Salesforce Aktie: Trotz Rekordgewinn abgestraft
26.02.2026 - 07:03:22 | boerse-global.deSalesforce lieferte gestern nach US-Börsenschluss Quartalszahlen, die Analysten regelrecht überrumpelten. Der Gewinn je Aktie schoss auf 3,81 Dollar – satte 25 Prozent über der Konsenserwartung von 3,05 Dollar. Beim Umsatz kletterte der CRM-Spezialist im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf 11,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Und trotzdem? Die Aktie sackte nachbörslich um rund 4,5 Prozent auf 183 Dollar ab.
Für das Gesamtjahr 2026 erzielte Salesforce einen Gewinn von 12,52 Dollar je Aktie – deutlich über den erwarteten 11,77 Dollar. Der Jahresumsatz erreichte mit 41,5 Milliarden Dollar exakt die Analystenschätzung. Bemerkenswert: Die operativen Margen verbesserten sich weiter. Die GAAP-operative Marge stieg auf 20,1 Prozent, während die bereinigte Marge bei starken 34,1 Prozent landete.
KI-Hoffnung trifft auf Umsatz-Realität
Der eigentliche Clou der Zahlen steckt in den KI-Initiativen. Die kombinierte jährlich wiederkehrende Umsatzkennzahl (ARR) aus der Agentforce-Plattform und den Data-360-Angeboten explodierte förmlich: Über 200 Prozent Wachstum auf 2,9 Milliarden Dollar. Allein Agentforce – Salesforces Antwort auf den KI-Hype – legte um 169 Prozent auf 800 Millionen Dollar ARR zu.
Noch eindrucksvoller wirken die sogenannten Agentic Work Units, also die konkreten Aufgaben, die KI-Agenten für Kunden erledigen. Im vierten Quartal schossen diese auf 771 Millionen – ein Anstieg von 57 Prozent zum Vorquartal. Innerhalb von nur sechs Quartalen hat sich diese Kennzahl mehr als verfünfzigfacht. Kumuliert verarbeitete Salesforce bereits 2,4 Milliarden Work Units und 19 Billionen Tokens.
Doch genau hier liegt die Krux: Der Umsatzausblick für das laufende Geschäftsjahr 2027 enttäuschte. Mit erwarteten 45,8 bis 46,2 Milliarden Dollar bewegt sich Salesforce lediglich im Rahmen der Erwartungen. Das entspricht einem Wachstum von 10 bis 11 Prozent, wobei etwa drei Prozentpunkte auf die Informatica-Übernahme zurückgehen. Für Anleger offenbar zu wenig angesichts der beeindruckenden KI-Zahlen.
Aktienrückkauf-Offensive als Antwort
CEO Marc Benioff konterte die verhaltene Reaktion mit einem Versprechen: Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres will Salesforce ein beschleunigtes organisches Umsatzwachstum erreichen. Bis zum Geschäftsjahr 2030 soll der Jahresumsatz auf 63 Milliarden Dollar steigen. Analysten bleiben skeptisch und rechnen eher mit etwas über 60 Milliarden Dollar.
Als Signal des Vertrauens kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm über 50 Milliarden Dollar an – das bisherige wird ersetzt. Zudem erhöht sich die Quartalsdividende um 5,8 Prozent auf 0,44 Dollar je Aktie. Im abgelaufenen Geschäftsjahr schüttete Salesforce bereits 14,3 Milliarden Dollar an die Aktionäre aus – das entspricht 99 Prozent des freien Cashflows von 14,4 Milliarden Dollar.
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Bemerkenswert: Strategische Beteiligungen an Start-ups steuerten über eine Milliarde Dollar zum Gewinn bei. Im Vorjahr hatte dieser Bereich noch rote Zahlen geschrieben. Die drastische Kehrtwende zeigt, wie volatil dieser Gewinnbaustein sein kann.
Warum die Börse skeptisch bleibt
Die Aktie steht seit Jahresbeginn 2026 bereits 27,6 Prozent im Minus und notiert nahe dem 52-Wochen-Tief von 174,57 Dollar. Offenbar zweifelt der Markt daran, dass Salesforce die beeindruckenden KI-Metriken schnell genug in beschleunigtes Umsatzwachstum ummünzen kann. Das Management erklärte, dass Umsatzwachstum erst dann anzieht, wenn das Wachstum neuer Vertragsabschlüsse das Wachstum des Gesamtauftragsvolumens übersteigt – ein Wendepunkt, der für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet wird.
Die geografische Aufteilung zeigt unterschiedliche Wachstumsraten: Amerika wuchs mit 8 Prozent am schwächsten (27,2 Milliarden Dollar Umsatz), Europa legte 9 Prozent zu (10 Milliarden Dollar), während Asien-Pazifik mit 12 Prozent am stärksten zulegte (4,3 Milliarden Dollar).
Für Investoren bleibt die zentrale Frage: Kann Salesforce beweisen, dass die KI-Revolution tatsächlich das Geschäftsmodell stärkt statt es zu bedrohen? Die nächsten Quartale werden zeigen, ob sich die massive Verschiebung zu KI-Agenten in beschleunigtem Wachstum niederschlägt – oder ob günstigere KI-Alternativen das traditionelle CRM-Geschäft kannibalisieren.
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