S&P, Rekord

S&P 500: Zwischen Rekord und Realität

18.05.2026 - 18:25:55 | boerse-global.de

Der S&P 500 fällt nach einem frischen Allzeithoch zurück. Steigende Ölpreise und Inflationsängste belasten die Stimmung an den Märkten.

S&P 500: Zwischen Rekord und Realität - Foto: über boerse-global.de
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Der S&P 500 startete hoffnungsvoll in die neue Woche — und verlor diese Hoffnung fast so schnell wieder, wie sie gekommen war. Noch am Donnerstag hatte der Index ein frisches Allzeithoch markiert. Heute notiert er rund 0,37 Prozent tiefer bei 7.381 Punkten.

Der Auslöser ist bekannt: der Krieg im Nahen Osten. Trumps Drohungen gegenüber dem Iran trieben zunächst die Nervenanspannung auf die Spitze — bevor Meldungen über mögliche Entspannungssignale kurzzeitig Erleichterung brachten. Die US-Seite soll iranischen Medien zufolge bereit sein, Ölsanktionen vorübergehend zu lockern. Klingt nach einem Schritt nach vorne. Reichte aber nicht, um die Kurse im Plus zu halten.

Öl, Anleihen, Inflation — ein gefährliches Dreieck

Was Anleger wirklich umtreibt, liegt tiefer. Der Ölpreis notiert weiterhin über 100 Dollar — eine direkte Folge der faktischen Schließung der Straße von Hormus. Das befeuert Inflationssorgen, und die wiederum drücken auf die Anleihemärkte. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt bei 4,605 Prozent, nachdem sie vergangene Woche spürbar gestiegen war. An den Märkten kursiert inzwischen offen die Frage, ob die Fed als nächstes die Zinsen erhöhen könnte — statt zu senken.

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Diese Kombination setzt besonders jene Sektoren unter Druck, die zuletzt am stärksten gestiegen sind. Halbleiteraktien verloren heute rund 2,2 Prozent, Computer-Hardware-Werte sogar fast 3 Prozent. Auf der Gegenseite profitieren Ölservicetitel von der Lage — ihr Index legte gut 3 Prozent zu.

Bewertung als stiller Risikofaktor

Das eigentliche Spannungsfeld ist die Bewertung. Der S&P 500 wird derzeit mit dem 21,3-Fachen der für die nächsten zwölf Monate erwarteten Gewinne gehandelt. Das liegt deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von rund 16 — und das in einem Umfeld, in dem Inflation hartnäckig bleibt und die Geopolitik keine schnelle Auflösung verspricht.

Das Paradox: Die Unternehmensgewinne im ersten Quartal 2026 fallen stark aus, rund 28 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. KI-Investitionen und steigende Produktivität stützen die Zahlen. Händler wollen die Rally nicht verpassen, solange die Aussicht auf eine schnelle Lösung in der Straße von Hormus noch im Raum steht.

Genau diese Gemengelage — starke Gewinne hier, steigende Anleiherenditen dort — hält den Markt in einer Art Schwebezustand. Ein verlängerter Hormuz-Stillstand würde die Rechnung der Bullen schnell neu schreiben. Bis dahin bleibt das Allzeithoch vom Donnerstag der Maßstab, an dem sich der S&P 500 messen lassen muss.

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