S&P, Rekordmargen

S&P 500: Rekordmargen trotz Ölschock

28.04.2026 - 16:32:01 | boerse-global.de

US-Unternehmen erzielen mit 13,4 Prozent die höchsten Nettogewinnmargen seit 2009, während steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen den Markt belasten.

S&P 500: Rekordmargen trotz Ölschock - Foto: über boerse-global.de
S&P 500: Rekordmargen trotz Ölschock - Foto: über boerse-global.de

Der S&P 500 bewegt sich dieser Tage in einem ungewöhnlichen Spannungsfeld: steigende Ölpreise, festgefahrene Iran-Verhandlungen, bevorstehende Notenbanksitzungen — und dennoch beeindruckende Unternehmensgewinne. Das Bild ist widersprüchlich, aber nicht ohne innere Logik.

Margen auf Höchststand seit 2009

Was derzeit aus den Quartalszahlen herausragt, ist die schiere Profitabilität der US-Konzerne. Die Nettogewinnmarge im S&P 500 liegt für das erste Quartal 2026 bei 13,4 Prozent — ein Niveau, das zuletzt 2009 erreicht wurde. Von den bislang berichtenden Unternehmen, die gut ein Viertel der Indexmarktkapitalisierung repräsentieren, übertrafen rund 80 Prozent sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn je Aktie die Erwartungen. Und die Schlagkraft dieser Überraschungen nimmt sogar noch zu.

Besonders stark zeigen sich Bereiche wie Halbleiter, Energieversorgung und Infrastruktur. Texas Instruments meldete einen anziehenden Zyklus bei analogen Halbleitern, und der Philadelphia Semiconductor Index legte in den zurückliegenden vier Wochen mehr als 45 Prozent zu. Die KI-Nachfrage bleibt nach Einschätzung von Marktbeobachtern robust — trotz frischer Zweifel rund um OpenAI, dem laut Berichten interne Nutzungs- und Umsatzziele verfehlten.

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Öl, Iran und die Fed als Gegengewichte

Auf der anderen Seite der Waagschale drücken geopolitische Risiken auf die Stimmung. Brent-Öl notiert über 108 Dollar je Barrel — ein Anstieg von rund 2,6 Prozent allein am Montag. Die Straße von Hormus bleibt geschlossen, und ein iranischer Vorschlag zur Öffnung der Meerenge bei gleichzeitigem Aufschub der Atomgespräche hat die Unsicherheit eher noch vergrößert. Zusätzliche Brisanz entsteht durch Überlegungen in Indonesien, nach iranischem Vorbild die Meerenge von Malakka mit einer Durchfahrtsgebühr zu belegen — eine Route, über die rund 40 Prozent des weltweiten Handels laufen.

Hinzu kommt die Personalie an der Fed-Spitze. Kevin Warsh, Trumps Kandidat für die Nachfolge von Jerome Powell, steuert offenbar auf eine Senatskonfirmation zu. Geldpolitisch rechnen Analysten dennoch mit Zinssenkungen von insgesamt 50 Basispunkten noch in diesem Jahr — auch weil die höheren Energiepreise die Headline-Inflation zwar kurzfristig auf rund 3,8 Prozent treiben könnten, der Kernpreisauftrieb aber begrenzt bleiben dürfte.

Nasdaq unter Druck, S&P 500 hält sich

Heute zur Eröffnung zeigte sich ein zweigeteiltes Bild: Der Nasdaq gab stärker nach, belastet durch Fragezeichen rund um die KI-Wachstumsstory. Der S&P 500 rutschte moderat ab auf rund 7.134 Punkte, während der Dow leicht im Plus lag. Die Rally seit Ende März — mehr als 13 Prozent — hat den Index auf neue Hochs getragen. UBS hält an einem Jahresendziel von 7.500 Punkten fest und prognostiziert 17 Prozent Gewinnwachstum für das laufende Quartal.

Der Ölpreis bleibt das zentrale Risiko für die nächsten Handelstage — zumal diese Woche auch noch Zinsentscheidungen der Fed, der EZB und der Bank of England anstehen, begleitet von den Zahlen der großen Tech-Konzerne.

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