Sachsen startet Bürokratie-Abbau mit Digitalisierungsoffensive
08.02.2026 - 20:22:12Sachsen will Verwaltung und Wirtschaft mit einem konkreten Maßnahmenpaket bis Mai 2026 von Bürokratie befreien. Das ist das Ergebnis eines Spitzentreffens zwischen der Staatsregierung und der „Allianz für Sachsen“. Die Reformagenda soll digitale Behördengänge beschleunigen und den Standort stärken.
Die Vereinbarung vom 6. Februar ist eine direkte Antwort auf den Druck von Wirtschafts- und Kommunalverbänden. In der schwierigen ökonomischen Lage fordern diese schneller und effizienter arbeitende Behörden. Die Digitalisierung gilt als Schlüssel, um Genehmigungen zu beschleunigen und Anträge zu vereinfachen.
Konkretes Entlastungspaket für Betriebe und Kommunen geplant
Bis Mai soll ein detailliertes Paket mit Entlastungsmaßnahmen vorliegen. Im Fokus stehen sächsische Unternehmen und die kommunale Selbstverwaltung. Geplant sind schnellere Genehmigungsverfahren, vereinfachte Förderanträge und eine mittelstandsfreundlichere Vergabe öffentlicher Aufträge.
Seit August 2024 gelten neue EU-Regeln zur Künstlichen Intelligenz – viele Verwaltungen und IT‑Verantwortliche sind noch unsicher, welche Pflichten jetzt konkret auf sie zukommen. Ein kostenloses E‑Book erklärt kompakt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen, Dokumentationsanforderungen und Übergangsfristen und liefert praxisnahe Checklisten für die Umsetzung in Behördenprojekten. Ideal für Entscheider, die KI-Systeme prüfen oder einführen. KI‑Verordnung‑Umsetzungsleitfaden kostenlos herunterladen
Für die Kommunen soll der Abbau von Berichtspflichten und die Digitalisierung interner Abläufe Entlastung bringen. Die Einigkeit zwischen Regierung und dem Bündnis aus Verbänden zeigt: Eine moderne Verwaltung wird als Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Freistaates gesehen.
Novelle des E-Government-Gesetzes als rechtliche Basis
Parallel zur politischen Agenda wird das Sächsische E-Government-Gesetz (SächsEGovG) von 2014 umfassend überarbeitet. Ein neues „Digitalfördergesetz“ soll eine flexible und zukunftsfähige Rechtsgrundlage schaffen.
Die technologische Entwicklung der letzten Jahre macht dies nötig. Zentrale Bausteine der Novelle sind das „Once-Only-Prinzip“ – Daten müssen nur einmal übermittelt werden – und die Einführung der bundesweiten EUDI-Wallet für digitale Nachweise. So soll Bürokratieabbau rechtlich abgesichert werden.
KI und Cloud-Lösungen als Effizienz-Treiber
Die sächsische Verwaltung blickt über reine Online-Dienste hinaus. Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und sichere Cloud-Modelle sollen Effizienz und Servicequalität steigern.
Geprüft wird der verstärkte Einsatz von Open-Source-Lösungen. Ziel ist es, die digitale Souveränität zu erhöhen und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu reduzieren. KI könnte künftig Standardprozesse automatisieren und Behördengänge grundlegend neu gestalten.
Sachsens Vorstoß im föderalen Vergleich
Der sächsische Weg steht im Kontext der bundesweiten Bemühungen zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Die „Allianz für Sachsen“ zeigt: Eine leistungsfähige digitale Verwaltung wird zunehmend als harter Standortfaktor wahrgenommen.
Mit der Ankündigung eines konkreten Pakets signalisiert die Regierung den Übergang von der Planung in die verbindliche Umsetzung. Im Ländervergleich positioniert sich Sachsen als Akteur, der gesetzliche Grundlagen, technologische Innovation und Wirtschaftspolitik verzahnen will. Der Erfolg misst sich daran, wie schnell die Entlastungen bei den Betrieben ankommen.
PS: Cloud‑Modelle und KI steigern Servicequalität – gleichzeitig wächst die Angriffsfläche für Cyberangriffe. Ein gratis Cyber‑Security‑Leitfaden zeigt praktische Schutzmaßnahmen, Prioritäten für Behörden und konkrete Schritte, um Daten und Dienste in der Cloud sicher zu betreiben. Besonders geeignet für Verwaltungen, die digitale Angebote ausbauen und Risiken minimieren wollen. Cyber‑Security Awareness Trends kostenlos anfordern


