Sächsische Ehrenamtskarte startet als digitale App
05.01.2026 - 13:39:13Sachsen führt als zweites Bundesland eine digitale Ehrenamtskarte ein – ein Meilenstein für die Vereinslandschaft und ein Modell für ganz Deutschland.
Ab sofort können tausende Freiwillige in Sachsen ihre Vergünstigungen per Smartphone nutzen. Die neue App ersetzt die traditionelle Plastikkarte und markiert einen wichtigen Schritt in der Digitalisierung des bürgerschaftlichen Engagements. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt hat die Anwendung nun nach einer Testphase Ende Dezember 2025 für alle freigeschaltet.
„Die digitale Ehrenamtskarte ist ein sichtbares Zeichen des Dankes und der Anerkennung für das freiwillige Engagement der Bürger“, so das Ministerium. Mit der mobilen Lösung will der Staat vor allem jüngere Ehrenamtliche besser erreichen und den Verwaltungsaufwand für Kommunen verringern. Die App zeigt über eine interaktive Karte an, wo Inhaber Rabatte etwa für Museen, Schwimmbäder oder Schlösser erhalten. Ein sicherer QR-Code dient zur Verifikation bei den Partnern.
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Bewährtes Modell aus NRW wird übernommen
Der sächsische Start ist kein Einzelprojekt, sondern Teil der bundesweiten „Nachnutzungs“-Strategie nach dem Onlinezugangsgesetz. Die Technologie basiert auf der erfolgreichen App aus Nordrhein-Westfalen, die bereits 2022 eingeführt wurde. Nach diesem „Einer-für-Alle“-Prinzip können andere Bundesländer die Software mit eigenen Logos und Anpassungen übernehmen.
Dieser kooperative Ansatz löst ein zentrales Problem des deutschen E-Goverments: die Zersplitterung. Statt 16 unterschiedlicher Apps entsteht ein standardisierter Rahmen. Technische Updates und Sicherheitspatches lassen sich so zentral verwalten, während die Länder wie Sachsen autonom über Teilnahmekriterien und Partnernetzwerke entscheiden können.
So funktioniert die digitale Karte
Die Integration in den Alltag der Ehrenamtlichen steht im Vordergrund. Die App bietet standortbasierte Dienste, eine digitale Antragstellung und läuft parallel zur physische Karte. Diese ist noch bis Ende 2027 gültig.
Die Voraussetzungen bleiben unverändert: Antragsteller müssen mindestens 14 Jahre alt sein, in Sachsen wohnen oder sich dort engagieren und in den vergangenen zwei Jahren durchschnittlich drei Stunden pro Woche ehrenamtlich tätig gewesen sein. Für Vereine und Organisationen vereinfacht sich die Überprüfung des Status – lästige Papierarbeit entfällt.
Vorbild für andere Bundesländer
Die gelungene Einführung in Sachsen setzt Maßstäbe für andere Länder, die 2026 dem Konsortium beitreten sollen. Nach den Erfahrungen in NRW und Sachsen wächst der Druck auf andere Regionen, ähnliche digitale Angebote zu schaffen.
Experten sehen 2026 als entscheidendes Jahr für die Integration solcher „Lifestyle“-Verwaltungsdienste. Langfristiges Ziel bleibt die nahtlose Verknüpfung mit anderen digitalen Identitäten wie der BundID. Aktuell konzentriert man sich darauf, die tausenden berechtigten Ehrenamtlichen in Sachsen für die App zu gewinnen.
Die „Sächsische Ehrenamtskarte“ ist in den gängigen App-Stores verfügbar. Bestandskunden können ihren Status digitalisieren, indem sie den QR-Code aus ihrem Anschreiben scannen oder bei ihrer Kommune einen Aktivierungscode anfordern.
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