S&P, Erholung

S&P 500: Erholung mit Fragezeichen

16.03.2026 - 20:30:28 | boerse-global.de

Der US-Leitindex gewinnt nach Verlusten, doch die anhaltende Spannung im Nahen Osten und hohe Ölpreise belasten die Stimmung. Analysten raten zu einer sektoralen Umschichtung.

S&P 500: Erholung mit Fragezeichen - Foto: über boerse-global.de
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Die Wall Street atmet auf — zumindest ein bisschen. Zum Wochenstart klettert der S&P 500 um rund 1,1 Prozent auf 6.706 Punkte und macht damit einen Teil der Verluste der vergangenen Woche wett. Doch die Ursachen der jüngsten Turbulenzen sind keineswegs aus der Welt.

Der Iran-Konflikt lastet weiter auf der Stimmung. Ölpreise, die seit Ende Februar um rund 47 Prozent gestiegen sind, und anhaltende Störungen in der Straße von Hormus haben das Marktumfeld grundlegend verändert. Dass es am Wochenende offenbar einigen Tankern gelungen sein soll, die strategisch wichtige Schifffahrtsroute zu passieren, sorgte zumindest für vorsichtige Hoffnung. Brent-Rohöl notiert dennoch weiterhin bei nahezu 105 Dollar — angetrieben auch durch einen Angriff auf die Kharg Island, über die rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte laufen.

Fed im Wart??odus

Die US-Notenbank dürfte auf ihrer dieswöchigen FOMC-Sitzung die Leitzinsen unverändert lassen. Die Begründung liegt auf der Hand: Erst die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf Konjunktur und Inflation abschätzen, bevor man handelt. Inflationsdaten für Februar zeigten weder eine klare Beschleunigung noch eine Entspannung — kein Signal, das die Fed zu einem Kurswechsel zwingen würde. Gleichzeitig stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt um 14 Basispunkte auf 4,28 Prozent, während der Dollar von Kapitalflüssen in sichere Häfen profitierte.

Immerhin: Die Berichtssaison für das vierte Quartal 2025 liefert solide Zahlen. Mit einem Gewinnwachstum von 13,6 Prozent und Umsatzzuwächsen von 9,2 Prozent läuft sie besser als befürchtet.

Weg vom breiten Index?

Genau hier lohnt ein genauerer Blick. Bank of America rät Anlegern derzeit, den S&P 500 als Ganzes zu meiden — und stattdessen gezielt in Energie, Basiskonsumgüter und Large-Cap-Value-Titel umzuschichten. Das Argument: Der Index ist im Verhältnis zum Ölpreis historisch hoch bewertet, ähnlich überstreckt war er zuletzt nur während der COVID-Verwerfungen und der Technologieblase um die Jahrtausendwende.

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Besonders zyklische Konsumwerte gelten als anfällig, unter anderem wegen eines möglichen höheren Steueraufwands auf kurzfristige Kursgewinne. Basiskonsumgüter dagegen könnten von einem angespannteren Arbeitsmarkt profitieren, der Löhne stützt und Konsumausgaben stabilisiert. Institutionelle Cash-Bestände befinden sich auf Fünfjahrestiefs — eine Rotation innerhalb des Index erfordert also zwangsläufig Verkäufe bestehender Positionen, was Large-Cap-Value zusätzlich begünstigen dürfte.

Die Erholung von heute ist real. Ob sie trägt, hängt weniger von der Datenlage als vom weiteren Verlauf des Konflikts im Nahen Osten ab — und der bleibt schwer kalkulierbar.

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