S&P 500: Starke Woche, verhaltener Freitag
11.04.2026 - 03:35:16 | boerse-global.deDer S&P 500 hat eine bemerkenswerte Woche hinter sich — und schloss sie dennoch mit einem kleinen Dämpfer ab. Am Freitag gab der Index leicht um 0,11 Prozent auf 6.816,89 Punkte nach. Auf Wochensicht steht trotzdem ein sattes Plus von 3,6 Prozent zu Buche, getragen vor allem durch die kräftige Rally am Mittwoch.
Waffenruhe ohne Überzeugungskraft
Der Hauptgrund für die Zurückhaltung am Freitag: Die fragile Waffenruhe im Nahen Osten. Vor den für das Wochenende geplanten Verhandlungen zwischen Washington und Teheran in Pakistan ließ Trump keinen Zweifel daran, dass eine Wiederaufnahme der Angriffe auf dem Tisch liegt, sollten die Gespräche scheitern. Kein Wunder, dass Anleger lieber abwarten als neue Risiken eingehen.
Hinzu kommen die Verwerfungen am Strait of Hormuz. Der Tankerverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge liegt trotz Waffenstillstand bei unter zehn Prozent des normalen Volumens — eine Belastung für die Ölversorgung, die sich direkt in den Inflationsdaten widerspiegelt.
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Inflation schlechter, aber nicht schlimmer als befürchtet
Die März-Inflationsdaten gaben den Märkten zumindest keine neue Nahrung für Panikverkäufe. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 3,3 Prozent — deutlich mehr als die 2,4 Prozent im Februar, aber knapp unter den erwarteten 3,4 Prozent. Treiber war vor allem Energie: Die Benzinpreise schossen im März um über 21 Prozent nach oben, der stärkste Monatsanstieg bei Energiepreisen seit September 2005. Die Kernrate hingegen, die Energie und Lebensmittel ausklammert, stieg moderater als prognostiziert.
Ökonomen warnen allerdings, dass die Entspannung trügerisch ist. Die vollen Auswirkungen des Ölpreisschocks auf Löhne und Konsumpreise dürften erst in den April-Daten sichtbar werden. Das Konsumklima der Universität Michigan fiel unterdessen auf ein Rekordtief von 47,6 — ein deutliches Signal, wie tief der Iran-Krieg in die Stimmung der Verbraucher eingefahren ist.
Algorithmen kurz vor dem Umschwung
Ein interessanter Hintergrundton für die kommenden Handelstage: Laut Goldman Sachs haben algorithmische Trendfolgefonds in den vergangenen vier Wochen rund 48 Milliarden Dollar an S&P-500-Futures abgestoßen und ihre Engagements auf Mehrjahrestiefs gedrückt. Dieser Prozess dreht sich nun um. Modelle der Bank zeigen, dass diese Fonds unabhängig vom Marktgeschehen in der nächsten Woche zu Nettokäufern werden — mit einem möglichen Kaufvolumen von rund 45 Milliarden Dollar allein in einem Seitwärtsszenario. Das wäre einer der größten algorithmischen Zuflüsse, die je gemessen wurden.
Ob das die Friedensverhandlungen am Wochenende überlagern kann, wird sich schon Montag zeigen.
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