Saab, Aktie

Saab Aktie: 2,54 Milliarden für 16 Gripen-E

02.07.2026 - 17:18:08 | boerse-global.de

Saab erhält 2,54-Milliarden-Dollar-Auftrag für 16 Gripen E-Jets aus der Ukraine. Der Aktienkurs steigt um fast zehn Prozent.

Saab Aktie: Milliarden-Deal mit Ukraine für Gripen-Kampfjets besiegelt
Saab - Abstrakte Darstellung der Rüstungsindustrie mit unscharfem Blick auf eine moderne Fertigungsumgebung, die Technologie und Investitionen andeutet. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat einen der größten Aufträge seiner Geschichte an Land gezogen. 16 Gripen-E-Kampfjets für die Ukraine – Vertragswert: 2,54 Milliarden Dollar. Ein Signal, das die Aktie am Donnerstag um fast zehn Prozent nach oben katapultierte.

Der Vertrag mit der schwedischen Materialbehörde FMV wurde noch im Beisein von Präsident Selenskyj unterzeichnet. Finanziert wird das Paket über ein EU-Darlehen, abgesichert durch Großbritannien. Saab verbucht den Auftrag im dritten Quartal 2026.

Die Lieferung der neuen Jets ist für 2029 bis 2030 geplant. Die Ukraine setzt dabei auf eine zweigleisige Strategie: Zunächst erhält das Land bis zu 16 gebrauchte Gripen C/D als Militärhilfe ab Anfang 2027. Die modernen E-Modelle folgen später.

Technologischer Sprung

Die Gripen E unterscheidet sich grundlegend von ihren Vorgängern. An Bord sind ein AESA-Radar, ein Infrarot-Suchsystem und eine verbesserte Elektronische Kampfführung. Die Fähigkeit, Meteor-Langstreckenraketen abzufeuern, gilt als taktischer Vorteil für Kiew.

Mehr als 30 Prozent der Komponenten stammen aus Großbritannien. Das sichert rund 5.000 Arbeitsplätze.

Die Aktie kletterte auf 29,26 Dollar – ein Tagesplus von 9,71 Prozent. Innerhalb einer Woche summiert sich das Plus auf 16,67 Prozent. Allerdings: Vom 52-Wochen-Hoch bei 40,77 Dollar aus Januar bleibt die Aktie noch gut 28 Prozent entfernt.

Analysten heben Daumen

Handelsbanken stufte Saab Anfang Juli auf "Hold" hoch. Die Analysten rechnen damit, dass das zweite Quartal rund 15 Prozent über den Markterwartungen liegen könnte.

Der Gripen-Deal ist nicht der einzige Großauftrag. Saab sicherte sich kürzlich einen 47-Milliarden-Kronen-Auftrag für drei U-Boote für Polen. Die Summe der beiden Rüstungsaufträge übersteigt 71 Milliarden Schwedische Kronen.

Die Auftragsflut hat Konsequenzen für die Produktion. Saab will die jährliche Gripen-Fertigung von derzeit 15 auf 20 bis 30 Maschinen hochfahren. Ukrainische Militärvertreter sprechen langfristig von einem Bedarf von bis zu 150 Gripen-Jets für eine vollständige Modernisierung der Luftwaffe.

Saab positioniert sich damit im sich wandelnden europäischen Sicherheitsgefüge – und das mit einem Rekordauftragsbuch, das die kommenden Jahre prägen wird. Die Produktionssteigerung auf bis zu 30 Jets pro Jahr entscheidet mit, wie viele weitere Aufträge folgen.

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