betonen. Insbesondere große Unternehmenskunden sollen häufiger mehrere Clouds und zusätzliche Daten- und KI-Module buchen, was die langfristige Vertragsbindung stärkt. Goldman-Sachs-Analyse zu Salesforce AI & Data Cloud
Salesforce hebt in seiner Investor-Kommunikation hervor, dass bereits mehr als 25 Prozent der Neukunden Data-Cloud-Funktionen zusammen mit klassischen CRM-Modulen erwerben. Diese Quote soll durch die Snowflake-Partnerschaft und zusätzliche KI-Funktionen wie generative Einstein-Agenten weiter steigen. Für Wettbewerber wie SAP und Adobe entsteht ein intensiver Wettbewerb um die Rolle als zentrale Kundendatenplattform in Großunternehmen.
Salesforce als Langfrist-Wert im Cloud-Sektor
Die Aktie von Salesforce, Inc. steht fu?r ein breit diversifiziertes Cloud-Portfolio rund um CRM, Daten und KI. In unserem Themenbereich findest du weitere Zahlen, Einschätzungen und Hintergru?nde zur Strategie des US-Konzerns.
Einstein 1 Platform als technisches Rückgrat
Die Datacloud-Strategie von Salesforce ist eng mit der Einstein 1 Platform verknüpft, die als technisches Rückgrat für CRM, Datenintegration und KI dient. Kern ist eine gemeinsame Metadaten-Schicht, über die Daten aus Sales Cloud, Service Cloud, Marketing Cloud und Commerce Cloud in einheitliche Objekte überführt werden. Diese Architektur ermöglicht es, KI-Modelle auf konsistente Kundendaten anzuwenden, ohne für jede Anwendung eigene Datenmodelle zu pflegen. Salesforce-Artikel zur Einstein 1 Platform
Einstein 1 unterstützt sowohl klassische analytische Modelle als auch generative KI, die etwa automatisch E-Mails, Serviceantworten oder Kampagneninhalte erstellt. Salesforce betont, dass die Plattform Datenresidenz und Compliance-Anforderungen berücksichtigt, was für europäische Kunden mit strengen Datenschutzregeln wichtig ist. Dadurch soll der Konzern seine Position bei Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz stärken, die häufig auch SAP- und Microsoft-Lösungen einsetzen.
Data Cloud stärkt Cross-Selling-Potenzial
Mit der Data Cloud adressiert Salesforce eine zentrale Herausforderung vieler Unternehmen: Kundendaten liegen in separaten Systemen wie ERP, Web-Analyse, mobilen Apps und stationären Filialen vor. Die Plattform ist darauf ausgelegt, diese Datenquellen zu verbinden, zu bereinigen und zu einem einheitlichen Kundenprofil zusammenzuführen. Dadurch können Marketing und Vertrieb etwa Kaufhistorien, Interaktionsverläufe und Serviceanfragen in einem Dashboard sehen und gezielt ansprechen.
Analysten von Morgan Stanley sehen in der Data Cloud einen wichtigen Treiber für zusätzliches Lizenzvolumen, da viele Kunden die Lösung ergänzend zu bestehenden CRM-Installationen einführen. Der Konzern kommuniziert, dass die Zahl der Data-Cloud-Kunden im letzten Geschäftsjahr im deutlich zweistelligen Prozentbereich zugelegt hat, wobei ein signifikanter Anteil aus der Region EMEA stammt. Damit spielt die Plattform auch für DACH-Unternehmen eine wachsende Rolle, wenn sie internationale Kundendaten konsolidieren wollen.
Wettbewerb mit SAP, Adobe und Microsoft
Im Markt für Kundendaten- und Marketingplattformen konkurriert Salesforce direkt mit SAPs Customer Data Platform, Adobes Experience Platform und Microsofts Dynamics-Umfeld. Alle Anbieter versuchen, sich als zentrale Instanz für Kundendaten zu etablieren, um darauf aufbauend weitere Dienste wie Marketing-Automation, Commerce oder Service anzubieten. Für Kunden ist dabei entscheidend, wie gut sich vorhandene Systeme anbinden lassen und wie leistungsfähig die integrierten Analyse- und KI-Funktionen sind.
Salesforce setzt in diesem Wettbewerb auf eine Kombination aus tiefer Branchenfunktionalität im CRM-Bereich und der Data Cloud als datengetriebene Erweiterung. Die Kooperation mit Snowflake erhöht die Attraktivität für Kunden, die Snowflake bereits als zentrale Datenplattform verwenden. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerb mit SAP und Adobe speziell in Europa intensiv, da viele Unternehmen diese Anbieter aus historischen Gründen im Einsatz haben.
Sales Cloud als zentrales Produkt im Portfolio
Ein repräsentatives Produkt im Portfolio von Salesforce ist die Sales Cloud, die als Kernlösung für Vertriebsorganisationen dient. Sie bündelt Funktionen für Lead- und Opportunity-Management, Pipeline-Tracking, Angebots- und Vertragsverwaltung sowie Reporting. Durch die Integration mit der Data Cloud können Vertriebsmitarbeiter in der Sales Cloud auf angereicherte Kundenprofile zugreifen, die neben CRM-Daten auch Informationen aus E-Commerce, Support und externen Datenquellen enthalten.
Sales Cloud ist in verschiedenen Lizenzstufen erhältlich, die sich nach Funktionsumfang und Zahl der Nutzer richten. Kunden können die Lösung sowohl eigenständig als auch im Paket mit anderen Clouds wie Service Cloud oder Marketing Cloud buchen. Für mittelständische Unternehmen in der DACH-Region ist die Sales Cloud besonders interessant, da sie branchenspezifische Erweiterungen und Integrationen zu gängigen ERP-Systemen bietet.
Salesforce-Aktie nach Rekordhoch konsolidierend
Die Aktie von Salesforce, Inc. wird an der New York Stock Exchange gehandelt und ist über verschiedene Plattformen auch in Deutschland handelbar, etwa als Zweitnotiz auf Tradegate. Am 28.06.2026 schloss der Kurs bei 265,40 US-Dollar, nachdem im Mai 2026 ein Rekordhoch von 278,90 US-Dollar markiert worden war. Die aktuelle Konsolidierung erfolgt vor dem Hintergrund der erweiterten Datacloud-Strategie und der laufenden KI-Initiativen des Konzerns.
Fakten zur Salesforce-Aktie im Überblick
- Unternehmen: Salesforce, Inc.
- ISIN: US79466L3024
- WKN: A0B87V
- Ticker: CRM
- Handelsplatz: NYSE (Zweitnotiz u.a. Tradegate)
- Kurs (Stand 28.06.2026, 22:00 Uhr): 265,40 US-Dollar
- Marktkapitalisierung: 257 Mrd. US-Dollar (Stand 28.06.2026)
- Sektor / Branche: Software - Application (Cloud-CRM, Daten & KI)
- Indexzugehoerigkeit: S&P 500, Dow Jones Industrial Average
- Naechstes Earnings-Datum: 21.08.2026
Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Kurs- und Unternehmensangaben ohne Gewaehr; Kurse und Termine koennen sich kurzfristig aendern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Boersengeschaefte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
